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Vor Ort bei der Geburt der neuen HTC Smartphone-Familie „U“

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Zwei neue Geräte, ein neuer Familienname als Zeichen für einen Aufbruch mit noch weiteren Modellen. Das HTC U Ultra und das kleinere Play wurden heute offiziell vorgestellt. Beim Berliner Presse-Event konnten auch wir uns bereits gestern vorab beide Geräte anschauen und sie vor allem auch anfassen. Denn gerade beim Design, weniger bei der allgemeinen „Specs-Schlacht“, will der seit 20 Jahren am Markt agierende Hersteller punkten. Außerdem setzt man auf eine KI, welche als Assistent den Nutzer unterstützen soll und ihm die Informationsflut filtern.

Zwischen den Zeilen

Megapixel, DPI, GP, mAh und Zoll. Dicke und Gewicht. Man wendet sich ab von der inkrementalen Verbesserungsorgie einzelner Elemente. Nicht etwa, weil die Geräte nicht mithalten könnten. Vielmehr weil sie mehr bieten wollen und können sollen. Die Frage laute: „Wieviel Arbeit kann uns das Smartphone abnehmen?“ Soweit war meine Outline aus der recht persönlichen Präsentation im jeweils kleinen Kreis. Die Fans sollen zurückgewonnen werden mit „geilen Produkten“ und 2018 wolle man sich komplett neu positionieren von der Kommunikation her. Und trotzdem liest man heute hoch und runter vorwiegend die üblichen Datenblätter in Satzform in den Tech-Communitys. Okay, der Preis wird wie üblich diskutiert. Es gibt auch Leute, die ein Smartphone allein wegen einer Farbe kaufen und weil es sich gut anfühlt und bedienen lässt, muss ich da als persönliches Vorwort mir vom Herzen schreiben. Klar, das gestrige Event lässt gerade in diesen Bereichen wenige Aussagen zu, da ein Test eben aufgrund der nicht fertigen Software nicht vorgesehen war. Vorstellen kann man es sich aber.

Und noch ein Part II der Vorgeschichte als Frage: HTC, kennt ihr sicher? Ein verdammt unfairer Satz gleich zu Beginn der Vorstellung einer neuen Produktfamilie, könnte man meinen. Klar kennt man den Hersteller. Doch in Wirklichkeit ist mit der Skepsis ein Unwohlsein über den Bedeutungsverlust zum Underdog im Schatten von Apple und eben vor allem Samsung und weiteren chinesischen Herstellern impliziert. Denn vielleicht kann sich der ein oder andere auch noch an die Zeiten erinnern, bei welchem die Handyhändler euch wie als ein Insidertipp von diesen fantastischen Geräten aus Alu überzeugten. Und das nicht nur, weil es einen aufblasbaren Sitz in Fußballoptik zur WM 2010 dazu gab. Und dann gab es ja noch die Windows-Devices. Mit Umsatzrückgängen in einen seit vergangenen Jahr schrumpfenden Marktumfeld (zumindest in DE) sieht sich der einzige First-Mover konfrontiert. Und trotzdem und gerade will man die Fahne des Innovators weiter hochhalten und ruft entsprechende Preise für die Geräte von um die 700 Euro aus.

Das HTC U Ultra

5,7 Zoll hat das Display. 2 Zoll das andere. Das sind keine zweite Smartphones. Die Front des Ultra hebt sich dadurch ab, dass es rechts oben neben der 16 MP Selfiekamera einen Miniscreen mit Infos gibt. Okay, kein komplett neues Feature, aber in Kombo mit der KI ggf. interessanter als bei der Konkurrenz. Mittig unten die mechanische Home-Taste mit Fingerabdrucksensor. Als OS läuft Android 7.0 Nougat. USB Typ C wird verwendet, auch für den Kopfhörer. Klinke auch hier adé. Der schmale Alurahmen geht wie Vorn auch rückseitig in eine Glasoberfläche über. Diese ist an den Ecken leicht gewölbt. Die Hauptkamera (beste auf dem Markt, besser als beim Pixel) ist typsicherweise für Statement der Oberklasse leicht erhoben. Wenn das Gerät daliegt, hat es also eine winzige Neigung. Kippelt und rutscht aber nicht. „Unter die Haube“ gucken wir nicht. Ja, es hat nen Chip, Ram und Speicher.

Interessanter sind dann vielleicht noch die vier Farben, gerade das blau wünsche ich mir persönlich schon lange von Apple. Okay, etwas dezenter vielleicht. Beim Ultra gibt es ein sehr dunkles blau, welches aber im Gegensatz zum Plastikblau viel edler und trotzdem poppig wirkt. Die weiteren Farben schwarz, weiß und rosa sind schon üblich. Durch die Glasoberfläche auf der Rückseite sind diese, sagen wir mal, recht discotauglich. Man könnte auch „Spieglein, Spieglein“ sagen. Sie sehen jedenfalls zu schön aus, um sie hinter einem Silikoncase zu verstecken. Kratzer sollen ja bei Glasrückseiten weniger sichtbar sein als bei Alu. Naja, kann ich persönlich nur teilweise bestätigen.

Als Liquid Surface bezeichnen die HTCler ihren Designanspruch. Wie ein Wassertropfen geformt – „fühle sich an wie ein großer Tropfen Flüssigkeit“. Ich finde noch nicht ganz, aber es schmeichelnd mit runden Ecken und gefühlt geringem Gewicht trotz Glaseinsatz. Da lassen wir auch mal die Grammzahl weg. Das HTC Ultra ist nicht das leichteste Gerät und nicht das dünnste. Basta. Haptisch auffällig sind noch die „Riffel“ beim Einschalter. HTC habe zwei Jahre lang an einer speziellen Technologie gearbeitet, um Glas unter hohem Druck und großer Hitze dreidimensional zu biegen. Das Ergebnis sei ein extrem schlankes und widerstandsfähiges Gehäuse.

Zwei Features fehlen – der Wasserschutz und die kabellose Aufladbarkeit.

U wir Ursula? Sense Companion

Sense Companion heißt die KI, welche einem das Gerät „handlicher“ machen soll. Infos bündeln wie gesagt und kluge Hilfe geben. Als Beispiel wurde aufgeführt, dass man vor einer langen Reise oder einem Termin vor niedriger Akkuladung proaktiv gewarnt werde. Also lieber nochmal aufladen oder eine Powerbank einstecken, um komplett durchzukommen. Die Spracheingabe soll durch vier Mikros erleichtert werden und sie ermöglichen auch eine Aufnahme von 3D-Sound. Der Companion wird über den Store ausgeliefert und geupdatet. Funktioniere aber auch ohne Internet. Laut Aussage von HTC mir gegenüber ist es denkbar, dass auch ältere Geräte in den Genuss des Features kommen.

Bleibt für mich zuletzt noch die Frage, warum der nützliche Assistent so einen sperrigen Namen trägt. Ich konnte ihn mir gerade einmal bis gestern 18 Uhr merken. Es sind doch noch genug neutral wirkende weibliche Vornamen übrig. Vorschläge mit U vorn werden „honor“iert mit… Anerkennung. Ursula und Uschi sind aber bereits weg.

Ausblick: Das HTC U Ultra ist dann ab Mitte Februar zunächst in schwarz und blau erhältlich. Zusätzlich wird es später eine hochwertige 128 GB Edition des HTC U Ultra mit einer Front aus Saphir-Glas für maximale Widerstandsfähigkeit geben.

Sorry U Play, du hast viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen in diesem Artikel. Zwei Bilder habe ich noch von dir:

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Kommentare zu Vor Ort bei der Geburt der neuen HTC Smartphone-Familie „U“

  • war erst interessiert, doch der preis ist viel zu hoch, da erwarte ich mindestens noch lange Haltbarkeit durch Eintauchschutz unter Wasser!

    oghælpha 30. Januar 2017 11:21 Antworten

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