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Dein Donnerstags-Check: Diablo Immortal haut mich nicht um

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Nicht tot zu kriegen, das wäre wohl ein Slogan fürs neue Diablo für Smartphone und Tablet. Damit beweist Blizzard vor allem, dass PC und Konsole keine Zukunft haben und der Markt mobil ist. Leider hatte man erst 2018 diese „Voraussicht“ der ganzen Branche geteilt und zu lange auf die Schlürfer an ihren Tastaturen gehört, sonst hätte es vielleicht vorher eine Diablo App gegeben. Mit diesem kleinen Affront gegen all jene, welche ein langweiliges Franchise so lange mit ihren Boxkäufen am Leben gehalten haben, startet unser Totalverriss von Diablo Immortal, welche heute (oder gestern*) neu für Android und iOS von Blizzard Entertainment, Inc. und NetEase herausgebracht wurde. Fans konnten es gar nicht abwarten, wir schon. Und somit gibt es sogar noch etwas versöhnliche Töne mit jenen Gestrigen, da auch wir die App nicht mögen. Nur eben aus anderen Gründen (und nicht einmal wegen des Shops).

Aha, mal wieder ein Action-Rollenspiel in den Stores erschienen. Abgeholt werden wir von einer Krawall-Krawhums-Story über irgendeine Bedrohung, die so Originell ist wie Berlin Tag und Nacht. Die Dunkelheit bedrohe. Nach dem Intro startet das Spiel mit einem Screen „ANKÜNDIGUNG“ ohne weiteren Text, welche man nur mit OK bestätigen darf. Hoffentlich haben wir nicht unsere Seele verkauft. Außerdem seien 9458M herunterzuladen. Wofür braucht der Teufel so viele M und hätten nicht auch N oder L ausgereicht? Wie auch immer, man muss sich bei einem „Battle.net“ anmelden und nicht per Apple Account, sodass der Homebutton der beste Freund desjenigen ist, welcher den Button „Gast“ übersieht.

Auswählen darf man nun aus sechs Klassen von Kämpfern, wobei der Barbar definitiv ein Aggressionsproblem hat. Von wegen er beschütze das Land seiner Ahnen. Die Zauberin sollte vielleicht mal drüber nachdenken, ob sie mit diesem tollen Lichtkreisel nicht die Attraktion auf dem nächsten Kindergeburtstag sein könnte. Welche Klasse sollte man nun wählen? Vielleicht jene, welche man nicht schon ausgerollt wie einen Pizzateig in jedem RPG sieht. Wir stellen uns also als Ritter (Kch) in Wortham den ersten Opfern entgegen, welche sich bereitwillig dahinmetzeln lassen. Ganz im Zeitgeist sind es Untote und so Mondergedöhns, damit ja keine aus der Alien- oder Tierschutzfraktion meckert.

Und so laufen wir nun durch die finsternen Gänge als suche man bei Rossmann den Sonnenschutz. Die aus dem Weg getöteten Monster lassen ihr Kleingeld fallen, mit welchen sie eigentlich Haarfärbemittel und Bio-Dinkeltaller kaufen wollten. Irgendwann steht uns dann so ein Dirk im Weg, welcher uns offenbar sein neues Buch aus der Unterwelt andrehen will. Er hat aber ständig was anderes zu tun und teleportiert sich weg. Die ganze Zeit fragt sich derweil der App-Spieler, wann endlich der Button für automatische Kämpfe erscheint und man nicht mehr das iPad mit 1001 taps malträtieren muss. Da hilft auch keine Faszienrolle von Roland Liebscher-Pracht weiter.

Grafisch überzeugt Immortal natürlich, auch wenn einige Android-Nutzer das anders „sehen“. Dafür frage ich mich auf dem iPad, warum das Wasser auf der Straße so hoch steht und spiegelt. Kann da nicht mal jemand aufwischen? Düster.

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