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Sport Bluetooth Headset von Arctic – Erdbeertorte ohne Schlagsahne?

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Joggen in der Natur oder Training im Studio, das ist so etwa wie Erdbeertorte ohne Schlagsahne. Oder gar ohne Boden. So für Nichtsportliche unter euch als Vergleich. Wer sich musikalisch motiviert bewegen möchte, der greift zu einem Sport-Headset fürs Smartphone. Von denen hatten wir hier auf Check-App auch schon einige vorgestellt. Nun kommt mit dem Kopfhörer von Arctic (Typ P324) ein Modell, welches mal On-Ear getragen wird. Da ich Sportler bisher selten mit dieser Art sehe, auch für mich eine Besonderheit. Und obendrein ist es auch noch bügellos und ohne Kabel. Beides hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Zudem hat ihn Arctic gerade in der zweiten Generation vorgestellt. Also Laufschuhe an und losgecheckt.

Lara Croft trägt die Kopfhörer auch. Zumindest hat das bezopfte Model auf der Verpackung eine gewisse Ähnlichkeit mit der „Tempelenträtslerin“. Vor allem sagt mir das Foto aber, dass auch lange Haare kein Problem sein sollen, wenn man das recht steife und bügelartige Kabel hinten am Kopf trägt. Mein Ersteindruck vom Kopfhörer lautet: „Sieht schon mal stabil aus.“ Für Sportkopfhörer gelten bei mir andere Prioritäten als Klang und Design. Er muss vor allem sicher sitzen und darf auch nach 60 Minuten nicht stören. Und dann hat der P324 noch ein Feature, welches wirklich richtig gut ist und sowohl die Haltbarkeit als auch die Nutzbarkeit dauerhaft sicherstellt.

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On-Ear Sportkopfhörer ohne Bügel – das Design:

Wer Kopfhörer nicht gern in den Gehörgang schiebt, der ist mit einem On- oder Over-Ear gut beraten. Doch dann stört mitunter der steife Bügel, etwa beim Tragen einer Mütze. Die beiden Plastikschalen des Kopfhörers sind mit einem dicken flexiblen Bügel verbunden, welcher hinten am Kopf verläuft. Es gibt einen Drehpunkt auf jeder Seite und man kann ihn einfalten. Das ist vor allem für den Transport sinnvoll, wofür Arctic ein kleines Case mit Reißverschluss beilegt.

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Gerade beim Sport soll so ein Kopfhörer so sitzen, dass er bei ruckhaften Bewegungen nicht fällt. Dafür klammert sich der Arctic gut an den Kopf. Damit er nicht am Kragen hängen bleibt, schiebt man ihn ein Stück hoch. Der Tragekomfort auf dem Ohr ist mit gerade einmal 80 Gramm an Gewicht sehr gut, da beide Ohrmuscheln gut gepolstert sind. Er drückt nicht zu stark, liegt gut flach auf dem Ohr auf. Trotz der recht definierten Konstruktion dürfte er bei fast allen Kopfgrößen passen, da er sich anpasst. Alternativ wäre für noch mehr Flexibilität ja lediglich eine Kabelverbindung, welche jedoch anfälliger für Verschleiß wäre.

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Insgesamt wirkt das Design durchdacht. Das oben schon angekündigte besondere Feature besteht darin, dass man beide Ohrmuscheln leicht entfernen kann. Damit kann man sie leichter reinigen oder aber durch neue ersetzen, welche es bei Arctic im Shop gibt. Damit fällt mir mich das einzige Gegenargument gegen sportliche On-Ears weg – nämlich, dass man mehr schwitzt oder warme Ohren bekommt (gerade jetzt im Winter vielleicht gar nicht mal so schlecht, hm). Von den Zusatzpolstern kann man sich eigentlich gleich welche mitbestellen. Sie halten am Kopfhörer mit einer leichten Magnetverbindung, werden also nicht geklemmt oder gezogen, sodass auch hier nach längerer Zeit nichts reinreißen oder locker werden kann.

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Musik, höre ich auch – die Nutzung:

Freya meinte ja in einem Review der zuletzt vorgestellten Kopfhörer, das Training mit 160 Beats pro Minute wäre besser. Die Studie sage dann auch, dass ein Song wie Pharell Williams‘ „Happy“ gut wäre. Dem kann ich nur zustimmen, was das weglaufen angeht. Der Kopfhörer präsentiert sich mit einem „normalen“ Klangbild für Musik aller Art und Stimmen. Gerade, wer mit dem eingebauten Mikro aus Telefonieren möchte, ist also gut unterwegs. Die Bässe wirken nicht wummernd, in der maximalen Lautstärke gehen die Höhen etwas unter. ABER WER HÖRT SCHON SO LAUT? HÖRT ihr mich noch? Das kann auch etwas daran liegen, dass sie zwar Bluetooth 4.0 unterstützen, aber nicht den aptx-Codec. Oder um oben auf die Sache mit dem In-Ear zurückzukommmen. Die Popularität stammt vor allem daher, dass man den Sound unmittelbarer wahrnimmt und ohne Umgebungsgeräusche. Es ging mal eine Welle um, wonach In-Ears generell schädlicher sind. Die Diskussion kann ich hier getrost ausblenden, da es einen anderen sportorientierten Vorteil der On-Ears gibt – man hört mehr von seiner Umgebung. Ob nun Hundegebell im Park oder Autos auf der Straße. Aus Sicherheitssicht ist der Arctic P324 ein Tipp.

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Die Kopplung per Bluetooth geht einwandfrei über die Bühne. Er wird mit seiner Typbezeichnung in meinem Smartphone gefunden und gibt nur ein dezentes Geräusch von sich bei der erfolgreichen Verbindung. Eine Anleitung auf Deutsch liegt bei. Zur Bedienung gibt es vier Tasten an der einen Ohrmuschel (Lautstärke, Titelwahl. Eine LED in rot und blau zeigt den Verbindungs- und Ladezustand an. Verbaut ist ein 400 mAH Akku, welcher per mitgeliefertem USB-Kabel geladen wird. Die Nutzungsdauer wird mit 20 Stunden angegeben, der Standby mit 400. In der ersten Version des Kopfhörers gab es wohl noch ein paar Geräte, wo der Akku fehlerhaft war. Dies dürfte nun der Vergangenheit angehören und man kann die Reviews hierzu übergehen.

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Arctic P324 BT – Fazit und Kauf

Der P324 ist ein robuster und gut klingender Sportkopfhörer. Man muss natürlich abwägen, ob man einen On-Ear benutzen möchte. Der Tragekomfort ist für mich höher, man hört mehr von Umgebungsgeräuschen. Dafür bekommen die Ohren nicht so viel Luft, was jedoch durch wechselbare Pads ausgeglichen wird. Kopfhörer und Earpads sind hier direkt bei Artic verfügbar oder natürlich auch bei amazon. Der Preis ist mit 35 Euro bzw. 9 für Pads im Einsteigerbereich. Dafür fehlt die IP-Zertifizierung für Staub- und Wasserschutz und der aptx-Codec. Zwei verzichtbare Features für den Preisvorteil.

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