Der Frühling 2026 fühlt sich in Zenless Zone Zero nicht wie eine kleine Verschnaufpause an. Eher wie die Phase, in der New Eridu wieder so tut, als ginge es um Unterhaltung, Preise und Eventstimmung, während darunter längst das nächste Kräftemessen anläuft. Genau so setzt Version 2.7 „Helden verfallen nie der Vergangenheit“ an, die seit dem 24. März live ist. Im Zentrum steht der Höhlenhelden-Wettbewerb, eine große, von TOPS gesponserte Veranstaltung, die aus dem üblichen Chaos von New Eridu ein Spektakel mit Publikum, Fraktionen und neuen Konflikten macht. Dazu kommen mit Nangong Yu und Cissia zwei neue Agentinnen, eine thematische Aktion rund um das Feuertopf-Restaurant „Simmer“ und weitere Inhalte, die den Patch über bloße Banner-Rotation hinausziehen.

Wer Zenless Zone Zero länger spielt, kennt dieses Muster bereits. Das Spiel liebt es, Oberflächen aufzubauen, die erst nach lockerem Stadtleben aussehen und dann ziemlich schnell in Kampfmechaniken, Fraktionspolitik und Eskalation kippen. Genau deshalb passt der Höhlenhelden-Wettbewerb so gut in diese Welt. Er ist nicht einfach nur ein neues Event mit Belohnungen, sondern ein Rahmen, in dem alte Bekannte, neue Gesichter und sogar eher unerwartete Teilnehmer aufeinandertreffen. Die Cunning Hares sind dabei, die Söhne von Calydon schauen hin, die Sicherheitsbehörde mischt mit, und irgendwo dazwischen taucht auch noch der berüchtigte Romeul auf. Das ist die Art Patch, die nicht nur Beschäftigung liefert, sondern die Spielwelt wieder ein Stück enger zusammenzieht.

Der Höhlenhelden-Wettbewerb macht aus New Eridu wieder eine Bühne

Gerade der Höhlenhelden-Wettbewerb zeigt ganz gut, warum Zenless Zone Zero in seinen besseren Momenten mehr kann als nur stylische Trailer und gute Kampfanimationen. New Eridu wird hier nicht bloß zur Kulisse, sondern zur Bühne eines Wettbewerbs, über den laut offizieller Beschreibung sogar außerhalb des Stadtzentrums hitzig gesprochen wird. Teilnehmer kämpfen nicht nur um Preise, sondern auch um Ansehen, und genau das gibt dem Ganzen diesen leicht überdrehten Druck, den das Spiel gut beherrscht. Ein seltener Porcelloy-W-Motor als Preis hilft natürlich auch, denn HoYoverse weiß schon sehr genau, wie man virtuelle Wettbewerbe ausreichend wichtig wirken lässt.

Noch wichtiger ist aber, dass das Event nicht isoliert wirkt. Es zieht bekannte Gruppen mit hinein und gibt dadurch dem Patch mehr Gewicht als einem simplen „Hier sind drei Menüs und ein Minispiel“. Wenn New Eridu bei so einem Wettbewerb halb auf den Beinen ist, entsteht automatisch das Gefühl, dass Version 2.7 mehr sein will als ein Übergangsupdate. Das ist klug, weil Zenless gerade zwischen größeren Story-Schritten immer dann überzeugt, wenn die Stadt selbst wieder zum Thema wird. Nicht jedes Gacha-Spiel bekommt das hin. Viele liefern nur Content, Zenless versucht wenigstens, ihn im Stadtleben zu verankern.

Romeul bringt wieder den Teil ins Spiel, bei dem Style allein nicht reicht

Zwischen all der Event-Inszenierung ist Romeul die Figur, die den Ton wieder in Richtung Bedrohung verschiebt. Der sogenannte Schwarzwolf tritt nicht einfach nur als Boss auf, sondern mit einer Mechanik, die Spieler zwingt, genauer hinzusehen. Seine Korrosionsbarriere erhöht KRIT-SCH-Widerstand und Unterbrechungswiderstand, während Gegner kontinuierlich Lebenspunkte verlieren. Laut Pressematerial kommen Teams hier besser durch, wenn sie anhaltenden Attributanomalie-Schaden erzeugen. Mit anderen Worten: einfach draufhauen und auf hübsche Ultis hoffen reicht nicht unbedingt.

Das ist für Version 2.7 ein wichtiger Punkt, weil der Patch dadurch nicht komplett in Eventdeko versinkt. Romeul steht sinnbildlich für die stärkere mechanische Seite des Updates. Zenless Zone Zero funktioniert immer dann am besten, wenn die Kämpfe mehr verlangen als gutes Ausweichen und saubere Timing-Fenster. Sobald ein Boss Aufbau, Teamwahl und Schadensart relevant macht, wird aus Stil wieder Spiel. Genau diese Balance braucht das Spiel auch, weil es sonst zu schnell in Richtung Show kippt.

Cissia ist neu, direkt, aggressiv und klar auf Schadensdruck gebaut

Mit Cissia bekommt Version 2.7 eine neue Elektro-Attacke-Agentin, deren Mechanik deutlich auf Tempo und kontrollierten Burst ausgelegt ist. Beim Eintritt in den Kampf bringt sie drei Punkte Giftigkeit mit. Diese verursachen nicht nur Elektro-Schaden, sondern erhöhen auch ihre KRIT-Rate. Gleichzeitig wird Giftigkeit mit der Zeit verbraucht, was direkt Druck auf den Spielfluss legt: Wer sie effizient nutzt, will das Fenster aktiv ausspielen statt passiv zu warten. Verstärkte Spezialangriffe laden das System wieder auf, und über den Basisangriff „Schlangenkuss“ kann Cissia die verbleibende Giftigkeit gezielt verbrauchen, um in Schlüsselmomenten explosiven Schaden zu setzen.

Das klingt nicht nach einer Figur, die man nur wegen Design oder Fraktion zieht. Cissia liest sich eher wie eine Agentin für Spieler, die direkten Schadensrhythmus mögen und ihre Rotationen sauber timen wollen. Gerade in Zenless ist das relevant, weil neue Charaktere schnell entweder als reines Stilobjekt oder als Pflichtpick diskutiert werden. Cissia wirkt nach dem, was offiziell beschrieben wurde, eher wie ein Charakter mit klarer Identität: offensiv, taktvoll getaktet und auf kurze, heftige Druckphasen ausgelegt. Das ist meist die deutlich interessantere Sorte Neuerscheinung.

Nangong Yu soll nicht nur glänzen, sondern das Team tragen

Noch spannender dürfte für viele Spieler Nangong Yu sein. Sie wird in Version 2.7 als Rang-S-Äther-Durchbruch-Agentin eingeführt und hängt mechanisch stärker am Teamgefüge als Cissia. Ihre Stärke liegt darin, die Anomalieansammlungsrate gegen benommene Gegner zu verstärken und damit Folgefenster für das gesamte Team zu öffnen. Sie regeneriert automatisch Niedertakt, erhält zusätzliche Ressource zurück, wenn Verbündete Anomalien auslösen, und kann mit ausreichend Aufbau aufgeladene Angriffe einsetzen, die Benommenheitsdauer verlängern und ihre eigene Benommenheit sowie Anomalieansammlung steigern. Dazu kommt ein Ultimate, das den ANG der ganzen Truppe stärkt. Das ist kein stiller Solostar, sondern eher ein Katalysator für das Team.

Genau deshalb dürfte Nangong Yu für viele Banner-Spieler die eigentliche Schlüsselfigur dieses Updates sein. HoYoverse verkauft sie nicht bloß über Optik, Idol-Fraktion und neues Outfit, sondern auch über ihren Nutzen im Kampfsystem. Das macht sie automatisch interessanter als eine Figur, die nur auf dem Key Visual gut aussieht. Dass Spieler beim Sammeln aller Mitglieder der „Angels of Delusion“ zusätzlich ein exklusives dynamisches Hintergrundbild freischalten können, zeigt natürlich trotzdem, dass HoYoverse auch hier wieder genau weiß, wie man Sammlertrieb und Teamoptimierung elegant miteinander verklammert. Dezent ist anders, aber effektiv eben auch.

Version 2.7 liefert mit Simmer und Kampfprüfung mehr als nur neue Banner

Der angenehmere Teil von Version 2.7 ist, dass der Patch eben nicht nur aus Agentinnen und Bosskampf besteht. Auf dem Lumina-Platz startet im Feuertopf-Restaurant „Simmer“ eine thematische Aktion, bei der Proxys Blaze helfen und ein Feuertopf-Minispiel spielen können. Parallel dazu läuft eine Spezialmission von Sektion 6 des HSK, in der ein relaisartiger Kampf mit drei Truppen zu je zwei Mitgliedern gefordert wird. Außerdem wird die „Simulierte Kampfprüfung“ mit neuen Gegnern und zusätzlichen Bonusmechanismen erweitert. Wer Ranglisten, Punktejagd und optimierte Teams mag, bekommt hier also genug Beschäftigung, um nicht nur wegen eines Banners einzuloggen.

Gerade diese Mischung macht den Patch runder. Zenless Zone Zero hat immer das Risiko, dass Updates zu stark als Stilpakete gelesen werden: neue Figuren, neues Outfit, neuer Trailer, fertig. Wenn aber parallel Minispiel, Mehrtruppen-Kampf und eine überarbeitete Kampfprüfung laufen, fühlt sich Version 2.7 wesentlich vollständiger an. Dazu kommen konkrete Belohnungen wie Polychrom, Namenskärtchen und exklusive Titel, also genau die Sorte Zeug, die Spieler zwar gern kleinreden, am Ende aber trotzdem mitnehmen wollen. Niemand grindet nur aus Idealen.

Diese Zenless-Zone-Zero-Codes sind im Frühjahr 2026 noch relevant

Natürlich gehört zu so einem Überblick auch die Frage nach Redeem Codes. Bei Zenless Zone Zero ist die Lage im Frühjahr 2026 recht typisch: Der offizielle Dauer-Code ZENLESSGIFT wird weiterhin auf HoYoLAB-Seiten rund um Version 2.7 geführt, und aus der Aktion „Miss Zhao’s Special Gift“ stammt außerdem der Code ZHAOISFREE. Beide sind deshalb deutlich interessanter als irgendwelche dubiosen Sammellisten, die nach drei Tagen schon nur noch aus Karteileichen bestehen. Das offizielle Redemption-Portal von HoYoverse ist weiterhin erreichbar und bleibt der saubere Weg zum Einlösen.

Wichtig ist aber auch der weniger schöne Teil: Die kurzfristigen Livestream-Codes aus dem 2.7-Special-Program waren nur sehr kurz gültig. Auf den offiziellen Ankündigungsseiten zur Version 2.7 und in HoYoLAB-Beiträgen wird klar, dass der Special-Program-Code MISSHISS bereits am 16. März 2026 abgelaufen ist. Wer also jetzt noch auf alte Posts stößt, spart sich besser den Frust und probiert nur Codes, die aktuell plausibel oder offiziell referenziert werden. Sonst macht man wieder genau das, was HoYoverse-Spieler ständig machen: zu spät draufklicken und sich dann wundern.

So löst du die Codes in Zenless Zone Zero ein

Das Einlösen selbst bleibt unkompliziert. Über das offizielle Redemption-Portal meldest du dich mit deinem HoYoverse-Konto an, musst vorher einen verknüpften Spielcharakter angelegt haben und kannst den Code anschließend direkt einlösen. Schon frühere offizielle Hinweise zum Spiel nennen zusätzlich den Ingame-Weg über das Menü und den Bereich „More“ beziehungsweise die Einlösefunktion. Praktisch ist das kein großes Ding. Der eigentliche Fehler liegt wie immer nicht beim Portal, sondern beim berühmten „mache ich später“, das bei solchen Codes zuverlässig in „abgelaufen“ endet.

Zenless Zone Zero nutzt den Frühling 2026 für ein Update mit mehr Zug als bloßer Übergang

Unterm Strich ist Version 2.7 für Zenless Zone Zero deutlich mehr als ein Lückenfüller zwischen zwei größeren Momenten. Der Höhlenhelden-Wettbewerb gibt New Eridu wieder eine starke Bühne, Romeul sorgt dafür, dass der Patch mechanisch nicht weichgespült wirkt, Cissia bringt offensiven Schadensdruck mit, und Nangong Yu dürfte für viele Teams die eigentlich spannendere langfristige Figur sein. Dazu kommt mit Simmer, Spezialmission und der aktualisierten Simulierten Kampfprüfung genug Substanz, damit das Update auch außerhalb der Banner-Diskussion trägt.

Für Proxys heißt das im Frühjahr 2026 also ziemlich klassisch: Event mitnehmen, Polychroms einsacken, brauchbare Codes testen, Bannerpläne machen und sich dabei einreden, diesmal wirklich vernünftig zu bleiben. Das klappt in HoYoverse-Spielen ungefähr so zuverlässig wie Diätpläne direkt neben einem Feuertopf-Restaurant. Aber immerhin liefert Zenless Zone Zero diesmal genug Gründe, überhaupt schwach zu werden.

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