Wer aktuell nach ARES: THE IRON VANGUARD für Android sucht, landet in Deutschland erst einmal bei einer Vorregistrierung. Das wirkt etwas merkwürdig, denn gleichzeitig gibt es bereits umfangreiches Gameplay aus der fertigen mobilen Version zu sehen. Der Grund liegt im gestaffelten Start: Com2uS Holdings hat ARES am 6. August 2026 zunächst in Kanada, Brasilien, Indonesien, Malaysia, Australien und Neuseeland freigeschaltet. Andere Regionen müssen noch warten. Im deutschen Google Play Store bleibt deshalb vorerst nur die Möglichkeit, sich für das Spiel vorzuregistrieren.

Auf iPhone und iPad wird es konkreter. Im App Store wird der 3. September 2026 als erwarteter Veröffentlichungstermin von ARES: THE IRON VANGUARD genannt. Ganz in Stein gemeißelt ist damit der weltweite Termin trotzdem noch nicht: Auf der offiziellen Website spricht Com2uS weiterhin allgemein von einem Start innerhalb des dritten Quartals 2026. Der 3. September passt allerdings genau in dieses Zeitfenster.

Interessanter als die etwas komplizierte Veröffentlichung ist ohnehin, was hier eigentlich erscheint. Auf den ersten Blick sieht ARES nach einem weiteren großen Mobile-MMORPG mit futuristischen Rüstungen, riesigen Gegnern und sehr vielen Menüs aus. Nach den ersten Spielminuten wird das Bild differenzierter. Kämpfe setzen auf Kombos, Ausweichmanöver, Konter und Spezialattacken. Gleichzeitig gibt es typische Komfortfunktionen eines mobilen Online-Rollenspiels, darunter automatische Missionswege und zumindest bei normalen Gegnern auch automatisierte Kämpfe.

Das ist eine interessante Mischung. ARES versucht sichtbar, die Inszenierung eines aufwendigen Action-RPGs mit den langfristigen Systemen eines Mobile-MMORPGs zu verbinden. Charakterentwicklung, Ausrüstung, verschiedene Kampfanzüge, Missionen, offene Gebiete und andere Spieler gehören genauso dazu wie ein Kampfsystem, in dem der richtige Zeitpunkt für Ausweichmanöver oder Gegenangriffe tatsächlich eine Rolle spielt.

ARES: THE IRON VANGUARD setzt auf Science-Fiction statt Fantasy

Das Setting hebt ARES recht deutlich von vielen anderen Mobile-RPGs ab. Schwerter und Magie gibt es zwar weiterhin, sie treffen hier allerdings auf Kampfanzüge, Drohnen, riesige Maschinen und futuristische Städte. Die Geschichte führt durch verschiedene Regionen und Planeten, während die Guardians gegen die Bedrohung durch Nemesis kämpfen und dabei letztlich das Sonnensystem verteidigen sollen.

Schon der Prolog setzt stark auf diese Inszenierung. Nach der Charaktererstellung geht es zunächst durch ein ausführliches Kampftutorial mit größeren Gegnern, Spezialattacken und mehreren geskripteten Szenen. Erst danach öffnet sich das Spiel stärker. Andere Spieler tauchen auf, Missionen führen durch größere Gebiete und ein planetarer Reisebildschirm macht deutlich, dass ARES langfristig mehr als eine Abfolge kleiner Kampfarenen bieten will.

Portale dienen dabei als Schnellreisepunkte. Später gehören laut offizieller Beschreibung auch Hoverboards, der steuerbare Goliath-Mech und die Valkyrie zum Mobilitäts- und Kampfsystem. Dazu kommen kooperative Inhalte wie Raids und weitere Multiplayer-Missionen. Das grundlegende Gerüst erinnert damit deutlich an ein MMORPG, auch wenn Com2uS selbst ARES inzwischen vor allem als „Stylish Action RPG“ bezeichnet.

Vier Kampfanzüge verändern den Spielstil

Besonders wichtig sind die sogenannten Suits. ARES bindet den Kampfstil nicht dauerhaft an eine einzelne klassische Charakterklasse. Stattdessen stehen unterschiedliche Kampfanzüge mit eigenen Waffen und Fähigkeiten zur Verfügung, zwischen denen später gewechselt werden kann.

Der Engineer kämpft unter anderem mit schweren Handschuhen und Drohnenunterstützung. Der Hunter setzt auf schnelle Doppelklingen. Beim Warlord wird es erheblich schwerer: Ein gewaltiger Raketenhammer und Schild machen ihn zum offensiveren Frontkämpfer. Der Warlock verwendet wiederum kosmische Energie und Flächenangriffe. Diese vier Grundrichtungen sind bereits während der frühen Charakterphase sichtbar und unterscheiden sich sowohl bei ihren Animationen als auch beim Spielgefühl deutlich.

Das Suit-System dürfte langfristig zu den interessanteren Mechaniken von ARES gehören. Zwei unterschiedliche Kampfstile lassen sich miteinander kombinieren und während eines Kampfes wechseln. Dadurch muss ein neuer Spielstil nicht zwangsläufig einen komplett neuen Charakter bedeuten. Com2uS bewirbt genau dieses Wechseln der Suits inzwischen als eines der zentralen Merkmale des Spiels.

Bei der Charaktererstellung gibt es darüber hinaus mehrere optische Grundtypen sowie verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. Mehrere Charaktere können angelegt werden. Die Individualisierung fällt in den ersten Menüs zwar sichtbar kompakter aus als bei manchen großen PC-MMORPGs, für ein Mobile-RPG ist die Auswahl dennoch ordentlich.

Das Kampfsystem kann mehr als nur Fähigkeiten abkühlen lassen

Gerade die ersten Kämpfe sind für die Einordnung von ARES wichtig. Angriffe lassen sich zu Kombinationen verbinden, Fähigkeiten greifen ineinander und neben einer normalen Lebensanzeige spielen weitere Ressourcen für stärkere Attacken eine Rolle. Dazu kommen Sprünge, Ausweichbewegungen und spezielle Angriffe.

Besonders auffällig ist der Konter. Wird die Sekundärwaffe unmittelbar vor einem gegnerischen Treffer eingesetzt, kann ein Gegenangriff ausgelöst werden. Bei größeren Gegnern wird Timing dadurch wichtiger als bei den üblichen kleinen Missionsgegnern. Auch Spezialfähigkeiten und mächtige Abschlussattacken werden teilweise mit aufwendigeren Animationen inszeniert.

ARES fühlt sich während solcher Begegnungen wesentlich näher an einem Action-RPG an als viele Mobile-MMORPGs, bei denen der eigene Charakter hauptsächlich zwischen Fähigkeiten und Gegnern rotiert. Die Animationen wirken flüssig, Treffer haben sichtbar Gewicht und besonders die verschiedenen Suits verändern die Kampfweise.

Ganz ohne Automatik kommt das Spiel allerdings nicht aus.

ARES besitzt Auto-Quest und automatisierte Kämpfe

Nach dem aufwendig inszenierten Prolog erscheinen die vertrauteren Mobile-RPG-Systeme. Missionen können angetippt werden, anschließend bewegt sich der Charakter automatisch zum nächsten Ziel. Bei einfachen Kampfaufgaben übernimmt das Spiel auf Wunsch ebenfalls die Angriffe. Im aktuellen Gameplay werden auf diese Weise komplette Gruppen normaler Gegner beseitigt, ohne dass jeder Angriff manuell ausgelöst werden muss.

Das relativiert ein wenig den Eindruck eines durchgehend manuell gespielten Action-RPGs. Gleichzeitig verschwindet das aktive Kampfsystem dadurch nicht. Bei schwierigeren Gegnern stehen weiterhin Ausweichen, Kontern, Suit-Wechsel und der richtige Einsatz der Fähigkeiten im Mittelpunkt.

Wie stark ARES später auf automatische Abläufe setzt, dürfte deshalb stark vom jeweiligen Inhalt abhängen. Normale Quests können offenbar deutlich komfortabler abgearbeitet werden. Bosskämpfe und anspruchsvollere Inhalte sind stärker auf aktives Spielen ausgelegt. Für Spieler, die Mobile-MMORPGs wegen permanenter Vollautomatik meiden, wird genau diese Balance interessant sein.

Nach dem Prolog wird aus dem Action-RPG ein Online-Rollenspiel

Der Einstieg vermittelt zunächst fast den Eindruck eines linearen Science-Fiction-RPGs. Erst nach rund zehn Minuten werden die MMO-Strukturen deutlich sichtbar. Andere Spieler bewegen sich durch die Gebiete, NPCs verteilen Aufträge und über das Missionssystem geht es von Aufgabe zu Aufgabe.

Auch das Menü wächst schnell. Inventar, Ausrüstung, kosmetische Inhalte und Reittiere beziehungsweise Fortbewegungsmittel gehören zum Spiel. Gefundene Gegenstände verbessern die Werte des Charakters und können über eine Schnellfunktion ausgerüstet werden. Dazu kommen später kooperative Missionen und Raids mit größeren Bossgegnern.

Gerade dieser Übergang erklärt vermutlich auch, warum ARES unterschiedlich beschrieben wird. Wer nur den Prolog betrachtet, sieht ein ziemlich aufwendig produziertes mobiles Action-RPG. Wer anschließend einige normale Missionen absolviert, erkennt sehr schnell die bekannten Strukturen eines Online-Rollenspiels.

ARES: THE IRON VANGUARD ist kostenlos, In-App-Käufe sind eingeplant

ARES erscheint als Free-to-play-Spiel für Android und iOS. Im Google Play Store werden Werbung sowie In-App-Käufe angegeben, wobei ausdrücklich auch zufallsbasierte Kaufgegenstände erwähnt werden. Wie aggressiv das Monetarisierungsmodell im langfristigen Spielverlauf ausfällt, lässt sich aus den ersten Stunden des regionalen Starts noch nicht sinnvoll beurteilen.

Technisch verlangt die Android-Version mindestens Android 11 und 4 GB RAM. Das passt zum grafischen Anspruch. ARES arbeitet mit großen 3D-Umgebungen, zahlreichen Effekten und vergleichsweise detaillierten Charaktermodellen. Auf älteren oder schwächeren Smartphones dürfte das Spiel entsprechend anspruchsvoller werden.

Auch eine deutsche Sprachversion ist vorgesehen. Deutsch wird im Google Play Store zusammen mit Englisch, Japanisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und mehreren asiatischen Sprachen ausdrücklich aufgeführt. Das ist für ein so umfangreiches Rollenspiel relevant, weil ARES neben den Kämpfen viele Dialoge, Tutorials und Menüsysteme mitbringt.

Wann erscheint ARES: THE IRON VANGUARD in Deutschland?

Stand 7. August 2026 ist ARES bereits regional verfügbar. Der Early-Access-Start erfolgte am 6. August in Kanada, Brasilien, Indonesien, Malaysia, Australien und Neuseeland. In Deutschland lässt sich die Android-Version regulär noch nicht starten; im Google Play Store ist weiterhin die Vorregistrierung für ARES: THE IRON VANGUARD möglich.

Für iPhone und iPad nennt der App Store derzeit den 3. September 2026 als erwarteten Termin. Dieser Termin ist damit momentan der beste Anhaltspunkt für den breiteren Release. Die offizielle ARES-Website formuliert vorsichtiger und nennt weiterhin das dritte Quartal 2026 als Zeitraum für den offiziellen Start.

Das regionale Gameplay zeigt jedenfalls bereits ziemlich genau, was Spieler erwartet. ARES verbindet schnelle Sci-Fi-Kämpfe mit Suit-Wechseln, Kontern und Spezialfähigkeiten mit den bekannten Langzeitmechaniken eines mobilen Online-Rollenspiels. Wer im Play Store momentan nur den Button zur Vorregistrierung sieht, hat also nichts übersehen. Der eigentliche Start in Deutschland steht noch bevor.

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