Monster sammeln, trainieren, entwickeln und in Kämpfen einsetzen: MonMon Masters von Playhard Studio setzt auf ein Spielprinzip, das sofort vertraut wirkt. Schon nach den ersten Minuten ist klar, wohin die Reise geht. Du startest mit einem eigenen Charakter, wählst ein erstes Monster aus, kämpfst dich durch frühe Arenen, schaltest neue Systeme frei und baust Stück für Stück ein Team auf. Das klingt nicht neu, funktioniert aber genau deshalb schnell. Das Spiel erklärt sich über bekannte Muster, ohne direkt mit zu vielen Menüs zu erschlagen.
Interessant ist dabei weniger die Grundidee, sondern die Mischung aus klassischem Monster-RPG, leichter Strategie und Free-to-play-Struktur. MonMon Masters wirkt im Einstieg wie ein Spiel, das sich an Fans von Monster-Sammlern richtet, aber stärker auf kurze mobile Sessions ausgelegt ist. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, die Monster besitzen Elemente, Rollen und Fähigkeiten, und über Erfahrungspunkte, Level-ups und spätere Entwicklungen entsteht der übliche Fortschrittsdrang. Wer solche Systeme mag, merkt schnell: Hier geht es nicht nur darum, die nächste Stage zu schaffen. Es geht auch darum, bessere Kreaturen zu bekommen, das Team zu optimieren und nach und nach neue Bereiche freizuschalten.
Der Anfang ist angenehm direkt. Nach einer kurzen Charaktererstellung startet MonMon Masters mit einem Prolog, der bereits stärkere Monster zeigt. Danach beginnt das eigentliche Spiel deutlich kleiner. Du wählst eines von drei Start-Monstern, die sich grob an bekannten Elementtypen orientieren: Feuer, Wasser und Pflanze. Die Monster unterscheiden sich über Typ, Rolle und Angriffsausrichtung. Im gezeigten Einstieg fiel die Wahl auf das Wasser-Monster, wobei alle drei Starter offenbar zunächst als Fernkämpfer angelegt sind. Das ist eine kleine, aber wichtige Beobachtung, weil MonMon Masters seine Kämpfe nicht nur über Elemente, sondern auch über Positionierung und Rollen lesbar machen will.
MonMon Masters spielt sich linear, aber nicht komplett statisch
Auf den ersten Blick könnte man MonMon Masters für ein reines Menü-RPG halten. Das stimmt aber nur teilweise. Zwischen den Kämpfen bewegt sich der Charakter durch kleine Areale. Diese Erkundung ist einfach gehalten und wirkt eher linear, bringt aber mehr Leben ins Spiel als ein reiner Stage-Auswahlbildschirm. Man läuft zu Gegnern, spricht mit Figuren, öffnet neue Bereiche und landet schrittweise in weiteren Arenen oder später in der Stadt.
Die Bewegung durch die Spielwelt ist kein großes Open-World-System. Der Weg scheint früh relativ klar vorgegeben zu sein. Trotzdem macht dieser kleine Erkundungsanteil einen Unterschied. MonMon Masters fühlt sich dadurch mehr nach einem kleinen Abenteuer an und weniger nach einer bloßen Kampf-Automatik. Gerade für ein kostenloses mobiles Monster-RPG ist das sinnvoll, weil der Einstieg dadurch greifbarer wird. Man sieht Gegner, bewegt sich auf sie zu und bekommt das Gefühl, sich durch eine zusammenhängende Welt zu arbeiten.
Die ersten Kämpfe sind erwartbar leicht. Das Spiel nutzt sie, um Fähigkeiten, Erfahrungspunkte, Belohnungen und Teamaufbau zu erklären. Nach und nach kommen neue Funktionen dazu, etwa automatische Fähigkeiten, doppelte Geschwindigkeit, Missionen, tägliche Belohnungen, Eier, Monsterfang und die Stadt. MonMon Masters arbeitet also mit einem typischen Free-to-play-Aufbau: Erst wird der Kern gezeigt, dann öffnen sich immer mehr Systeme. Das kann später unübersichtlich werden, wirkt im Einstieg aber noch kontrolliert.
Die Kämpfe sind rundenbasiert und setzen auf Monsterrollen
Das Kampfsystem von MonMon Masters ist rundenbasiert. Du stellst deine Monster auf, startest den Kampf und nutzt Fähigkeiten, sobald sie verfügbar sind. Schon früh lässt sich die Geschwindigkeit erhöhen, außerdem gibt es eine Auto-Funktion. Damit bewegt sich das Spiel zwischen aktivem RPG und Idle-Komfort. Wer jede Fähigkeit selbst auslösen möchte, kann das tun. Wer die frühen Kämpfe schneller durchlaufen will, lässt das Spiel stärker automatisch arbeiten.
Spannend wird das System durch die Monsterrollen. Die Kreaturen haben nicht nur ein Element, sondern auch Angaben wie Angreifer, Fernkämpfer oder Nahkämpfer. Ein Monster beißt direkt zu, ein anderes greift aus der Distanz an, wieder ein anderes wirft eine Art Bombe und kann Gegner betäuben. Genau solche Unterschiede sind wichtig, damit die Kämpfe später nicht nur aus höheren Zahlen bestehen. Wenn MonMon Masters diese Rollen sauber weiterführt, könnte daraus ein brauchbares kleines Strategiesystem entstehen.
Der Einstieg zeigt auch, dass die Schwierigkeit nicht dauerhaft harmlos bleibt. Eine frühe Niederlage gegen stärkere Gegner führt direkt zum nächsten Tutorial-Schritt: Level-up und Verbesserung der eigenen Monster. Das ist klassisch, aber effektiv. Das Spiel zeigt damit ziemlich deutlich, dass Fortschritt nicht allein über das Weiterschieben der nächsten Stage läuft. Du musst deine Kreaturen verbessern, neue Monster fangen und vermutlich langfristig ein Team bauen, das zur jeweiligen Herausforderung passt.
Monster fangen funktioniert anders als erwartet
Neben den Kämpfen ist der Monsterfang ein zentrales Element. MonMon Masters nutzt dafür kein komplett klassisches Fangsystem im Kampf, sondern eigene Fangversuche mit Gegenständen wie Bugnets. Je nach Fangversuch kann das Monster entkommen oder ins Team aufgenommen werden. Im Einstieg flieht ein Monster zunächst, ein anderer Fang gelingt später mit einem besseren Netz. Das bringt direkt einen kleinen Sammelreiz ins Spiel.
Gut ist, dass gefangene Monster unmittelbar relevant werden können. Ein gefangenes rattenähnliches Monster landet direkt im Team und lässt sich im Kampf testen. Ein anderes Insektenmonster bringt wiederum eigene Angriffe und Effekte mit. Dazu kommt ein Mondex, also eine Monsterübersicht, die schon früh zeigt, dass MonMon Masters auf eine größere Sammlung ausgelegt ist. Die Menge der sichtbaren Kreaturen deutet darauf hin, dass der Sammelaspekt langfristig ein wichtiger Motivator sein soll.
Für Spielerinnen und Spieler, die Monster-RPGs wegen des Sammelns mögen, ist das der entscheidende Punkt. Die Kämpfe müssen solide sein, aber das eigentliche Ziehen entsteht durch die Frage, welches Monster als Nächstes auftaucht, wie selten es ist, ob es ins Team passt und wie stark es später werden kann. MonMon Masters scheint genau diesen Mechanismus bedienen zu wollen.
Entwicklung, Level-ups und Skills treiben den Fortschritt
Das Entwicklungssystem ist früh sichtbar. Monster besitzen Werte, Typen, Rollen und Fähigkeiten. Über Level-ups steigen ihre Werte, neue Skills werden freigeschaltet und spätere Entwicklungen sind offenbar Teil des Systems. Gerade dieser Punkt ist für MonMon Masters wichtig, weil Monster-Sammler ohne spürbare Entwicklung schnell flach wirken. Wenn ein kleines Monster später zu einer deutlich stärkeren Form wird, entsteht Bindung. Man investiert Zeit in eine Kreatur und will sehen, wohin sie sich entwickelt.
Im Einstieg wird ein Monster direkt stark hochgelevelt, um eine vorher verlorene Begegnung erneut zu schaffen. Das zeigt die typische Progressionslogik: Niederlage, Verbesserung, erneuter Versuch, Sieg. Für ein Mobile-RPG ist das keine Überraschung, aber es funktioniert. Dazu kommen Belohnungen wie XP, Energie, Gems, tägliche Login-Boni und Missionsfortschritt. MonMon Masters setzt also klar auf viele kleine Fortschrittsreize.
Wichtig bleibt dabei die Balance. Wenn Level-ups, Energie und Ressourcen später zu stark bremsen, kann das Spiel schnell in den üblichen Free-to-play-Grind kippen. Der Einstieg wirkt noch freundlich, aber der Shop ist früh sichtbar, und einige Angebote sind kostenpflichtig. Das muss nicht automatisch problematisch sein, sollte aber im Hinterkopf bleiben. Gerade bei kostenlosen Monster-RPGs entscheidet sich der langfristige Eindruck oft erst nach einigen Tagen, wenn die ersten schnellen Belohnungen verbraucht sind.
Die Stadt schaltet weitere Systeme frei
Nach den ersten Kämpfen öffnet MonMon Masters eine kleine Stadt. Dort lassen sich Eier ausbrüten, weitere Bereiche sind noch gesperrt oder werden später freigeschaltet. Sichtbar sind unter anderem Funktionen wie Mine, Clubs, PvP oder weitere Menüs. Das deutet darauf hin, dass MonMon Masters nicht nur ein linearer Kampagnenmodus sein möchte. Das Spiel baut eher eine zentrale Hub-Struktur auf, von der aus Sammeln, Kämpfen, Ausbrüten, Missionen und vermutlich spätere Multiplayer- oder Club-Funktionen erreichbar sind.
Das Ausbrüten von Eiern passt sauber in dieses Konzept. Eier gehören in solchen Spielen zu den stärksten Sammelmechaniken, weil sie Zufall, Erwartung und Belohnung kombinieren. Im Einstieg kommt bereits ein neues Monster aus einem Ei, wodurch MonMon Masters schnell zeigt, dass neue Kreaturen nicht nur über Kämpfe und Fangversuche ins Team kommen. Wer gern sammelt, bekommt also mehrere Wege: Monster fangen, Eier ausbrüten, Missionen abschließen und Belohnungen mitnehmen.
Auch Missionen spielen früh eine Rolle. Es gibt Aufgaben, Fortschrittsleisten und größere Belohnungen, darunter offenbar auch ein legendäres Monster als Ziel. Das ist ein klassischer, aber sinnvoller Motivator. Statt nur von Kampf zu Kampf zu laufen, arbeitet man nebenbei an Aufgaben. Genau solche Systeme sorgen dafür, dass mobile RPGs auch dann noch funktionieren, wenn einzelne Kämpfe sehr kurz sind.
Kein Deutsch zum Start: Für manche ein echter Haken
Ein klarer Nachteil im Einstieg: MonMon Masters scheint aktuell keine deutsche Sprache anzubieten. Im Sprachmenü sind mehrere Sprachen sichtbar, Deutsch gehört aber nicht dazu. Für ein Monster-RPG ist das nicht zwingend ein K.o.-Kriterium, weil viele Systeme über Icons, Zahlen und bekannte RPG-Begriffe funktionieren. Trotzdem kann es stören, vor allem bei Missionen, Fähigkeiten, Monstertypen und späteren Erklärungen.
Gerade jüngere Spieler oder Nutzer, die solche Spiele lieber entspannt auf Deutsch spielen, könnten dadurch schneller aussteigen. Bei einfachen Kämpfen ist Englisch noch verkraftbar. Sobald aber Statuswerte, Skill-Beschreibungen, Elemente, Events und Shop-Angebote dazukommen, wird Sprache wichtiger. Für MonMon Masters wäre eine deutsche Lokalisierung deshalb ein sinnvoller Schritt, wenn das Spiel im deutschsprachigen Markt stärker wahrgenommen werden soll.
Free-to-play mit Shop: Erst einmal okay, aber beobachtenswert
MonMon Masters ist kostenlos spielbar, zeigt aber früh typische Free-to-play-Elemente. Es gibt einen Shop, kostenlose Einstiegsbelohnungen, Gems, tägliche Rewards, Eier und kostenpflichtige Angebote. Das ist in diesem Genre völlig normal. Entscheidend ist, wie stark das Spiel später Druck aufbaut. Im frühen Eindruck lässt sich noch nicht seriös sagen, ob MonMon Masters fair bleibt oder ob Fortschritt später deutlich langsamer wird.
Der Shop wirkt im Einstieg präsent, aber nicht sofort aggressiv. Einige kostenlose Belohnungen lassen sich abholen, andere Angebote sind kostenpflichtig. Für den ersten Eindruck reicht das aus. Wer solche Spiele kennt, sollte trotzdem nicht nur auf die ersten 20 Minuten schauen. Viele Free-to-play-RPGs starten großzügig und ziehen später an. Ob MonMon Masters hier fair balanciert ist, zeigt sich erst nach längerer Spielzeit, wenn Teamaufbau, Monsterentwicklung und Ressourcenverbrauch stärker ineinandergreifen.
Für wen lohnt sich MonMon Masters?
MonMon Masters richtet sich klar an Spielerinnen und Spieler, die Monster sammeln, Teams verbessern und kurze Kämpfe absolvieren möchten. Der Einstieg ist einfach, die Systeme sind vertraut und der Fortschritt setzt schnell ein. Wer ein kostenloses Monster-RPG sucht, das nicht nur aus Menüs besteht, bekommt hier einen soliden ersten Eindruck. Die kleine Erkundung, der Monsterfang, die Eier, der Mondex und die Entwicklungssysteme greifen ordentlich ineinander.
Weniger passend ist MonMon Masters für alle, die ein tiefes Rollenspiel mit großer Welt, komplexer Story oder vollständiger deutscher Lokalisierung erwarten. Die Erkundung wirkt eher linear, die Kämpfe sind früh noch simpel, und die Free-to-play-Struktur ist klar erkennbar. Das muss nicht schlecht sein, sollte aber richtig eingeordnet werden. MonMon Masters ist kein riesiges Premium-RPG, sondern ein kostenloser Monster-Sammler für mobile Sessions.
Fazit: MonMon Masters macht im Einstieg mehr richtig als falsch
MonMon Masters wirkt im ersten Eindruck wie ein solides kostenloses Monster-RPG mit bekannten, aber funktionierenden Zutaten. Die rundenbasierten Kämpfe sind leicht verständlich, das Sammeln neuer Kreaturen motiviert früh, und das Entwicklungssystem gibt dem Fortschritt eine klare Richtung. Die kleine Bewegung durch die Spielwelt macht den Einstieg lebendiger, auch wenn die Erkundung eher einfach bleibt.
Der größte Haken ist aktuell die fehlende deutsche Sprache. Dazu kommt die Frage, wie fair das Free-to-play-System nach mehreren Stunden wirklich bleibt. Im Einstieg macht MonMon Masters aber genug richtig, um Fans von Monster-RPGs neugierig zu machen. Wer gern Kreaturen sammelt, Teams verbessert und sich durch kurze Kämpfe arbeitet, kann einen Blick riskieren. Wunder sollte man nicht erwarten, aber der erste Eindruck ist deutlich stärker als bei vielen generischen Sammel-RPGs, die schon nach fünf Minuten nur noch nach Shop und Auto-Battle riechen.



