Neue Spiele mit offenen Welten gibt es auf dem Smartphone längst genug. Ebenso Spiele, in denen wir Kreaturen sammeln, sie trainieren und in Kämpfe schicken. Interessant wird es deshalb erst, wenn ein Titel versucht, aus diesen bekannten Bausteinen ein eigenes Spielsystem zu machen. Genau an dieser Stelle wird Aniimo spannend. Das neue Open-World-RPG verbindet das Sammeln fantastischer Kreaturen mit Erkundung, Echtzeitkämpfen und einer Mechanik, bei der der eigene Charakter selbst Fähigkeiten der gefangenen Wesen übernehmen kann.
Ganz neu ist Aniimo inzwischen allerdings nur noch für Mobile-Spieler. Die Versionen für Windows-PC, Steam, Epic Games Store, PlayStation 5 und Xbox sind bereits seit dem 16. September 2026 verfügbar. Wer auf Android oder iPhone spielen möchte, muss sich noch ein paar Tage gedulden. Der offizielle Start der Mobile-Version ist für den 23. September 2026 angekündigt. Bis dahin kann Aniimo vorregistriert beziehungsweise im jeweiligen Store vorgemerkt werden. Im deutschen App Store wird derzeit ebenfalls der 23. September als voraussichtliches Veröffentlichungsdatum genannt.
Damit ergibt sich eine etwas ungewöhnliche Situation: Während auf PC und Konsole bereits gespielt, gesammelt und experimentiert wird, befinden sich Android- und iOS-Spieler noch in der Vorbereitungsphase. Das ist durchaus interessant, denn dadurch lässt sich bereits recht gut einschätzen, was uns auf dem Smartphone erwartet. Aniimo ist kein kleines Mobile-Spin-off, das parallel zu einem größeren PC-Spiel erscheint. Die mobilen Versionen gehören zum gleichen Spiel, und PC sowie Mobile sollen denselben Spielstand verwenden. Wer bereits am Rechner angefangen hat, soll sich später auf dem Smartphone mit demselben Konto anmelden und dort weiterspielen können.
Der eigentliche Reiz liegt aber ohnehin im Spielprinzip. Aniimo bewegt sich sichtbar im großen Feld der Creature-Collector. Wer Pokémon kennt, versteht die Grundidee innerhalb weniger Sekunden. In der offenen Welt von Idyll laufen zahlreiche Wesen herum, die entdeckt, gefangen und anschließend in das eigene Team aufgenommen werden können. Manche sind klein und auffällig niedlich gestaltet, andere wirken erheblich größer und kampforientierter. Dazu kommen verschiedene Elemente, Rollen, Entwicklungsmechaniken und seltenere Formen.
Dass dieses Konzept funktioniert, hängt allerdings weniger davon ab, wie viele Kreaturen es gibt. Entscheidend ist, was man anschließend mit ihnen machen kann. Hier versucht Aniimo deutlich mehr als nur das bekannte Schema aus Entdecken, Schwächen und Fangen.
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Aniimo verbindet Creature Collecting mit einer großen offenen Welt
Aniimo bezeichnet sich selbst als Open-World-Rollenspiel beziehungsweise Open-World Creature Collector. Die Spielwelt heißt Idyll, und der Spieler übernimmt die Rolle eines sogenannten Pathfinders. Von dort aus beginnt die Erkundung einer großen 3D-Welt, in der die Aniimo leben.
Schon beim Einstieg fällt auf, dass die Kreaturen nicht ausschließlich für Kämpfe gedacht sind. Ihre individuellen Fähigkeiten können direkt in der Umgebung eingesetzt werden. Ein Aniimo kann beispielsweise Hindernisse beseitigen, ein anderes unterstützt die Fortbewegung. Dadurch wird das Sammeln unmittelbar mit der Erkundung verbunden.
Das klingt zunächst nach einem Detail, ist für das Spielprinzip aber wichtig. Neue Kreaturen bedeuten potenziell neue Möglichkeiten, bestimmte Bereiche der Welt zu erreichen oder Hindernisse zu überwinden. Sammeln und Erkunden laufen damit nicht unabhängig voneinander.
Im derzeit verfügbaren Spielmaterial lässt sich außerdem ein Team aus mehreren Aniimo zusammenstellen. Dabei besitzen die Kreaturen unterschiedliche Rollen. Neben offensiven Figuren gibt es beispielsweise Supporter und andere Spezialisierungen. Werte wie Angriff, Verteidigung und Lebenspunkte können mit Ressourcen verbessert werden.
Twine dürfte eine der wichtigsten Mechaniken von Aniimo werden
Besonders interessant ist das sogenannte Twine-System. Dabei setzt der Spieler ein Aniimo nicht lediglich als Begleiter ein, sondern verbindet sich direkt mit ihm und übernimmt dessen Fähigkeiten.
Das verändert sowohl die Kämpfe als auch die Erkundung. Bestimmte Aniimo können beispielsweise klettern oder andere besondere Bewegungsmöglichkeiten nutzen. Der Spieler wechselt damit je nach Situation zwischen seinem menschlichen Charakter und den Fähigkeiten seiner Kreaturen.
Genau hier beginnt Aniimo, sich stärker von vielen anderen Creature-Collector-Spielen abzusetzen. Ein neu gefangenes Wesen erweitert dadurch nicht nur die Sammlung oder das Kampfteam. Es kann gleichzeitig neue Wege durch die Welt eröffnen.
Das sorgt zumindest theoretisch für eine interessante Sammelmotivation. Ein Aniimo ist dann nicht nur wegen besserer Werte interessant, sondern möglicherweise auch deshalb, weil es eine Fähigkeit besitzt, die bei der Erkundung gebraucht wird.
Das Fangen ist mehr als nur ein Knopfdruck
Natürlich gehört das Einfangen der Kreaturen trotzdem zum zentralen Spielablauf. Dafür verwendet Aniimo sogenannte Aniipods. Die Fangwahrscheinlichkeit hängt offenbar von mehreren Faktoren ab.
Schon früh zeigt sich beispielsweise, dass die Position gegenüber einer Kreatur relevant sein kann. Ein Fangversuch von hinten kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Im Kampf spielen weitere Faktoren eine Rolle, darunter der Zustand des Gegners und die verwendeten Gegenstände.
Damit versucht Aniimo, das eigentliche Fangen stärker als kleine Spielsituation zu gestalten. Der Spieler kann eine Kreatur beobachten, sich annähern und versuchen, eine möglichst gute Ausgangslage zu schaffen. Das ist deutlich interessanter als ein reines Zufallssystem, bei dem lediglich immer wieder derselbe Gegenstand verwendet wird.
Dass die Entwickler diesem System Bedeutung beimessen, zeigt auch die offizielle Dokumentation. Dort werden Fangmechaniken und Multiplikatoren vergleichsweise detailliert beschrieben.
Elemente und Teamrollen sorgen für mehr Tiefe im Kampf
Nach dem Fang beginnt die Zusammenstellung des eigenen Teams. Aniimo besitzen verschiedene Elemente, Fähigkeiten und Rollen. Manche Kreaturen sind für direkten Schaden ausgelegt, andere unterstützen oder heilen.
Gerade dadurch dürfte später die Teamzusammenstellung wichtiger werden. Ein Team ausschließlich aus besonders starken Angreifern muss nicht automatisch die beste Lösung sein. Unterstützung, Heilung und unterschiedliche Elemente können ebenso relevant werden.
Die Kreaturen lassen sich außerdem verbessern. Ressourcen erhöhen grundlegende Werte und damit ihre Effektivität im Kampf. Schon in der frühen Spielphase wird deutlich, dass Aniimo langfristig auf den Aufbau und die Optimierung einer eigenen Sammlung setzt.
Das ist ein bekanntes RPG-Prinzip, passt hier aber gut zum Sammelsystem. Wer ein besonders interessantes Aniimo findet, kann es offensichtlich über längere Zeit weiterentwickeln und in sein Team integrieren.
Prismana macht seltene Varianten wichtiger
Eine weitere Besonderheit sind sogenannte Prismana-Formen. Dabei handelt es sich um besondere Varianten von Aniimo, die durch das Prismana-System entstehen können.
Diese Formen sollen sich von gewöhnlichen Kreaturen unterscheiden und spielen auch bei der aktuellen Vorregistrierung eine Rolle. Auf der offiziellen Website werden unter anderem seltene Prismana-Aniimo sowie verschiedene Belohnungen für die Vorregistrierung beworben. Die globale Vorregistrierung läuft derzeit weiterhin.
Damit baut Aniimo bereits vor dem Mobile-Start eine typische Sammelspirale auf. Eine Kreatur lediglich einmal zu fangen dürfte auf Dauer kaum ausreichen. Interessant werden bessere Varianten, unterschiedliche Eigenschaften und seltene Formen.
Wie stark dieses System später auf Zufall, Grinding oder In-App-Käufe setzt, wird man allerdings erst nach längerer Spielzeit zuverlässig beurteilen können.
Aniimo bietet mehr als Kämpfen und Sammeln
Die offene Welt scheint bewusst darauf ausgelegt zu sein, dass Spieler nicht ausschließlich von Kampf zu Kampf laufen. Neben der Hauptgeschichte gibt es Erkundung, Forschung und verschiedene Aktivitäten innerhalb der Spielwelt.
Auch ein eigener Heimatbereich gehört zum Konzept. Dort sollen Spieler bauen, gestalten und mit ihren Aniimo interagieren können. Dazu kommen weitere Systeme wie Schatzsuche und Umgebungsrätsel.
Das macht Aniimo auf den ersten Blick sehr umfangreich. Genau darin liegt allerdings auch ein Risiko. Große Free-to-Play-RPGs neigen dazu, in den ersten Stunden immer neue Menüs, Ressourcen und Fortschrittssysteme einzuführen. Ob Aniimo diese Mechaniken übersichtlich miteinander verbindet oder irgendwann im typischen Ressourcen-Dschungel endet, wird einer der interessanteren Punkte für einen späteren Test.
Auch gemeinsames Spielen und PvP sind vorgesehen
Aniimo ist als Online-Spiel konzipiert. Neben der Solo-Erkundung gibt es Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen Spielern unterwegs zu sein.
Auch PvP gehört zum Spiel. Damit versucht Aniimo, mehrere Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen: Spieler, die hauptsächlich Kreaturen sammeln und erkunden möchten, ebenso wie diejenigen, die sich stärker für Kämpfe und optimierte Teams interessieren.
Auf dem Smartphone könnte gerade dieser Mix interessant werden. Kurze Sammel- und Erkundungsrunden passen grundsätzlich gut zu einem mobilen Spiel. Gleichzeitig ist Aniimo technisch deutlich aufwendiger als viele klassische Mobile-Games.
Ist Aniimo ein neues Pokémon für Android und iOS?
Der Vergleich liegt offensichtlich nahe. Eine offene Welt voller Fantasiewesen, das Fangen von Kreaturen und der Aufbau eines eigenen Teams erinnern zwangsläufig an Pokémon.
Aniimo übernimmt allerdings weitere Mechaniken, die das Spiel deutlich stärker in Richtung modernes Action-RPG schieben. Die Echtzeitkämpfe, Twine-Verwandlungen, offene 3D-Welt und zusätzlichen Online-Systeme verändern das Spielgefühl erheblich.
Das dürfte auch der sinnvollere Maßstab sein. Aniimo muss nicht beweisen, dass es das bessere Pokémon ist. Entscheidend wird sein, ob die Kombination aus Creature Collecting, Open World und Action-RPG über viele Stunden funktioniert.
Gerade die Twine-Mechanik hat dafür Potenzial. Wenn neue Aniimo tatsächlich spürbar neue Möglichkeiten beim Erkunden und Kämpfen eröffnen, entsteht ein guter Grund, die Welt weiter abzusuchen.
Aniimo auf Android und iOS: Was aktuell möglich ist
Wer Aniimo aktuell im Google Play Store oder im App Store sucht, sollte also nicht erwarten, bereits direkt losspielen zu können. Die Mobile-Version ist am 18. September noch nicht veröffentlicht.
Auf iPhone und iPad lässt sich Aniimo bereits im App Store vormerken beziehungsweise vorbestellen. Apple nennt aktuell den 23. September 2026 als voraussichtliches Veröffentlichungsdatum.
Für Android ist Aniimo ebenfalls bereits bei Google Play gelistet. Dort kann das Spiel derzeit vorgemerkt werden. Die offizielle Aniimo-Website bietet zusätzlich weiterhin eine globale Vorregistrierung an.
Der eigentliche Download und Spielstart der nativen Android- und iOS-Version ist nach aktuellem Stand erst ab dem 23. September vorgesehen. Der Entwickler bestätigt ausdrücklich, dass Aniimo dann auf beiden Mobile-Plattformen heruntergeladen und gespielt werden kann.
Der Mobile-Release am 23. September wird der eigentliche Techniktest
Spannend wird deshalb vor allem der kommende Dienstag. Aniimo ist eine umfangreiche 3D-Open-World mit vielen Kreaturen, Effekten und Echtzeitkämpfen. Auf dem PC lässt sich dafür entsprechend leistungsfähige Hardware einsetzen. Auf Android und iOS muss dasselbe Konzept auf einer sehr viel größeren Bandbreite verschiedener Geräte funktionieren.
Damit rücken beim Mobile-Release ganz praktische Fragen in den Vordergrund. Wie stark erwärmt sich ein Smartphone? Wie hoch ist der Akkuverbrauch? Welche Grafikoptionen gibt es? Wie gut funktioniert die Touch-Steuerung? Und vor allem: Wie weit reichen die Hardwareanforderungen nach unten?
Gerade diese Punkte entscheiden darüber, ob Aniimo auf dem Smartphone nur technisch beeindruckend aussieht oder tatsächlich ein Spiel ist, das man dort regelmäßig spielen möchte.
Bis dahin bleibt die Ausgangslage klar: Aniimo ist bereits auf PC und Konsolen gestartet, Android und iOS folgen am 23. September 2026. Wer mobil einsteigen möchte, kann das Spiel derzeit vorregistrieren oder im Store vormerken.
Und genau ab dem Mobile-Start wird es für uns noch einmal interessanter. Dann lässt sich überprüfen, wie gut Aniimo tatsächlich auf Android und iPhone funktioniert, wie fair das Free-to-Play-System ausfällt und ob die Mischung aus offener Welt, Kreaturensammlung und Twine auch nach den ersten Stunden trägt.



