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Im Check: upCam Typhoon HD Pro Überwachungssystem

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Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Büros nimmt stark zu. Dies ist eine Statistik, welche ganz ohne nähere Diskussion der genauen Fälle oder den Bezug von Ort und Zeit alle zurecht aufhorchen lässt. Der Bedarf für Überwachungstechnik im privaten Bereich ist da. Abschreckung und Aufklärung lautet die Devise. Die hessische Firma upCam hat sich als deutscher Hersteller von IP-Überwachungskameras schnell einen Namen gemacht, welcher durch die neueste Generation der Typhoon sich beweist. Zumindest kann ich dies nach meinem etwa vierwöchigen Test der “all-in-one IP Kamera mit Cloud-Lösung made in Germany” belegen. Neben der wetterfesten und hochauflösenden Kamera gibt es also eine optionale Videoaufzeichnung übers Netz. Und natürlich sind auch Apps für die beiden Plattformen Android und iOS mit von der Partie, sodass die Einrichtung und Nutzung kinderleicht ist. Hier unser Check des upCam Typhoon HD Pro Systems samt der kostenfreien mobilen Software.

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Gleich zu Beginn dieses Tests gibt es von mir ein Bekenntnis. Ich habe eine Vielzahl an Gadgets getestet. Kein Hersteller hat so offen wie upCam in seinem Firmenprofil über die Entwicklungsgeschichte und damit das Produkt berichtet. So entwickle man bereits seit 2009 Cloud-Lösungen und Überwachungskameras, sodass man die Stärken und Schwächen der Konkurrenzprodukte kenne. Man habe sie nicht nur getestet, sondern komplett zerlegt. Jedoch gab es kein “optimales und möglichst einfaches Gesamtkonzept”. Aus den besten Komponenten habe man dann eine Kamera für den Innen- sowie Außenbereich zusammengebaut. Alles frei verfügbare Zulieferkomponenten, auch das Gehäuse der upCam ist nur lizensiert. Letztlich steht das Versprechen einer “kompromisslos gut-geeigneten Kamera”. Sympathisch.

Die Kamera im Ersteindruck

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Wie immer wollen wir uns zusammen mit den Unpacking die technischen Daten und das Design mal anschauen. Die iP-Kamera selbst ist mit 7,0 x 7,5 x 18,0 cm und der typischen Formgebung als Überwachungskamera leicht zu identifizieren. Zwei Varianten stehen zur Verfügung, sodass man sie an helle (weiß) oder dunkle (schwarz) Umgebungen der Wand farblich angepasst kaufen kann. Mit 700 Gramm ist sie kein Leichtgewicht, ihr Gehäuse besteht jedoch auch aus Metall und ist gut abgedichtet und mit einem zusätzlichen Dach geschützt. Die Schutzklasse IP 66 wird erfüllt, was Resistenz gegen Staub und Strahlwasser (aka Regen) verspricht. Den Namen nach sollte sie wohl auch einem Typhoon standhalten. Das Montagegestell mit den ebenso im Lieferumfang enthaltenen Schrauben/Dübeln macht auch diesen Eindruck. Der Ersteindruck von der upCam Typhoon HD PRO ist also, dass wir es hier mit einer äußerlich robusten Kamera zu tun haben.

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Im Lieferumfang enthalten ist daneben auch: Netzteil, Ethernetkabel, Anleitung mit Software auf CD.

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Installation und Ersteinrichtung

Die Ersteinrichtung wird innerhalb einer Minute versprochen. Die Verbindung per Stromkabel sollte klar sein, zunächst muss man sie außerdem an den Router anstecken, bevor man ihr WLAN aktivieren kann. Notwendig dafür ist entweder ein PC/MAC oder ein smartes Device Android/iOS mit der jeweiligen App upCam Quick Connect der jeweiligen Plattform. In der komplett deutschen und farbig bebilderten Anleitung der IP Kamera werden auch alternative Apps genannt, falls einem diese nicht zusagt oder es technische Probleme mit dem Smartphone gibt. Das Hinzufügen der Kamera geht per QR-Code, welcher die UID enthält. Man kann sie aber auch einfach manuell abschreiben. Danach kann man sie mit der App noch ins WLAN einbinden, sodass die Positionierung der Kamera frei vom Kabel fürs Internet möglich ist. Strom braucht sie natürlich weiterhin. Das mitgelieferte Kabel selbst ist etwa 3 m lang, Verlängerungen sind freilich nutzbar.

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In der Typhoon Cam ist auch eine mini SD. Bereits im Lieferumfang der IP Kamera enthalten ist jene verbaut. Wer sie tauschen möchte, z.B. mit einer größeren Kapazität als die vorhandene mit 8 GB, der muss das Gehäuse öffnen. Ich hab das mal testweise gemacht und finde die Lösung leicht zugänglich. Ansonsten muss die Karte fürs Auslesen nicht entnommen werden. Und maximal sind 64 GB möglich. Wer einmal am Schrauben ist, der lernt auch gleich die Möglichkeit der Kamera zur Deckenmontage kennen. Per App kann das Bild gedreht werden.

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Die Typhoon HD Pro im Einsatz

Die Überwachungskamera bietet eine Auflösung von 1920×1080 (FULL-HD) bei 25 Bildern pro Sekunde oder 1280×720 (HD-720p) und niedriger mit 30 Bildern pro Sekunde. Wer die hohe Auflösung mit der SD nutzen möchte, braucht natürlich eine größere Speicherkarte. Der Nachtmodus wird mit 36 kreisförmig angeordneten Infrarot-LEDs ermöglicht. Diese sind vom Typ her 850nm, sodass die LEDs auch rot leuchten:

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Das Ultra Weitwinkel Objektiv der Überwachungskamera deckt einen Bereich um 100 Grad ab. Hier gehört natürlich der Hinweis rein, dass man nur Privatgelände filmen darf. Die Typhoon bietet hierfür die Einrichtung von Abdeckungsbereichen an. Man legt übers Bild softwareseitig schwarze Quadrate, um den rechtlichen Vorgaben nachzukommen.

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Die App upCam QuickConnect erlaubt neben der Ersteinrichtung auch einen weltweiten Zugriff auf die Live-Ansicht der IP Kamera. Hier kann man das Bild drehen und Fotos manuell aufs Smartphone lokal speichern. Die App ist sehr schlicht gemacht. Es gibt nur wenige Hinweistexte und Menüs. Was dazu führt, dass der ein oder andere Nutzer mit ihr nicht klarkommt, was man an den Bewertungen ablesen kann. Ich kann z.B. nachvollziehen, dass die WLAN-Einrichtung nur dann funktioniert, wenn man alles richtig macht. Wer eine falsche Verschlüsselung wählt, bekommt keine Fehlermeldung von der Software und merkt dann nur, dass die Kamera nicht erreichbar ist.

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Die App CloudCorder ermöglicht mehr, setzt jedoch eine kostenfreie Registrierung voraus. Leider ist hier erneut eine Anmeldung der Kamera notwendig, also nochmal die ID eintragen. Weiterhin muss man bei seinem Router eine Portweiterleitung einrichten. In diesem Einrichtungsschritt bietet der Hersteller bei Fehlermeldungen auch einen telefonischen Support unter einer deutschen Festnetznummer.

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Natürlich kann die Typhoon Kamera nicht nur ein Bild liefern, sondern es lassen sich auch Alarmmeldungen absetzen. Hierbei ist die Konfiguration von bis zu vier Alarmzonen per Drag und Drop mit einer prozentual festlegbaren Empfindlichkeitsstufe der Bewegung möglich. Wenn also z.B. nur der Baum sich leicht bewegt im Wind, kann die Meldung unterdrücken. Ein Alarm kann dann mit einem Schnappschuss per Mail versandt werden, auf den eigenen FTP-Server speichern, in die kostenpflichten Cloudangebote des Herstellers oder die Aufnahme auf der SD-Karte starten.

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Fazit und Kauf zur IP Kamera

Auf Amazon hat die IP Kamera 4,5 Sterne durch sehr ausgereifte und durchdachte Bewertungen erhalten. Auch ich würde die Typhoon Kamera so bewerten. Technisch ist sie einwandfrei, doch sind die Apps nicht ganz so benutzerfreundlich in der Einrichtung und Nutzung. Die Usability könnte noch durch mehr erklärte Fehlermeldungen gesteigert werden. Vergleichbare Kamerasysteme sind da schon weiter. Wo die upCam bei mir jedoch mehr punkten kann ist, dass man ihr eine gewisse deutsche Ingenieursdenkweise anmerkt. Schon das mitgelieferte Konfigurationsprogramm fühlt sich so an, wie das für eine professionelle Überwachungstechnik. Die Angebote mit dem zusätzlichen Cloudspeicher sind preislich fair und aufgrund in Deutschland stehender Server eine Empfehlung. Insgesamt ist die upCam Typhoon HD Pro eine sehr empfehlenswerte Überwachungskamera zu einem Preis von 200 Euro hier auf Amazon.

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