Last Extract von Voodoo beginnt erstaunlich unkompliziert. Du läufst durch verseuchte Gebäude, erledigst Zombies, öffnest neue Bereiche und suchst nach Überlebenden, die anschließend zum Extraktionspunkt gebracht werden müssen. Nach den ersten Runden wird allerdings deutlich, dass hinter dem einfachen Ablauf mehrere Fortschrittssysteme stecken. Waffen lassen sich verbessern, Räume im Shelter geben dauerhafte Boni, Ausrüstung wird mit Chips verstärkt und innerhalb einer Mission musst du immer wieder entscheiden, welche Upgrades gerade wirklich etwas bringen.
Dazu kommt eine zweite Ebene, die für den Fortschritt fast genauso wichtig ist wie das eigentliche Kämpfen: Ressourcenmanagement. Energie, Diamanten, Münzen und Blueprints werden an verschiedenen Stellen verteilt. Wer diese Belohnungen konsequent einsammelt, kommt deutlich länger ohne zusätzliche Ausgaben aus. Gerade Energie scheint großzügig verteilt zu werden. Auch Diamanten erhältst du regelmäßig, etwa für neu entdeckte Überlebende oder über Belohnungen im Shelter.
Das eigentliche Hindernis ist deshalb häufig gar nicht die verfügbare Energie. Schwieriger wird die Frage, wie du deine Zeit innerhalb einer Mission nutzt. Für den Abschluss eines Gebiets reicht es nicht immer, einfach Richtung Ausgang zu laufen. Neue Überlebende müssen gefunden werden, Räume kosten Münzen und manche Bereiche werden erst erreichbar, nachdem du Schlüssel oder genügend Ressourcen gesammelt hast. Gleichzeitig steigt das Risiko, kurz vor dem Ende doch noch von einer stärkeren Gegnergruppe oder einem Boss ausgeschaltet zu werden.
Genau hier wird Last Extract interessant. Ein aggressiver Durchlauf kann schnell sein, lässt aber möglicherweise Belohnungen liegen. Wer jeden Winkel absucht, sammelt mehr, verbringt allerdings deutlich länger in einer Mission. Dazu kommen optionale Zugänge und zusätzliche Belohnungen, die den Fortschritt beschleunigen können. Gute Runs entstehen deshalb durch eine Mischung aus Exploration, Schadensaufbau und dem richtigen Zeitpunkt für die Extraktion.
In diesem Artikel14 Abschnitte
Überlebende bestimmen deinen Fortschritt
Die Überlebenden sind eines der wichtigsten Ziele in Last Extract. In einem Gebiet können mehrere gefunden werden, allerdings erscheinen offenbar nicht zwangsläufig alle gleichzeitig in einem einzigen Durchlauf. Für vollständige Exploration kann es deshalb notwendig werden, eine Stage mehrfach zu spielen oder zusätzliche Bereiche zu öffnen.
Für den normalen Fortschritt musst du mindestens drei Überlebende entdecken. Wer dagegen auf 100 Prozent Exploration und die zusätzlichen Schatztruhen aus ist, muss mehr Zeit investieren. Besonders die letzte Belohnungsstufe kann sich lohnen, weil dort attraktivere Ressourcen warten.
Das verändert die Strategie deutlich. Du solltest vor Beginn eines weiteren langen Durchlaufs überlegen, ob dir gerade der reine Fortschritt wichtiger ist oder der vollständige Abschluss des Gebiets. Für neue Spieler ist es häufig sinnvoller, zunächst weitere Stages und Systeme freizuschalten. Später kannst du ältere Gebiete gezielt vervollständigen, wenn deine Waffen bereits stärker sind.
Energie und Diamanten solltest du regelmäßig einsammeln
Last Extract verteilt kostenlose Ressourcen an mehreren Stellen im Menü. Ein rotes Symbol mit Ausrufezeichen weist häufig darauf hin, dass irgendwo etwas abgeholt werden kann.
Besonders bei der Energie lohnt sich ein regelmäßiger Blick. Das Spiel verteilt davon offenbar so viel, dass normale Spieler kaum sofort an eine harte Energiegrenze stoßen dürften. Erst bei sehr langen Spielsitzungen wird das System stärker relevant.
Ähnlich sieht es bei den Diamanten aus. Neue Überlebende bringen beispielsweise zusätzliche Diamanten. Auch im Shelter warten immer wieder kostenlose Belohnungen. Wer diese Quellen ignoriert, macht sich den Fortschritt unnötig schwer.
Gerade zu Beginn würde ich Diamanten deshalb nicht spontan für jede kleine Beschleunigung ausgeben. Sie werden später interessanter, wenn dauerhafte Freischaltungen verfügbar sind.
Welche Waffen sind in Last Extract besonders stark?
In der Armory siehst du, welche Waffen bereits verfügbar sind und welche erst mit höheren Leveln freigeschaltet werden. Vorhandene Waffen können anschließend verbessert werden, wodurch ihr Angriff steigt.
Welche Waffe am besten funktioniert, hängt etwas vom eigenen Spielstil ab. Besonders auffällig ist allerdings der Laser. Er verursacht hohen Schaden und lässt sich innerhalb eines Runs mit mehreren weiteren Verbesserungen kombinieren.
Sekundärwaffen entwickeln sich ebenfalls während der Runde weiter. Sobald eine entsprechende Waffe aktiviert wurde, tauchen zusätzliche Upgrade-Karten für dieses System auf. Beim Laser können beispielsweise weitere Emitter hinzukommen. Dadurch steigt die Zahl der Angriffe erheblich.
Granaten funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Zusätzliche Granaten pro Angriff und höherer Schaden machen sie besonders gegen größere Gegnergruppen interessant.
Schaden ist meistens wichtiger als komplizierte Spezialeffekte
Bei den zufälligen Upgrades während eines Runs kann die Auswahl schnell unübersichtlich werden. Unterschiedliche Seltenheitsstufen suggerieren außerdem, dass eine seltenere Karte automatisch die bessere Wahl sein müsste. Das stimmt nicht immer.
Sehr zuverlässig sind direkte Schadensverbesserungen. Mehr Kugelschaden sorgt sofort dafür, dass normale Gegner schneller verschwinden und Bosse weniger Zeit bekommen, dich unter Druck zu setzen.
Ebenfalls stark sind zusätzliche Projektile. Ein weiterer Schuss pro Angriff erhöht den Gesamtschaden erheblich und funktioniert gleichzeitig gegen einzelne starke Gegner und größere Gruppen.
Interessant wird außerdem die kritische Trefferchance. Einzelne Prozentpunkte wirken zunächst unspektakulär. Sobald sich mehrere Verbesserungen addieren und die Crit-Chance in Richtung zehn Prozent oder darüber steigt, werden kritische Treffer deutlich häufiger. Gerade bei Bossen macht sich das bemerkbar.
Feuerrate und Magazingröße werden später wichtiger
Hoher Schaden allein löst nicht jedes Problem. Am Extraktionspunkt greifen häufig größere Zombiegruppen gleichzeitig an. Selbst starke Treffer helfen dort nur begrenzt, wenn deine Waffe zu langsam feuert.
Eine kürzere Zeit zwischen den Schüssen kann deshalb enorm viel bringen. Kombiniert mit hohem Kugelschaden entsteht ein Build, der Gegner schnell nacheinander entfernt.
Auch ein größeres Magazin ist praktisch. Jeder Reload unterbricht deinen Schadensoutput. Mehr Munition zwischen den Nachladevorgängen bedeutet damit indirekt ebenfalls mehr Schaden während längerer Kämpfe.
Bei den sekundären Waffen würde ich dagegen sehr kleine Verbesserungen der Wirkungsdauer zunächst niedriger priorisieren. Eine zusätzliche Sekunde fällt bei einem einzelnen Upgrade kaum auf. Mehrere entsprechende Verbesserungen können später dennoch einen merklichen Effekt entwickeln.
Im Shelter stecken dauerhafte Verbesserungen
Der Shelter ist weit mehr als ein dekorativer Bereich zwischen zwei Runs. Neue Räume schalten unterschiedliche Boni frei, die sich dauerhaft auf deine nächsten Einsätze auswirken können.
Dazu gehören beispielsweise höherer Angriff, mehr Lebenspunkte oder bessere Chancen auf hochwertige Upgrade-Karten. Andere Bereiche unterstützen deine Überlebenden oder erzeugen regelmäßig Gold.
Diese Verbesserungen summieren sich. Ein einzelner Bonus wirkt möglicherweise klein, mehrere ausgebaute Bereiche verändern die Schwierigkeit später deutlich.
Gerade wenn du bei einem bestimmten Boss hängen bleibst, lohnt sich deshalb der Blick auf die permanente Progression. Ein weiterer Versuch mit identischer Ausrüstung und identischen Entscheidungen wird selten plötzlich leichter. Verbesserungen außerhalb der Mission können den Unterschied machen.
Chips machen deine Ausrüstung flexibler
Im Charakterbereich lässt sich vorhandene Ausrüstung zusätzlich mit Chips versehen. Damit können verschiedene Werte erhöht werden.
Interessant ist beispielsweise mehr Bewegungsgeschwindigkeit. Das klingt zunächst nach Komfort, hat aber einen praktischen Effekt: Du erreichst Räume schneller, kannst Gegner leichter umgehen und verkürzt die Zeit, die du insgesamt in gefährlichen Bereichen verbringst.
Weitere Chip-Slots lassen sich dauerhaft freischalten. Solche permanenten Erweiterungen sind langfristig meist wertvoller als Ressourcen, die nur einen einzelnen Run beschleunigen.
Räume öffnen: Münzen zuerst sinnvoll sammeln
Viele Räume innerhalb einer Stage kosten Münzen. Das führt gelegentlich zu Situationen, in denen der nächste Bereich bereits sichtbar ist, dir aber noch das notwendige Geld fehlt.
Dann lohnt sich ein zweiter Blick in bereits besuchte Räume. Häufig wurde irgendwo noch ein Objekt nicht durchsucht. Genau solche vergessenen Interaktionen können die fehlenden Münzen liefern.
Wer bereits hohen Schaden verursacht, kann teilweise auch eine defensivere Methode nutzen: Gegner weiter erscheinen lassen und automatisch besiegen, bis genügend Münzen zusammengekommen sind. Das dauert länger, kann allerdings mehrere Türen hintereinander finanzieren.
Damit wird deutlich, wie eng Kampf und Exploration miteinander verbunden sind. Münzen sind während einer Stage gewissermaßen dein Schlüssel für die weitere Karte.
Schlüssel liegen häufig näher als gedacht
Neben Münztüren gibt es verschlossene Räume, für die ein Schlüssel notwendig ist. Bevor du deshalb die komplette Karte erneut abläufst, solltest du zuerst den unmittelbaren Raum gründlich durchsuchen.
Schlüssel befinden sich häufig in der Nähe des jeweiligen Zugangs. Dasselbe gilt für Leitern und andere Wege in weitere Bereiche.
Auch Höhenunterschiede lassen sich teilweise überraschend großzügig nutzen. Stürze verursachen offenbar keinen normalen Fallschaden. Dadurch kannst du gelegentlich von Vorsprüngen springen und Wege abkürzen. In einigen Situationen lassen sich auf diese Weise sogar Bereiche umgehen, für die sonst Münzen erforderlich wären.
Türen reparieren hilft vor allem bei starken Gegnern
Beschädigte Türen können repariert werden und anschließend Zombies eine Zeit lang aufhalten. Jede Tür vollständig zu reparieren bringt allerdings keinen direkten Vorteil für den Explorationsfortschritt.
Der Aufwand lohnt sich vor allem taktisch. Gegen Bosse und besonders starke Gegner kannst du eine reparierte Tür als Barriere verwenden. Dadurch gewinnst du Zeit, verursachst weiter Schaden und verhinderst, dass mehrere Gegner gleichzeitig auf dich treffen.
Wer jede einzelne Tür perfekt instand setzt, verlängert dagegen hauptsächlich seine Runde.
So nutzt du den Rucksack besser
Das Inventar wird während längerer Runs schnell voll. Sobald kein Platz mehr vorhanden ist, solltest du jedoch nicht sofort wertvollen Loot zurücklassen.
Gegenstände lassen sich im Rucksack verschieben. Durch eine bessere Anordnung entsteht manchmal noch genügend Platz für weitere Fundstücke.
Zusätzlich lohnt sich der Blick auf die Seltenheit. Wenn zwei Gegenstände ähnlich viel Platz beanspruchen, sollte der wertvollere Loot bevorzugt werden. Hochwertige Gegenstände bringen mehr Münzen oder Blueprints pro belegtem Inventarplatz.
Damit wird der Rucksack zu einem kleinen Optimierungsspiel innerhalb des eigentlichen Runs. Vollständig voll bedeutet noch lange nicht, dass du bereits das Maximum herausgeholt hast.
Bosskämpfe gewinnst du häufig schon vor dem eigentlichen Kampf
Bei einem schwierigen Boss entscheidet sich ein großer Teil des Erfolgs bereits während der Minuten davor.
Wer bis dahin konsequent Kugelschaden, kritische Treffer, Feuerrate und starke Sekundärwaffen aufgebaut hat, startet mit erheblich besseren Voraussetzungen. Reparierte Türen können zusätzliche Distanz schaffen. Ein gut entwickelter Laser oder mehrere Granaten sorgen dafür, dass du während kurzer Angriffsfenster viel Schaden verursachst.
Vor allem solltest du vor dem Boss keine unnötigen Risiken mehr eingehen. Mehrere gerettete Überlebende und ein voller Rucksack sind wenig wert, wenn der Run kurz vor dem Ende scheitert.
Das Spiel erlaubt zwar weiterhin Fortschritt nach einer Niederlage. Gesammelte Münzen und Blueprints bleiben erhalten und können anschließend in Verbesserungen investiert werden. Die geretteten Überlebenden aus diesem Versuch zählen bei einem gescheiterten Abschluss allerdings nicht.
Eine Niederlage ist deshalb ärgerlich, setzt deinen Fortschritt aber nicht vollständig zurück.
Drei kostenlose Sweeps pro Tag mitnehmen
Neben normalen Missionen gibt es noch eine leicht zu übersehende Möglichkeit für zusätzliche Ressourcen. Über das kleine Fahrzeug-Symbol neben dem Startbutton lässt sich ein Sweep durchführen.
Mehrmals täglich können damit Belohnungen gegen einen geringen Energieeinsatz eingesammelt werden. Für Spieler, die ihre Progression beschleunigen wollen, gehört diese Funktion zu den einfachsten täglichen Routinen.
Wer nur kurz ins Spiel schaut, kann dadurch zumindest zusätzliche Ressourcen mitnehmen, ohne direkt eine komplette Stage spielen zu müssen.
Last Extract belohnt einen aggressiven Schadens-Build
Nach mehreren Runs zeichnet sich eine ziemlich klare Strategie ab. Direkter Schaden bringt in Last Extract sehr zuverlässig Fortschritt. Zusätzliche Kugeln, höherer Kugelschaden, eine steigende Crit-Chance und eine kürzere Schussfolge funktionieren in fast jeder Situation.
Sekundärwaffen ergänzen diesen Aufbau. Besonders Laser können erheblichen zusätzlichen Schaden verursachen, während Granaten gegen Gruppen hilfreich sind. Erst wenn diese Grundlage steht, werden kleinere Komfort- oder Dauer-Upgrades interessanter.
Gleichzeitig solltest du die Systeme außerhalb der Mission nicht unterschätzen. Shelter-Räume, Ausrüstungsupgrades und Chips wirken über viele zukünftige Runs hinweg. Wer dort regelmäßig investiert, merkt irgendwann deutlich, dass ältere Stages wesentlich einfacher werden.
Und genau darin liegt der eigentliche Rhythmus von Last Extract: Du erkundest ein Gebiet, sammelst Ressourcen, rettest Überlebende, scheiterst vielleicht an einem Boss und kommst beim nächsten Versuch stärker zurück. Wer kostenlose Ressourcen konsequent abholt und seine Upgrades gezielt auswählt, muss dafür deutlich weniger grinden als jemand, der einfach jede angebotene Verbesserung nimmt.


