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„7 vs. Wild“ – Fake oder Real?

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Sie überleben in der Wildnis Schwedens. Unter schwierigen Bedingungen, wie Regen und Kälte, Hunger und Frust sowie ohne warme Podusche, ganze 1000m vom nächsten Haus entfernt. Und schon ist die Ernsthaftigkeit wieder raus. Klar dürfte durch den Insider zur Auswahl eines geeigneten Bidit-Platzes durch Herrn Meinecke nur sein, dass auch wir damals „7 vs. Wild“ durchgeschaut haben, wenn auch mit 2,5fach und mit Secondscreen. Auf Wikipedia findet man nun alles drüber, wer gewonnen hat und wer die Serie grandios fand. Hier aber wollen wir die schon zur Ausstrahlung aufgekommene Frage zu Fake-or-Real nochmals aus der Perspektive „YouTube vs. TV“ aufrollen. Auch in Hinblick auf Trend und zukünftige Konzepte.

Rostig ist der Nagel, mit welchem sich Ernst in Folge 3 ein Feuer entfacht. Es erinnert sich jeder, wie er an seinen Zahnplomben herumkratzt, um durch eine Redoxreaktion des Amalgams einen verstreuten Funken ins gesammelte Schamhaar eines Luchs zu werfen. Danach grillte er eine alte Schuhsolle, welche ihn drei Wochen ernährte. Erinnerst du dich an diese Szene? Kommt erst in Folge 6 der Staffel 2 vor. Dann werden die Teilnehmer auch echtes Survival dem Wort nach machen, also überleben oder sterben. Mit den Füßen zuerst raus aus der Situation, auch ohne Gast (noch ein Insider). Wollen wir also erstmal schauen, wie es überhaupt zur Fake-Diskussion gekommen ist?

Am Anfang der Fake-Diskussion steht die wie (immer recht selbstbewusst) formulierte Festlegung, wonach 7 vs. wild real sei und die Teilnehmer auf sich gestellt seien.: nur 7 Gegenstände und so weiter. Und trotzdem gibt es schon vom Setting her einige Aspekte, welche die Spannung steigern sollten. Stichwort Bärengebiet und Blut gleich an Tag 1…

Der Fall Fake-Bär

Bären waren im Gebiet am Naren-See, 400 km oder 4 Autostunden nördlich von Stockholm. Sowie mehr Beeren. Auf TikTok gingen parallel zur Ausstrahlung ein Clip viral, wo ein echter Bär im Hintergrund eines Ausschnitts zu sehen war. Oder war es ein Stein, ein Wildschwein oder sogar der Yeti? Ein YouTuber mit dem Kanal bySAP (ISIN DE0007164600) hatte es manipuliert, das Tier ins Original eingefügt. Auf der leichtgläubigen und toxischen Plattform triggert sowas natürlich, sodass es auch über die Plattforum hinaus auf die Schulhöfe, in die Foren und zurück in die Streams auf YouTube schwabte. Dort konnte Fritz Meinecke den Fake rasch entkräften. Aber er war nun in der Welt und geht auch nicht wieder weg. Viele haben die Aufklärung „Ich FAKE 7 vs WILD mit FAKE CLIPS (sie glauben es)“ wohl nicht gesehen.

Warum ist das Fake so glaubhaft gewesen? Nunja, einerseits kamen solche Fakes in TV-Vorbildern zu 7 vs. Wild vor, etwa bei Men vs. Wild als ein Crewmitglied sich ins Grizzlykostüm warf oder der Host der Sendung im Hotel übernachtete. Durchs TV ist man es einfach gewöhnt, dass viele Dinge zumindest geplant werden, wenn nicht abgesichert durch Schauspieler und Drehbücher. Und man fühlt sich dennoch unterhalten.

Weitere Diskussionen gab es etwa über die eigentliche Ursache der Verletzung von Teilnehmer Niklas Röder. Hier auf Reddit.

Fake oder Real?

Ist 7 vs. Wild nun ein Fake oder Real? Um diese Frage zu beantworten, muss man wohl klären, was ein Fake wäre. Etwa, wenn die Teilnehmer aktiv unterstützt werden durch die Crew. Bei der Holz- und Nahrungssuche etwa. Durch die Bereitstellung von Steaks im Dachsfell fürs Grill, von Cargoboxen mit Dönern, Nudeln mit Knoblauch, abgeworfen aus einer A400M?

Aber ist die Zuweisung von geeigneten Survivalspots nicht schon eine Beeinflussung? Ist die ständige Aufnahme von Clips nicht umgekehrt eine negative Beeinflussung der Teilnehmer, da sie ständig an die Kameras denken müssen und manchmal sogar Akkus holen mussten?

Zumindest sind Überschriften wie „Reale Gefahr ohne Absicherung“ nicht korrekt.

Die Diskussion ist recht müßig, da sie ins Konzept geht, was eigentlich richtiges Survival ist. Wenn man als Tourist sich im Urwald verirrt und dann ins Luxusressort nicht reinkommt, da man kein gelbes Bändchen am rechten Handgelenk hat, etwa? Oder wenn man in Berlin Mitte auf der Brunnenstraße selbst samstags für 3h Parkzeit schlappe 6 Euro bezahlt und dann dennoch einen Strafzettel bekommt, da man überhaupt Auto fährt?

Und so wird es wohl immer unbeantwortet „gute Frage“ bleiben: „sind survival sendungen wo leute ums überleben kämpfen echt oder fake?“

Aber vielleicht wird ja die Fortsetzung etwas spannender und professioneller (räusper). Lest auch: Wird es eine zweite Staffel von 7 vs Wild geben? Location gesucht!

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