Meowdoku gewinnen: 5 Tricks, mit denen du schwierige Level systematisch löst

7 Min. Lesezeit

Bei Meowdoku entsteht irgendwann ein interessantes Problem: Du kennst die Regeln, setzt deine Kreuze ordentlich und findest trotzdem keinen nächsten sicheren Zug. Gerade größere oder als schwierig eingestufte Level können dann so aussehen, als müsse man irgendwann einfach eine Katze ausprobieren und hoffen, dass noch genügend Goldfische übrig bleiben.

Meistens lohnt sich vorher ein genauerer Blick. Meowdoku liefert nämlich deutlich mehr Informationen, als auf den einzelnen Feldern unmittelbar sichtbar ist. Eine Farbe muss vielleicht nicht auf ein bestimmtes Feld festgelegt sein, kann aber bereits auf eine einzige Reihe begrenzt werden. Zwei mögliche Katzenpositionen können gemeinsam ein drittes Feld ausschließen. Und manchmal fehlt tatsächlich nur ein einziges X, damit eine ganze Kette weiterer Lösungen sichtbar wird.

Mit genau diesen fortgeschrittenen Mustern haben wir uns bereits in unserem Beitrag zu Meowdoku-Lösungen für schwierige Level beschäftigt. Falls du dagegen noch bei den Grundregeln, Markierungen oder dem generellen Vorgehen unsicher bist, findest du diese ausführlicher in unserem ersten Ratgeber mit Meowdoku-Tipps und Cheats für weniger Frust.

Hier geht es einen Schritt weiter. Die folgenden fünf Methoden lassen sich als feste Routine verwenden. Besonders wichtig ist dabei Tipp 3, denn genau dort liegt erstaunlich oft der Grund dafür, dass ein eigentlich lösbares Board plötzlich festgefahren wirkt.

In diesem Artikel7 Abschnitte

Tipp 1: Suche zuerst nach Farben, die nur noch in einer Reihe oder Spalte Platz haben

Eine der stärksten Informationen in Meowdoku ist keine konkrete Katzenposition. Es reicht häufig schon zu wissen, wo eine Katze grundsätzlich liegen muss.

Angenommen, von einer gelben Farbfläche sind nach einigen Ausschlüssen nur noch zwei mögliche Felder übrig. Beide befinden sich in derselben Reihe. Du weißt noch nicht, auf welchem der beiden Felder die gelbe Katze tatsächlich sitzt. Sicher ist aber bereits, dass diese Reihe von Gelb beansprucht wird.

Damit kannst du andere mögliche Katzenpositionen in dieser Reihe überprüfen und gegebenenfalls ausschließen. Vertikal funktioniert dasselbe Prinzip mit Spalten.

Gerade auf schwierigen Boards ist diese Art von Schlussfolgerung entscheidend, weil du damit Informationen nutzt, obwohl noch keine Katze eindeutig platziert werden kann. Wer nur nach einzelnen sicheren Katzen sucht, übersieht diese Konstellationen leicht.

Es lohnt sich deshalb, nach jedem größeren Zug die Farben noch einmal einzeln durchzugehen: Welche möglichen Felder sind überhaupt noch übrig, und liegen diese vielleicht inzwischen alle in derselben Reihe oder Spalte?

Tipp 2: Prüfe Felder, die alle möglichen Positionen einer Katze berühren

Die Regel, dass sich zwei Katzen nicht berühren dürfen, ist mächtiger, als sie zunächst wirkt. Sie gilt auch dann, wenn du die genaue Position einer Katze noch gar nicht kennst.

Nehmen wir an, eine hellblaue Katze kann nur noch auf zwei Feldern stehen. Ein anderes Feld liegt so ungünstig, dass es an beide dieser möglichen Positionen angrenzen würde. Dann kann dort keine andere Katze stehen.

Welche der beiden hellblauen Positionen am Ende richtig ist, musst du dafür überhaupt nicht wissen. Das betreffende Feld wäre in beiden Varianten blockiert.

Dieses Muster funktioniert auch mit drei möglichen Positionen. Berührt ein Feld jede davon, ist es ebenfalls sicher ausgeschlossen.

Genau solche Ausschlüsse sind auf schwierigeren Meowdoku-Leveln wertvoll. Sie wirken zunächst unscheinbar, können aber eine Farbe von drei auf zwei mögliche Felder reduzieren. Daraus entsteht womöglich eine Festlegung auf eine Reihe, anschließend fällt ein weiteres Feld weg und einige Züge später ist die nächste Katze eindeutig.

Meowdoku wird an dieser Stelle eher zu einem Spiel mit möglichen Zuständen als zu einem einfachen Suchspiel nach der nächsten Katze.

Tipp 3: Kontrolliere konsequent jedes fehlende X

Dieser Tipp klingt wesentlich banaler als die beiden vorherigen. In der Praxis gehört er zu den wichtigsten überhaupt.

Nachdem du eine Katze gesetzt hast, solltest du konsequent prüfen, welche Felder dadurch ausgeschlossen sind. Die komplette Reihe und Spalte sind betroffen, ebenso angrenzende Felder durch die Nachbarschaftsregel und gegebenenfalls weitere Felder derselben Farbregion.

Ein vergessenes X verändert zwar nicht die eigentliche Lösung. Es verändert aber das Bild, das du von der Lösung hast.

Hat eine Farbe tatsächlich nur noch zwei mögliche Positionen, auf deinem Board erscheinen wegen eines fehlenden Kreuzes jedoch drei, erkennst du möglicherweise eine wichtige Konstellation nicht. Eine eigentlich eindeutige Reihe sieht weiterhin offen aus. Ein Kandidat, der alle möglichen Positionen berührt, scheint plötzlich nicht mehr alle zu berühren.

Genau deshalb lohnt sich bei einem vermeintlich festgefahrenen Level zunächst eine Kontrollrunde, bevor du irgendeine Katze auf Verdacht setzt.

Gehe die bereits gesetzten Katzen durch. Prüfe ihre Reihen, Spalten und direkten Nachbarfelder. Schaue anschließend auf Farben mit wenigen verbliebenen Möglichkeiten.

Das kostet vielleicht zehn oder zwanzig Sekunden. Ein verlorener Goldfisch aufgrund eines unnötigen Fehlversuchs ist meist ärgerlicher.

Tipp 4: Nutze Farbwände und gebundene Bereiche

Noch etwas abstrakter wird Meowdoku, wenn mehrere mögliche Positionen gemeinsam einen Bereich blockieren.

Angenommen, alle verbliebenen Felder einer Farbe befinden sich in einem eng begrenzten Teil einer Spalte. Oder mehrere Farbflächen beanspruchen zusammen bestimmte Reihen so vollständig, dass für andere Farben dort kein sinnvoller Platz mehr bleibt.

Dann kannst du mit dieser Struktur arbeiten, obwohl weiterhin keine einzelne Katzenposition feststeht.

Man kann sich solche Konstellationen als eine Art Farbwand vorstellen. Die Katze muss irgendwo innerhalb dieser Struktur landen. Dadurch verlieren Kandidaten außerhalb oder innerhalb kollidierender Reihen und Spalten ihre Berechtigung.

Besonders interessant werden Kombinationen aus mehreren Farben. Sind beispielsweise zwei Katzen zusammen auf genau zwei Reihen begrenzt, werden diese beiden Reihen zwangsläufig von ihnen belegt. Welches Tier am Ende oben und welches unten sitzt, kann zunächst offenbleiben.

Für andere Farben ist die Information trotzdem bereits nutzbar.

Das Prinzip ähnelt Techniken aus Sudoku: Nicht jede Schlussfolgerung muss sofort ein Feld lösen. Manche Schlussfolgerungen reduzieren lediglich den möglichen Raum. Diese Reduktion reicht häufig aus, um an einer ganz anderen Stelle des Boards weiterzukommen.

Tipp 5: Wenn wirklich nur noch Raten bleibt, wähle den Versuch bewusst

Hier ist eine wichtige Einschränkung nötig: Ein Tipp auf Verdacht ist keine sichere Meowdoku-Strategie.

Wenn zwei mögliche Felder übrig bleiben und du einfach eines auswählst, kann es falsch sein. Dass um ein Feld bereits besonders viele X-Markierungen liegen, macht dieses Feld ebenfalls nicht automatisch zur richtigen Lösung.

Trotzdem kann es Situationen geben, in denen du nach mehreren Kontrollen keine weitere logische Ableitung findest und einen Versuch riskieren möchtest. Dann solltest du wenigstens nicht irgendeine völlig offene Stelle auswählen.

Interessanter sind stark eingeschränkte Farben mit nur zwei oder drei Kandidaten. Ein falscher Versuch liefert dort zumindest schnell neue Informationen und begrenzt den Schaden. Im Idealfall startest du damit anschließend eine neue Kette sicherer Lösungen.

Bevor du das machst, solltest du jedoch Tipp 3 noch einmal anwenden. Gerade vermeintliche Ratesituationen entstehen erstaunlich häufig durch ein vergessenes X oder einen übersehenen Ausschluss.

Wer möglichst wenige Goldfische verlieren möchte, behandelt das Raten deshalb als letzte Eskalationsstufe und nicht als normale Spielmechanik.

Der eigentliche Trick ist die Reihenfolge

Die fünf Techniken funktionieren am besten als wiederkehrender Ablauf.

Zuerst trägst du alle offensichtlichen Katzen und sicheren X-Markierungen ein. Danach suchst du Farben, deren mögliche Felder nur noch in einer Reihe oder Spalte liegen. Anschließend prüfst du Felder, die sämtliche verbliebenen Positionen einer Farbe berühren, und suchst nach gebundenen Farbgruppen oder Farbwänden.

Wenn danach nichts mehr geht, kontrollierst du deine Markierungen vollständig.

Erst danach stellt sich überhaupt die Frage, ob ein Versuch sinnvoll sein könnte.

Der Vorteil dieser Reihenfolge liegt in den Kettenreaktionen. Ein zusätzlicher Ausschluss kann dafür sorgen, dass für eine Farbe plötzlich nur noch eine Position übrig ist. Diese Katze blockiert wiederum ihre Reihe, ihre Spalte und angrenzende Felder. Dadurch wird die nächste Farbe eindeutig, danach die nächste.

Gerade schwierige Meowdoku-Level werden deshalb häufig nicht Stück für Stück gleichmäßig gelöst. Lange passiert scheinbar wenig, dann reicht ein einziger Ausschluss und innerhalb weniger Züge fällt ein großer Teil des Boards zusammen.

Meowdoku wird einfacher, wenn du weniger nach Katzen suchst

Das klingt zunächst widersprüchlich, beschreibt aber ziemlich gut den Unterschied zwischen einfachem und fortgeschrittenem Spielen. Du solltest nicht permanent fragen, wo die nächste Katze steht.

Frage häufiger, wo sie nicht stehen kann.

Ein X ist in Meowdoku keine nebensächliche Markierung. Es ist gespeicherte Information. Je vollständiger du diese Informationen auf dem Spielfeld abbildest, desto leichter erkennst du Reihen, Spalten und Farbregionen, deren Möglichkeiten sich bereits stark eingeschränkt haben.

Genau deshalb können schwierige Level irgendwann sogar interessanter werden als die einfachen. Eine einzelne Katze ist dort selten die eigentliche Lösung eines Problems. Entscheidend ist die Kette von Ausschlüssen, die schließlich dazu führt, dass nur noch ein einziges Feld möglich bleibt.

Wenn du dabei grundsätzlich noch weniger raten möchtest, findest du in unserem weiterführenden Guide weitere Beispiele für schwierige Meowdoku-Level und logische Ausschlussverfahren. Für Einsteiger lohnt sich dagegen zuerst unser Überblick zu den wichtigsten Meowdoku-Tipps und Cheats.

Denn je besser du die Ausschlüsse liest, desto seltener musst du überhaupt ausprobieren.

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