Aniimo Moto Home erklärt: So funktionieren Farm, Basis und deine arbeitenden Aniimo

8 Min. Lesezeit

Aniimo sieht zunächst nach einem klassischen Creature-Collector mit großer Open World aus. Du erkundest Idyll, fängst neue Kreaturen, stellst ein Team zusammen und nutzt ihre Fähigkeiten im Kampf und bei der Fortbewegung. Schon das ist umfangreich genug. Hinter der bunten Oberfläche steckt allerdings noch ein zweites Spielsystem, das nach einigen Stunden zunehmend wichtiger wird: das Moto Home.

Dabei handelt es sich um deine eigene Basis in Aniimo. Dort baust du Produktionsanlagen, legst Felder an, verarbeitest Rohstoffe und setzt gefangene Aniimo als Arbeitskräfte ein. Sie pflanzen Samen, sammeln Ressourcen, transportieren Waren und produzieren selbst dann weiter, wenn du gerade nicht aktiv spielst.

Das erinnert stellenweise an Aufbau- und Farming-Spiele und passt erstaunlich gut zum restlichen Konzept. Die Kreaturen landen nach dem Fang dadurch nicht einfach in einer Sammlung. Ein Aniimo kann im Kampf interessant sein, ein anderes besitzt möglicherweise genau die Fähigkeiten, die du für deine Produktion benötigst.

Falls du Aniimo bisher überhaupt noch nicht kennst: In unserem ersten Überblick erklären wir das Open-World-RPG, das Fangsystem und den anstehenden Mobile-Start ausführlicher. Aniimo für Android und iOS: Vorregistrierung läuft – Release am 23. September. Auf Android und iOS erscheint Aniimo am 23. September 2026.

Das Moto Home zeigt dabei schon jetzt ziemlich gut, wie groß Aniimo gedacht ist. Hinter der Creature-Collector-Fassade steckt ein Wirtschaftskreislauf, bei dem deine gesammelten Kreaturen produzieren, deine Basis wächst und neue Gebäude wiederum Vorteile für die weitere Erkundung freischalten.

In diesem Artikel11 Abschnitte

Das Moto Home ist deine eigene Basis in Aniimo

Das Moto Home wird im Verlauf des Spiels freigeschaltet und dient anschließend als persönlicher Heimatbereich. Der Name ist durchaus wörtlich gemeint: Ausgangspunkt ist eine mobile Basis, die über ein eigenes Level-, Shop- und Anpassungssystem verfügt.

Du kannst das Moto Home optisch verändern und mit fortschreitendem Level weitere Funktionen freischalten. Dazu gehören neue Gebäude, Produktionsmöglichkeiten und Verbesserungen, die teilweise direkte Vorteile für das übrige Spiel bringen. Ein höheres Moto-Home-Level kann beispielsweise zusätzliche Strukturen oder Boni für deine Erkundung freischalten.

Damit läuft der Ausbau der Basis parallel zur normalen Charakter- und Aniimo-Progression. Wer regelmäßig produziert und sein Moto Home verbessert, erschließt nach und nach weitere Bereiche des Systems.

Das Ganze wirkt zunächst fast wie ein kleines Nebenspiel. Mit zunehmendem Fortschritt werden allerdings immer mehr Systeme miteinander verbunden.

Deine gefangenen Aniimo arbeiten in der Basis

Besonders interessant ist die Rolle der Kreaturen. Gefangene Aniimo kannst du im Moto Home einsetzen und dort verschiedene Arbeiten erledigen lassen.

Ein Aniimo kann beispielsweise Samen pflanzen und die fertigen Ressourcen ernten. Andere Kreaturen eignen sich besser für Bergbau oder den Transport produzierter Waren. Welche Aufgabe ein Aniimo besonders gut erledigt, hängt von seinen jeweiligen Home-Skills beziehungsweise Aptidões do Lar ab.

Dadurch bekommt das Sammeln eine zusätzliche Ebene. Beim Fang einer neuen Kreatur geht es nicht ausschließlich um Angriffswerte, Elemente oder eine mögliche Position im Kampfteam. Ein Aniimo kann gleichzeitig für die Produktion innerhalb der eigenen Basis wertvoll sein.

Mit stärkeren beziehungsweise weiterentwickelten Kreaturen verbessern sich offenbar auch diese Arbeitsfähigkeiten. Dadurch lohnt es sich, geeignete Aniimo gezielt für bestimmte Aufgaben einzusetzen.

Das Prinzip erinnert durchaus an Palworld, allerdings innerhalb einer deutlich stärker strukturierten RPG- und Creature-Collector-Umgebung.

Felder, Rohstoffe und Produktionsketten

Ein großer Teil des Moto Home besteht aus Landwirtschaft und Ressourcenproduktion. Zu Beginn lernst du klassische Farming-Mechaniken kennen. Auf Feldern wachsen unter anderem Weizen, Mais oder Kartoffeln.

Die eigentliche Arbeit können deine Aniimo übernehmen. Sie pflanzen, bewässern und ernten automatisch, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Weitere Bereiche lassen sich später mit der internen Währung des Moto Home freischalten.

Mit zunehmendem Fortschritt kommen Produktionsanlagen hinzu. Rohstoffe werden dort weiterverarbeitet. Aus Getreide kann beispielsweise Mehl entstehen, andere Anlagen stellen Materialien oder Items her, die wiederum für die Entwicklung deiner Kreaturen interessant sind.

Ein Beispiel ist der sogenannte Growth Sprout, der zur Verbesserung beziehungsweise zum Leveln von Aniimo eingesetzt werden kann. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Farm und Kampfprogression.

Das ist für das System entscheidend. Die Basis produziert keine völlig isolierten Dekorationsgegenstände. Zumindest ein Teil der hergestellten Ressourcen fließt zurück in den normalen Spielfortschritt.

Gebäude erweitern die Möglichkeiten des Moto Home

Neben Feldern können verschiedene funktionale Gebäude errichtet werden. Im Spiel tauchen unter anderem Werkbänke, Mühlen, Brutstationen und weitere Produktionsanlagen auf.

Dazu kommen dekorative Elemente. Wer Spaß am Gestalten hat, kann das eigene Gebiet entsprechend verändern und ausbauen. Mit einem steigenden Moto-Home-Level wächst offenbar auch die Auswahl verfügbarer Strukturen.

Ein wichtiger Teil des Fortschritts besteht deshalb darin, neue Bereiche freizuschalten und anschließend zu entscheiden, welche Produktionsanlagen dort sinnvoll sind.

Das Moto Home entwickelt sich dadurch schrittweise von einem kleinen Startgebiet zu einer deutlich umfangreicheren Basis.

Aniimo produzieren auch weiter, wenn du offline bist

Für Mobile-Spieler dürfte eine Mechanik besonders interessant sein: Die Arbeit innerhalb des Moto Home läuft offenbar auch dann weiter, wenn das Spiel geschlossen ist.

Deine Aniimo können über mehrere Stunden automatisch produzieren. Dafür benötigen sie allerdings Nahrung. Zusätzlich müssen ausreichend Samen beziehungsweise andere Ausgangsmaterialien vorhanden sein. Fehlt eines davon, steht die Produktion irgendwann still.

Damit entsteht ein typischer Offline-Produktionskreislauf. Bevor du das Spiel beendest, kannst du die Arbeiter versorgen und entsprechende Produktionsaufträge vorbereiten. Beim nächsten Start warten anschließend die hergestellten Ressourcen.

Gerade auf dem Smartphone passt dieses System gut zum Spielprinzip. Du musst nicht permanent in deiner Basis stehen und Felder einzeln abernten. Das Moto Home arbeitet während deiner Abwesenheit weiter.

Wie stark dieses System später auf regelmäßige Logins ausgelegt ist und ob daraus unangenehmer täglicher Pflichtbetrieb entsteht, muss man nach längerer Spielzeit beurteilen.

Die eigene Basis besitzt sogar eine kleine Wirtschaft

Produzierte Waren können verkauft werden. Dafür existiert innerhalb des Moto Home eine eigene Währung, mit der wiederum Gebäude und weitere Inhalte gekauft werden.

Zusätzlich gibt es Aufträge. Bestimmte Waren werden abgegeben und bringen dafür verschiedene Belohnungen. Dazu gehören die lokale Währung des Moto Home sowie weitere Ressourcen, die auch außerhalb der Basis verwendet werden können.

Damit entsteht ein recht klassischer Wirtschaftskreislauf: Rohstoffe produzieren, Waren verarbeiten, Aufträge erfüllen, Geld verdienen und anschließend die eigene Produktionskapazität erweitern.

Interessant ist dabei, dass die Produktion offensichtlich begrenzt werden muss. Neue Flächen kosten Geld, Gebäude benötigen Ressourcen und die Aniimo selbst brauchen Nahrung.

Das verhindert zumindest zunächst, dass sämtliche Prozesse völlig automatisch ablaufen.

Das Moto Home wächst mit deinem Spielfortschritt

Das Basissystem besteht aus mehreren Bereichen. Neben der zentralen Produktion gibt es unter anderem eine Bauzone, einen Freizeitbereich am See und eine Mine, die erst später freigeschaltet wird.

Auch temporäre Eventbereiche sind vorgesehen.

Das deutet darauf hin, dass Pawprint Studio das Moto Home langfristig erweitern kann. Neue Produktionsketten, Gebäude oder zeitlich begrenzte Aktivitäten lassen sich relativ einfach in diese Struktur integrieren.

Das System könnte deshalb einen beträchtlichen Anteil der langfristigen Progression übernehmen. Je weiter die Basis wächst, desto effizienter können Ressourcen hergestellt werden.

Freunde können dein Moto Home besuchen

Das Housing-System besitzt außerdem eine soziale Komponente. Freunde können offenbar gegenseitig ihre Heimatbereiche besuchen.

Dort lassen sich bestimmte Arbeiten erledigen, etwa Felder vorbereiten. Dafür gibt es eigene Belohnungen und gleichzeitig steigt die Freundschaft beziehungsweise Affinität zwischen den Spielern.

Damit erhält das Moto Home zumindest einen kleinen Multiplayer-Aspekt. Die eigene Basis bleibt kein komplett isolierter Bereich.

Wie wichtig diese Besuche langfristig werden, lässt sich derzeit schwer einschätzen. Interessant ist das System trotzdem, weil Aniimo damit versucht, seine Multiplayer-Funktionen auch außerhalb klassischer Kämpfe einzusetzen.

Warum das Moto Home für Aniimo wichtiger sein könnte, als es zunächst wirkt

Bei einem Creature-Collector besteht ein grundsätzliches Problem: Spieler sammeln irgendwann deutlich mehr Kreaturen, als sie gleichzeitig verwenden können. Ein Team besitzt nur wenige Plätze, während die Sammlung immer größer wird.

Das Moto Home gibt zumindest einem Teil dieser übrigen Aniimo eine Aufgabe.

Eine Kreatur, die für dein aktuelles Kampfteam uninteressant ist, kann eine besonders gute Fähigkeit für Landwirtschaft, Bergbau oder Transport besitzen. Dadurch entsteht ein zweites Kriterium, nach dem Aniimo bewertet und zusammengestellt werden können.

Genau das könnte langfristig für zusätzliche Motivation sorgen. Wer eine neue Kreatur entdeckt, prüft dann nicht nur Element, Angriff und Seltenheit. Auch ihre Fähigkeiten innerhalb des Moto Home können relevant sein.

Für ein Spiel, dessen Kernidee auf dem Sammeln möglichst vieler Kreaturen basiert, ist das ein sinnvoller Ansatz.

Farming, Aufbau und Creature Collecting greifen ineinander

Aniimo wirkt dadurch zunehmend wie ein ungewöhnlich breiter Genre-Mix. Die offene Welt liefert Erkundung und Quests, das Kampfsystem kümmert sich um Action-RPG-Mechaniken und das Creature Collecting liefert den Sammelaspekt.

Das Moto Home ergänzt diese Systeme um Ressourcenmanagement und Aufbau.

Gerade die Verbindung mit den eigenen Aniimo ist dabei interessant. Gefangene Kreaturen besitzen verschiedene Arbeitsfähigkeiten, produzieren Ressourcen und können einen Teil der täglichen Arbeit automatisch erledigen. Gleichzeitig fließen einige der hergestellten Materialien wieder in die Entwicklung deiner Sammlung ein.

Das ergibt einen Kreislauf, der deutlich über ein dekoratives Housing-System hinausgeht.

Ob man diesen Teil von Aniimo später lieben oder eher als zusätzliche tägliche Aufgaben betrachten wird, hängt stark von der Balance ab. Wenn Ressourcen sinnvoll produziert werden und die Automatisierung funktioniert, könnte das Moto Home angenehm nebenher laufen. Wenn täglich zahlreiche Aufträge, Ressourcen und Timer kontrolliert werden müssen, kann aus demselben System schnell Arbeit werden.

Genau deshalb dürfte sich ein zweiter Blick nach dem Mobile-Release lohnen.

Auf Android und iOS startet Aniimo am 23. September

Smartphone-Spieler können Aniimo derzeit noch nicht regulär spielen. Android und iOS folgen am 23. September 2026, aktuell läuft die Vorregistrierung beziehungsweise Vorbestellung.

Das Moto Home könnte gerade auf dem Smartphone zu den interessanteren Bestandteilen des Spiels gehören. Kurze Besuche zum Einsammeln von Ressourcen, Starten neuer Produktionsaufträge und Versorgen der eigenen Aniimo passen gut zu typischen mobilen Spielsitzungen.

Gleichzeitig bleibt Aniimo im Kern ein umfangreiches Open-World-RPG. Genau diese Mischung macht den Titel derzeit interessant: Du kannst längere Zeit durch Idyll ziehen und neue Kreaturen suchen, später in deine Basis zurückkehren und dort sehen, was deine übrigen Aniimo inzwischen produziert haben.

Am 23. September wird sich zeigen, wie gut dieser große Mix auf Android und iPhone funktioniert. Gerade beim Moto Home werden wir genauer hinschauen, denn hinter der vermeintlichen kleinen Farm steckt offenbar eines der umfangreicheren Fortschrittssysteme von Aniimo.

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