Wer eine Heißluftfritteuse regelmäßig nutzt, merkt schnell: Die eigentliche Arbeit kommt oft danach. Pommeskrümel im Korb, Fett auf dem Heizelement oder kleine Spritzer im Garraum – besonders bei Fleisch oder marinierten Speisen kann sich im Inneren einiges ansammeln.

Genau deshalb tauchen immer mehr Zubehörteile auf, die genau dieses Problem lösen sollen: Backpapier, Silikonformen oder neuerdings Spritzschutz-Gitter für den Airfryer. Doch bringen diese Lösungen wirklich etwas – oder verschlechtern sie nur die Ergebnisse?

Das Problem: Fett und Spritzer im Airfryer

Technisch ist das schnell erklärt. Eine Heißluftfritteuse arbeitet mit einem starken Luftstrom. Dieser wirbelt Fett, Marinade oder kleine Partikel durch den Garraum.

Das sorgt zwar für knusprige Ergebnisse, hat aber auch zwei Nebenwirkungen:

  • Fettspritzer können sich am Heizelement oder Lüfter absetzen
  • Krümel und Fett sammeln sich im unteren Teil des Korbs

Besonders bei Geräten ohne Spritzschutz kann sich mit der Zeit eine sichtbare Fettschicht bilden.

Neue Lösung: Spritzschutz für Airfryer

Ein relativ neues Zubehör sind magnetische Spritzschutz-Gitter, die direkt unter dem Heizelement befestigt werden. Sie funktionieren ähnlich wie der Metallfilter in einer Dunstabzugshaube.

Typischer Aufbau:

  • feinmaschiges Edelstahlgitter
  • Magnetbefestigung am Gehäuse
  • abnehmbar für Reinigung

Der Vorteil: Fettspritzer bleiben am Gitter hängen, bevor sie Lüfter oder Heizspirale erreichen. Gerade bei Geräten wie Cosori, Philips oder Ninja tauchen diese Zubehörteile immer häufiger auf.

Funktioniert das wirklich?

Die Nutzerbewertungen fallen überwiegend positiv aus. Viele berichten, dass:

  • der Airfryer innen deutlich sauberer bleibt
  • sich das Gitter leicht abnehmen und reinigen lässt
  • die Installation meist nur wenige Sekunden dauert

Ein möglicher Nachteil wird jedoch ebenfalls genannt:
Durch das zusätzliche Gitter kann der Luftstrom minimal reduziert werden.

In der Praxis bedeutet das meist nur:

  • 1–2 Minuten längere Garzeit

Für viele Nutzer ist das ein fairer Kompromiss.

Alternativen zum Spritzschutz

Der Spritzschutz ist nicht die einzige Lösung für weniger Reinigung im Airfryer. Häufig genutzt werden auch:

Backpapier

Hält Krümel und Fett vom Korb fern, kann aber die Luftzirkulation leicht reduzieren. Dazu haben wir bereits einen eigenen Test veröffentlicht: Backpapier im Airfryer – sinnvoll oder nicht?

Silikonformen

Wiederverwendbar und praktisch für Aufläufe, Gemüse oder Fleisch.
Nachteil: Knusprigkeit kann etwas geringer sein.

Edelstahl- oder Grillroste

Erhöhen das Gargut und lassen Fett nach unten ablaufen.

Die einfache Methode: Schnell reinigen

Viele Nutzer gehen einen ganz anderen Weg: Direkt nach dem Kochen kurz reinigen.

Ein bewährter Trick:

  1. etwas warmes Wasser in den Korb
  2. einen Tropfen Spülmittel dazu
  3. wenige Minuten einweichen lassen
  4. kurz auswischen

Das dauert meist weniger als eine Minute und verhindert, dass sich Fett dauerhaft festsetzt.


Fazit

Airfryer-Zubehör für weniger Reinigung boomt – und teilweise hat es auch seine Berechtigung.

Ein Spritzschutz-Gitter kann verhindern, dass Fett direkt auf Heizelement und Lüfter gelangt. Wer häufig Fleisch oder marinierte Speisen zubereitet, wird den Unterschied merken.

Für viele Nutzer bleibt aber die einfachste Lösung weiterhin: kurz ausspülen und fertig.

Der Airfryer ist schließlich kein kompliziertes Küchengerät – und genau deshalb so beliebt.

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