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Scapade AirCase: Mehr Platz, als man von außen erwartet

5 Min. Lesezeit

Scapade ist mir mittlerweile als Marke bekannt, die bei Reise- und Technikzubehör ein gutes Gespür für praktische Details hat. Beim AirCase habe ich erst beim Packen gemerkt, wie viel darin tatsächlich unterkommt. Die MagPower Pro hatte mein Lade-Setup auf Reisen deutlich aufgeräumt, die AirQuiet und die MagCard Pro haben sich rund um einen Konzertbesuch im Olympiastadion bewährt, und der AirPack ist nach meiner Schweden-Reise tatsächlich zu einem regelmäßigen Begleiter geworden. Das AirCase wirkte daneben erst einmal ziemlich unspektakulär: eine kleine schwarze Tasche für Kabel, Ladegeräte und anderes Technikzubehör.

Genau dieser erste Eindruck täuscht allerdings. Das AirCase gehört zu den Produkten, die auf Fotos kleiner und gewöhnlicher wirken, als sie im Alltag sind. Von außen sieht die Tasche kompakt aus, innen lässt sie sich erstaunlich weit öffnen und sehr unterschiedlich packen. Ich habe inzwischen Ladegeräte, mehrere Kabel, Powerbanks, Adapter, Smartphone und sogar größeres Zubehör darin untergebracht. Dabei entsteht nie der Eindruck, dass Scapade für jedes Teil einen bestimmten Platz erzwingen will.

In diesem Artikel5 Abschnitte

Der Platz entsteht durch die flexible Konstruktion

Der entscheidende Unterschied liegt im Aufbau. Das AirCase besitzt innen mehrere unterschiedlich große Fächer, verwendet dafür aber keine starren Trennwände. Stattdessen bestehen die einzelnen Bereiche aus relativ dünnem und flexiblem Material, das sich zusammenfalten, ausweiten oder zur Seite drücken lässt. Ein leeres Fach benötigt deshalb kaum Volumen, während ein größeres Netzteil oder eine Powerbank den verfügbaren Raum einfach etwas stärker für sich beanspruchen kann.

Auf meinen Fotos sieht man das gut. Vollständig geöffnet erinnert das AirCase beinahe an eine kleine Werkzeugtasche: Die einzelnen Bereiche falten sich auseinander und der Inhalt liegt offen vor einem. Dazu kommt ein separates Netzfach mit Reißverschluss, in dem kleinere Dinge wie Adapter, Speicherkarten oder USB-Sticks nicht zwischen den größeren Geräten verschwinden.

Diese Konstruktion macht für mich einen größeren Unterschied als irgendeine besonders ausgefallene technische Funktion. Bei vielen Organizern muss man schon beim ersten Packen überlegen, welches Zubehör wohl für welche Aussparung vorgesehen wurde. Beim AirCase kann ich deutlich freier vorgehen. Ladegerät nach links, Powerbank daneben, Kabel in eines der schmaleren Fächer – und wenn am nächsten Tag ein anderes Gerät mitmuss, wird eben anders gepackt.

Selbst Smartphone und größere Technik passen hinein

Besonders überrascht hat mich, wie großzügig einige der Innenbereiche tatsächlich sind. Mein Galaxy S26 passt problemlos hinein, ein iPhone ebenso. Das AirCase wird damit für mich schnell mehr als eine reine Tasche für Kabel und Netzteile, denn ich kann darin unterwegs ein komplettes kleines Technik-Setup zusammenhalten.

Das ist gerade deshalb praktisch, weil meine Geräte nicht alle aus einem Ökosystem stammen. Mal ist ein Samsung-Smartphone dabei, mal ein iPhone, dazu verschiedene Ladegeräte, Powerbanks, Kopfhörer oder Testgeräte. Eine Tasche, die exakt auf ein bestimmtes Modell zugeschnitten ist, sähe vielleicht noch ordentlicher aus, wäre für meinen Einsatz aber deutlich weniger flexibel. Beim AirCase spielt es praktisch keine Rolle, welches Logo auf dem Gerät steht oder ob die Powerbank beim nächsten Austausch ein paar Millimeter breiter ausfällt.

Auf einem meiner Bilder liegt sogar ein kompakter DJI-Gimbal im AirCase. Das zeigt ziemlich gut, wie weit sich das Konzept strecken lässt. Scapade bezeichnet das Produkt als Organizer für elektronisches Zubehör, was natürlich stimmt. Für mich beschreibt „kleine modulare Techniktasche“ inzwischen aber besser, was ich damit tatsächlich mache.

Material und Design passen zum AirPack

Auch bei den Materialien erkennt man die Verwandtschaft zum AirPack. Außen verwendet Scapade eine schwarze, fein strukturierte Oberfläche, die relativ fest wirkt und der Tasche auch ohne Inhalt eine gewisse Form gibt. Gleichzeitig ist sie flexibel genug, dass sich das AirCase bei stärkerer Befüllung etwas ausdehnen kann. Das gefällt mir besser als eine vollständig starre Hartschale, denn bei einer Zubehörtasche ändern sich Größe und Form des Inhalts ständig.

Die Gestaltung ist angenehm zurückhaltend. Auf der Vorderseite sitzt lediglich der Scapade-Schriftzug mit dem kleinen türkisen Akzent, ansonsten bleibt die Tasche komplett schwarz. Innen geht es mit verschiedenen Grautönen weiter. Das ist optisch unauffällig, hat aber einen praktischen Nebeneffekt: Schwarze Kabel, Netzteile oder Adapter lassen sich vor dem helleren Innenmaterial wesentlich schneller erkennen als in einer komplett schwarzen Tasche.

Auch die Verarbeitung macht bei meinem Exemplar einen guten Eindruck. Der umlaufende Reißverschluss lässt sich weit öffnen und läuft sauber, die Nähte wirken ordentlich und die einzelnen Fächer haben bisher problemlos mitgemacht, obwohl ich sie teilweise recht voll gepackt habe. Das Innenmaterial ist bewusst dünner als die Außenhülle. Dadurch verliert man weniger Stauraum durch dicke Polsterungen, während die Geräte trotzdem voneinander getrennt liegen.

Für mich ist es die ideale Ergänzung zum AirPack

Am sinnvollsten finde ich das AirCase inzwischen zusammen mit dem Scapade AirPack. Den hatte ich gerade wegen seiner vielen Fächer und der guten Organisation gelobt. Laptop, Tablet, Kamera und Zubehör bekommen dort relativ schnell einen festen Platz. Bei Kleinteilen kann genau diese Vielfalt an Taschen allerdings irgendwann dazu führen, dass man zwar weiß, dass das Kabel im Rucksack steckt, aber nicht mehr, in welchem der vielen Fächer.

Das AirCase löst dieses Problem auf eine sehr einfache Art. Meine kleinere Technik bleibt als Paket zusammen. Ladegerät, Powerbank, Kabel und Adapter wandern gemeinsam hinein, anschließend kommt das komplette AirCase in den Rucksack. Am Ziel nehme ich eine Tasche heraus und habe alles auf dem Tisch. Wechsle ich den Rucksack oder brauche das Zubehör zu Hause, nehme ich das komplette Modul einfach mit.

Damit setzt das AirCase eigentlich genau die Idee fort, die mir schon beim AirPack auf der Schweden-Reise gefallen hat: Technik bekommt einen festen Platz und bleibt erreichbar. Der Unterschied ist, dass dieser Platz beim AirCase nicht fest mit dem Rucksack verbunden ist.

Auch die MagPower Pro passt inzwischen genau in dieses System. Damals hatte mir gefallen, dass eine relativ kleine Powerbank das Ladechaos mit mehreren Geräten reduziert. Heute kann sie zusammen mit den nötigen Kabeln und weiterem Zubehör einfach im AirCase verschwinden. Aus mehreren einzelnen Produkten wird damit langsam tatsächlich ein zusammenhängendes Reise-Setup.

Ein unscheinbares Produkt, das bei mir hängen geblieben ist

Das Interessante am AirCase ist deshalb gar nicht eine einzelne Funktion. Es ist die Kombination aus kompakter Außenform, überraschend viel nutzbarem Platz und der sehr freien Innenaufteilung. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Tasche auf eine bestimmte Art benutzen muss. Heute liegen darin Smartphone, Powerbank und Ladegerät, beim nächsten Einsatz vielleicht Kamerazubehör oder andere Testgeräte. Gerade dadurch ist das AirCase bei mir schneller im Alltag angekommen, als ich erwartet hatte. Von außen sieht es nach einer gewöhnlichen schwarzen Techniktasche aus. Öffnet man es und beginnt zu packen, merkt man erst, wie viel Raum tatsächlich vorhanden ist und wie gut sich die weichen Fächer an unterschiedliche Geräte anpassen.

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