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Donnerstags-Check: Bit City frisch erschienen – untätig in der Simulationsstadt

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Städte, die Kulturraumverdichtung schlechthin, meist ein zentraler Ort des Lebens und sei es nur, wenn man unsere heutigen PKW mit Verbrennungsmotor aus einer Alienperspektive als lebendige Wesen betrachtet, welche Menschen fressen und überfahren. Des Themas Urbanistik hat sich auch der allseits beliebte Entwickler NimbleBit angenommen. Hach, lang ersehnt ist sein Städtebauspiel Bit City. Nun ist es da und es ist ein Idle Game geworden. Och. Für Kenner des Genres ist damit eigentlich alles gesagt. Nix da mit dem Mikromanagement, wie man es vom Tiny Tower oder den Pocket Trains kennt. Vielmehr muss man recht schnöde einmalig Grundstücke kaufen und dann immer wieder auf einen Button tippen. Oder man wartet ganz einfach.

Bit City hört sich knuffig an. Ein Frisör wird in Stockwerk 5 gebraucht, doch eigentlich muss wenigstens ein Bitizen in der Bar arbeiten? Herrje. Tiny Tower war damals schon ne Nummer (unser Review hier im App Blog ist knapp 6 Jahre alt!). Das Spielprinzip war zwar auch simpel, doch es gab zumindest am Fahrstuhl immer was zu tun. Hier beim Stadtbauspiel ist der „Spieler“ zu etwas mehr Untätigkeit verpflichtet worden. Grafisch erinnert es an den 2000er Klassiker von Maxis. Wenn man es genau nimmt, ist Bit City der realistischere Stadtsimulator als Sim City 2000 damals war.

Gameplay von Bit City

Spielziel ist es, richtig viele Coins anzuhäufen und immer größere Städte zu bauen. Missionen gibt es auch, mit welchen man die grünen Bux verdienen kann. Die Premiumwährung wird recht großzügig verteilt. Zum Thema Freemium unten beim Download noch ein Hinweis.

Die Stadt liegt schon vor dir. Es stehen drei Gebäude in einem fertigen Straßenraster: Bank, Parkhaus und Rathaus. Weiterhin gibt es kaufbare Grundstücke, welche man für Wohnungen, Gewerbe oder Service vorsehen kann. Das kostet Coins. Jedes der Gebäude kann dann hochgelevelt werden, wozu es einen zentralen Button gibt. Das ist kostenfrei, benötigt aber immer mehr Zeit. Jedes Gebäudelevelup bringt mehr Steuern. Als weitere Einnahmequelle dienen die auf den Straßen fahrenden Autos. Gespielt wird in Levels. Je weiter du voran schreitest, desto mehr Bauplätze stehen zur Verfügung. Um ins nächste Level zu kommen, muss man eine festgelegte Bevölkerungszahl erreichen, welche sich allein daran misst, wieviele Grundstücke man bebaut hat.

In höheren Levels kommen dann Städte mit viel mehr Bauplätzen. Außerdem haben die Städte dann Flughafen und Hafen, wo man weitere antippbare Fahrzeuge für Luft und Wasser kaufen kann. Reich wird man allein schon dadurch, dass man die Spiele-App aktiv rumliegen lässt. Interessant wird das bei den Upgrades des Tier 3, wenn man einen Autobaumodus aktiviert. Dann muss man gar nix mehr machen als Spieler. Zwar gibt es auch Idle-Einnahmen, doch diese sind übers Level der Bank gedeckelt.

Im Rathaus heißt es die verdienten Coins in immer weitere Upgrades zu stecken. Warum es freilich Millionen kostet, die Steuern zu erhöhen, ist nicht so verständlich. Das muss einfach, weil es das Konzept so vorsieht. So bezahle ich 50 Millionen, um die Unternehmenssteuer auf 615 Prozent zu erhöhen. Warum?

Der Spielspaß kommt noch dadurch, dass man unterschiedliche Gebäude sammeln kann. Wer übrigens das Häkchen bei „Historical“ setzt, der verhindert den Austausch des Gebäudes beim nächsten Level-Up. Doch etwas fehlen mir die neuen Ideen. Besonders beim Button „Prestige“ ist mir aufgefallen, dass man schon mächtig von anderen Spielen des Genres sich inspirieren lassen hat. Hej, zumindest ein anderer Titel fürs Zurücksetzen des Fortschritts hättet ihr euch schon einfallen lassen können. Auch sonst fehlen mir ein paar Ideen, z.B. eben fürs Mikromanagement. Städtebausimulationen sind dafür ja prädestiniert. Insgesamt bin ich also nicht vollkommen überzeugt. Vielleicht war auch meine Vorfreude zu groß, als ich die schöne Pixelgrafik gesehen hatte. Und vielleicht kommt ja in höheren Levels noch etwas?

Download und die Sache mit dem gratis

Bit City ist kostenfrei für Android und iOS. Es gibt freiwillig Werbung, damit kann man seine Einnahmen z.B. verdoppeln. Es gibt Käufe. Die Premiumwährung Bux dient dazu, um besondere Landmark-Gebäude zu kaufen. Etwa das Brandenburger Tor. Man kann mit ihr auch die Gebäude sofort hochleveln. Man verdient sie aber auch recht prächtig im Spiel. So habe ich durch die Missionen und die herumfahrenden Autos schon 1500 der grünen Geldscheine gesammelt. Für das nette Bezahlmodel ist der Entwickler bekannt.

App-Check von Bit City
Name der App
Bit City
Entwickler
NimbleBit
Sprache
Englisch
getestete Version
1.0.0 vom 12.03.2017
getestet für
Gigaset ME Pro
Größe
85,06 MB
Positiv
+ Retro Städtebaugrafik
+ klassisches Idle Game
+ gratis und offline spielbar
Negativ
- zu wenige neue Ideen


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Kategorien
Android · Check · iOS · Spiele
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