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Die drei ??? Kids – Gespensterjagd im Happy Meal: Anleitung, Regeln und unser Eindruck

7 Min. Lesezeit

Mit Die drei ??? Kids – Gespensterjagd steckt aktuell ein weiteres KOSMOS-Spiel im McDonald’s Happy Meal. Nach CATAN Junior, Cascadia Junior und Monsterfalle haben wir uns auch diese kleine Ausgabe genauer angesehen und komplett durchgespielt.

Auf den ersten Blick wirkt Gespensterjagd deutlich übersichtlicher als einige der anderen Spiele der Aktion. Es gibt keinen komplizierten Aufbau wie bei Monsterfalle und auch keine Landschafts- oder Ressourcenmechanik wie bei Cascadia oder CATAN. Trotzdem steckt hier genug Regelwerk drin, dass eine kurze Erklärung vor der ersten Partie sinnvoll ist.

In diesem Artikel15 Abschnitte

Worum geht es bei Gespensterjagd?

Das Ziel ist ziemlich schnell erklärt: Das Gespenst darf die drei ??? Kids nicht erreichen. Gleichzeitig versucht ihr, Justus, Peter und Bob vollständig zu verkleiden, bevor das Gespenst auf dem Spielplan bis zu ihnen vorgedrungen ist.

Gespensterjagd ist dabei ein kooperatives Spiel. Alle Spieler arbeiten gemeinsam gegen das Gespenst und gegen den Zufall. Offiziell ist das Spiel für zwei bis vier Spieler gedacht, wobei sich der Ablauf natürlich auch allein nachvollziehen und ausprobieren lässt.

Spielaufbau: deutlich einfacher als bei Monsterfalle

Der Spielplan wird zunächst zusammengesetzt und die Gespenst-Figur auf das vorgesehene Startfeld gestellt. Im Vergleich zu Monsterfalle ist dieser Aufbau angenehm unkompliziert und sollte auch beim ersten Mal schnell erledigt sein.

Danach werden die drei Figuren von Justus, Peter und Bob vorbereitet. Wichtig ist, dass die Karten so liegen, dass die grauen Felder beziehungsweise Umrandungen sichtbar sind, denn dort werden später die gefundenen Verkleidungsplättchen abgelegt.

Anschließend werden die kleinen Plättchen gemischt und verdeckt auf dem Tisch verteilt. Die Anleitung schlägt ein ordentliches Raster wie bei Memory vor, was durchaus sinnvoll ist, weil man sich dadurch später leichter merken kann, wo bestimmte Plättchen liegen.

Weiße, rote und blaue Plättchen

Die Verkleidungsplättchen gehören jeweils zu einem der drei Jungen. Entscheidend ist dabei die Farbe des Rahmens: rote Plättchen gehören zum roten Charakter, blaue zum blauen und weiße entsprechend zum weißen.

Zusätzlich gibt es Joker-Plättchen, die für jeden der drei Jungen eingesetzt werden dürfen. Sie sind entsprechend besonders praktisch, wenn einem für eine Verkleidung noch genau ein bestimmtes Plättchen fehlt.

Außerdem befinden sich Gespenster-Plättchen unter den verdeckten Karten. Genau die sorgen dafür, dass man beim Aufdecken nicht einfach bedenkenlos immer weitermachen sollte.

So läuft ein Spielzug ab

Wer an der Reihe ist, deckt zunächst ein beliebiges Plättchen auf. Danach folgt bereits die wichtigste Entscheidung des Spiels: Aufhören oder ein weiteres Plättchen riskieren?

Wer früh aufhört, sichert die gefundenen Verkleidungsplättchen. Wer weitermacht, kann natürlich mehr Teile in einem Zug sammeln, erhöht aber gleichzeitig das Risiko, ein Gespenster-Plättchen aufzudecken. Genau daraus entsteht der kleine taktische Kern des Spiels.

Man kann das durchaus als sehr einfache Push-your-luck-Mechanik beschreiben. Gerade für ein Spiel ab sieben Jahren funktioniert das gut, weil die Entscheidung ständig lautet: „Reicht mir das oder bin ich noch ein bisschen gieriger?“

Was passiert bei einem Gespenster-Plättchen?

Wird ein Gespenster-Plättchen aufgedeckt, war das Risiko zu groß. Alle in diesem Zug bereits aufgedeckten Verkleidungsplättchen verfallen und werden nicht auf die Figuren gelegt.

Damit ist der Zug allerdings noch nicht komplett vorbei. Die Drehscheibe muss trotzdem benutzt werden und das Gespenst kann anschließend weiter in Richtung der drei Jungen ziehen.

Das ist genau der Moment, in dem Gespensterjagd etwas Spannung entwickelt. Je mehr Plättchen man aufdeckt, desto größer wird die mögliche Belohnung, aber gleichzeitig steigt die Chance, den gesamten Zug zu verlieren.

Wann kommt die Drehscheibe ins Spiel?

Die Drehscheibe wird am Ende eines Spielzugs verwendet. Man dreht also nicht zu Beginn, sondern erst nachdem man entschieden hat, mit dem Aufdecken aufzuhören oder nachdem ein Gespenster-Plättchen den Zug beendet hat.

Die angezeigte Zahl bestimmt zunächst, wie viele Felder sich das Gespenst auf dem Spielplan weiterbewegt. Eine Null bedeutet entsprechend, dass es stehen bleibt, während bei einer höheren Zahl mehrere Felder zurückgelegt werden.

Die drei Jungen selbst bewegen sich übrigens nicht über den Spielplan. Sie bleiben an ihrem Platz und müssen rechtzeitig vollständig verkleidet werden.

Warum sollte man die drei ??? Kids verkleiden?

Das Verkleiden ist nicht nur das eigentliche Spielziel, sondern hilft euch auch dabei, das Gespenst langsamer zu machen. Sobald einer der drei Jungen vollständig verkleidet ist, reduziert sich die Bewegung des Gespensts.

Ist beispielsweise ein Junge komplett verkleidet und die Drehscheibe zeigt eine Eins, zieht das Gespenst gar nicht weiter. Sind bereits zwei Jungen fertig, können entsprechend zwei Bewegungspunkte abgezogen werden.

Dadurch wird das Spiel im Verlauf etwas freundlicher zu euch. Wer früh eine Verkleidung komplettieren kann, verschafft dem gesamten Team mehr Zeit für die übrigen Figuren.

Wann ist eine Figur vollständig verkleidet?

Jeder der drei Jungen benötigt neun passende Verkleidungsplättchen. Insgesamt müssen also 27 farblich passende Plättchen gesammelt werden, wobei Joker fehlende Farben ersetzen können.

Sobald eine Figur vollständig bestückt ist, kann sie umgedreht beziehungsweise als fertig verkleidet markiert werden. Dadurch behält man leichter den Überblick und sieht sofort, wie weit das Team bereits gekommen ist.

Was passiert mit bereits gespielten Plättchen?

Im Laufe der Partie wandern immer mehr Plättchen aus der ursprünglichen Auslage in den oberen beziehungsweise abgelegten Bereich. Sind unten keine verdeckten Plättchen mehr vorhanden, wird dort weitergespielt, wo sich die übrigen Karten befinden.

Das hat einen angenehmen Memory-Effekt. Wer sich merkt, wo ein Gespenster-Plättchen liegt, kann dieses Feld später gezielt vermeiden und dadurch mit zunehmender Spieldauer sicherer spielen.

Gerade dadurch wird das Spiel gegen Ende etwas kontrollierbarer. Am Anfang ist vieles noch Zufall, später hilft tatsächlich das Gedächtnis.

Wann gewinnt man Gespensterjagd?

Ihr gewinnt gemeinsam, sobald alle drei ??? Kids vollständig verkleidet sind, bevor das Gespenst das letzte Feld erreicht. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Gespenst nur noch ein oder mehrere Felder von euch entfernt ist.

Erreicht das Gespenst dagegen zuerst die drei Jungen, verliert das gesamte Team. Es gibt also keinen einzelnen Gewinner und entsprechend auch keinen Spieler, der am Ende allein als Verlierer dasteht.

Die Regeln in Kurzform

Wer bereits vor dem aufgebauten Spiel sitzt, kann den Ablauf auf wenige Punkte reduzieren:

  1. Spielplan zusammensetzen und Gespenst auf das Startfeld stellen.
  2. Justus, Peter und Bob mit den freien Verkleidungsfeldern auslegen.
  3. Verdeckte Plättchen auf dem Tisch verteilen.
  4. Im eigenen Zug beliebig viele Plättchen nacheinander aufdecken.
  5. Rechtzeitig aufhören und gefundene Verkleidungen sichern.
  6. Bei einem Gespenster-Plättchen gehen die in diesem Zug gefundenen Teile verloren.
  7. Danach Drehscheibe benutzen und das Gespenst entsprechend bewegen.
  8. Fertige Verkleidungen reduzieren die Bewegung des Gespensts.
  9. Alle drei vollständig verkleidet: Team gewinnt. Gespenst erreicht euch vorher: Team verliert.

Nach ein oder zwei Runden läuft das Spiel ziemlich flüssig. Die gedruckte Anleitung wirkt auch hier umfangreicher, als der eigentliche Spielablauf am Ende ist.

Unser Eindruck: deutlich besser als Monsterfalle

Nach Monsterfalle war Gespensterjagd für uns wieder interessanter. Monsterfalle setzt hauptsächlich auf Schnelligkeit und Fingerfertigkeit, während Gespensterjagd zumindest kleine Entscheidungen, Risiko und einen Memory-Aspekt miteinander verbindet.

Das Spiel erinnert dabei ein wenig an Klassiker wie Obstgarten: Man arbeitet gemeinsam gegen eine Figur, die sich Schritt für Schritt dem Ziel nähert. Das Aufdecken und die Entscheidung, ob man noch ein weiteres Plättchen riskiert, erinnert wiederum an einfache Sammel- und Memory-Spiele.

Dadurch entsteht zwar kein besonders komplexes Strategiespiel, aber deutlich mehr Spannung, als man zunächst vermuten könnte. Gerade für die angegebene Altersgruppe ab sieben Jahren passt das Konzept ziemlich gut.

Wie viel Die drei ??? steckt wirklich im Spiel?

Thematisch muss man allerdings fair bleiben: Mit klassischen Drei-???-Fällen, Ermittlungen oder Detektivarbeit hat Gespensterjagd nur begrenzt etwas zu tun. Justus, Peter und Bob liefern vor allem Figuren und Thema für ein ansonsten recht universelles kooperatives Spiel.

Das ist nicht automatisch negativ, sollte aber niemanden überraschen, der ein kleines Detektivspiel erwartet. Man sammelt keine Hinweise und löst keinen Fall, sondern versucht in erster Linie, die drei Figuren rechtzeitig zu verkleiden.

Wo ordnet sich Gespensterjagd unter den Happy-Meal-Spielen ein?

Von den bisher von uns gespielten KOSMOS-Ausgaben bleibt Cascadia Junior unser Favorit. Es bietet mehr Entscheidungen und wahrscheinlich auch den größeren Wiederspielwert, während Gespensterjagd einfacher und stärker auf jüngere Spieler zugeschnitten ist.

Gespensterjagd würden wir trotzdem klar vor Monsterfalle einordnen. Die Mischung aus gemeinsamem Spiel, Risiko beim Aufdecken und dem zunehmenden Memory-Effekt sorgt dafür, dass sich zumindest jede Partie etwas anders entwickelt.

Fazit

Die drei ??? Kids – Gespensterjagd ist ein unkompliziertes, kooperatives Happy-Meal-Spiel mit einem überraschend netten Risiko-Mechanismus. Man muss ständig entscheiden, ob man seine bereits gefundenen Verkleidungsteile sichert oder noch ein weiteres Plättchen riskiert.

Die Regeln sind nach der ersten Runde schnell verstanden, trotzdem ist das Spiel nicht völlig banal. Durch Joker, Memory-Effekt und das langsamer werdende Gespenst entwickelt sich eine kleine Spannungskurve, die gerade mit mehreren Kindern gut funktionieren dürfte.

Wer vor allem wegen der Drei ??? zugreift, sollte allerdings kein echtes Detektivabenteuer erwarten. Wer dagegen ein schnelles kooperatives Spiel für Kinder sucht, bekommt mit Gespensterjagd eine der sympathischeren kleinen KOSMOS-Ausgaben aus der aktuellen Happy-Meal-Reihe.

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