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Best Brokers App im Check

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Wenn man es genau nimmt, hat die App eigentlich einen falschen alliterativen Namen. Über 14.000 Teilnehmer stören sich daran aber nicht. Es geht bei Best Brokers nicht um einen Vergleich von Depotanbietern, wie die Wahl zum Broker des Jahres, sondern um ein klassisches Börsenspiel für Trader, umgesetzt für das Smartphone.

Funktionen der Best Brokers App

Nicht die Rolle des Brokers nimmst du beim „Spiel“ ein, sondern die eines Aktionärs / Traders. Die Anführungszeichen um die Kategorie deuten schon an, dass es hier nicht nur um Spaß geht, sondern auch ein gewisser Nutzen in Form von Lerneffekten vorhanden ist. Börsenspiele gab es gerade um die Jahrtausendwende an jeder Ecke, da gab es das Planspiel Börse der Sparkassen, Börsenspiele von Börse Online und der FT. Als App ist die Umsetzung seit vergangenem Jahr zu haben. Damals in Zeiten der Volksaktien wie heute im App-Zeitalter verfolgen die Spiele für die Banken und Infodienstleister den Zweck, mehr Kunden zu gewinnen und die neue Form der Geldanlage für eine breite Zielgruppen zu eröffnen. Bei der App, welche offenbar nicht von Dritten zu Werbezwecken unterstützt wird, geht es darum, das Börsengeschehen realistisch nachzustellen.

Beim App-Start von Best Brokers ist zunächst eine Registrierung mit einem fiktiven Namen, welcher z.B. in den Highscores erscheint, sowie einer E-Mail-Adresse notwendig, an welche auch eine Opt-In-Mail geschickt wird. (siehe Kommentar vom Entwickler – einiges hat sich geändert seit unserem Review im Jahr 2012). Mit einem Startkapital von 50.000 € ausgestattet, kannst du innerhalb der echten Börsenzeiten dein virtuelles Depot „behandeln“. Dieses wird im Reiter „Depot“ mit seinem aktuellen Vermögen abgebildet, zudem kann man hier seine Beobachtungsliste einsehen.

Die App bietet auf Seite 1 aktuelle Wirtschaftsmeldungen, welche aus dem RSS-Feed von Börse Online besteht und somit das klassische Spektrum der täglichen Chartanalyse, Einzelmeldungen zu Aktien und Empfehlungen umfasst. Welche Wertpapiere man kaufen kann, ist im Bereich Märkte zu sehen. Dies sind großteils die Aktien der dt. Hauptindizes (DAX, MDAX, SDAX, TecDax), eine Auswahl europäischer Werte sowie jene der NYSE (Dow, S&P) und der Nasdaq. Im Bereich Rohstoffe gibt es außerdem eine kleine Auswahl an Zertifikaten auf Kupfer und Co. Es fällt also auf, dass Derivate und andere Waffen der Finanzindustrie eher nachrangig vertreten sind. Die Infos zu den Werten besteht aus drei Charts sowie dem aktuellen Kurs von Lang und Schwarz.

Zum Börsenspiel gehört eine Bestenliste. Deine Perfomance wird im Tages-, Monats- und Gesamtvergleich betrachtet. Hier wird auch angezeigt, wie viele Transaktionen derjene durchführt und im Profil ist sogar einsehbar, welche Aktien zum Erfolg führten. So hat der derzeit Erstplatzierte Lord Byron ganze 210 Transaktionen durchgeführt und mit 2,3 Mio. Euro eine Performance von 4500 Prozent hingelegt. Sein Vermögen hat er, wie viele andere der Top-Liste, übrigens auch durch Apple-Aktien vermehrt. 😉

Zusätzlich können sich ambitionierte Trader in Gruppen zusammenfinden.

Der Altmeister der deutschen Börse, André Kostolany, hat einmal zur neumodischen Unterstützung durch Handelsystem gesagt: „EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.“ Dies gilt auch bei Best Brokers. Die App ist übersichtlich und nicht durch Chartanalyse-Tools etc. überfrachtet, verantwortlich für die Performance bist allein du.

Fazit zu Best Brokers

Für den Kaufmann gilt der Satz, was zählt, ist das Ergebnis am Ende des Tages. Beim Spiel gibt es keine Preise zu gewinnen, nur Ruhm und Ehre. Der Handel selbst wirkt eher ruhig, da wie beschrieben, Derivate und Hebelinstrumente unterrepräsentiert sind. Zocker sind hier also eher falsch. Trotzdem beobachtet man natürlich auch Aktivitäten in den Pennystocks, welche zu Tagesgewinnern führen. Durch die Transparenz in der Bestenliste kann jeder durch die Beobachtung der Gewinner etwas dazulernen. Am Ende des Tages wird also der gemachte Umsatz durchaus in Erfahrung ausgezahlt, ohne dass man echtes Geld in seine Lernkurve investieren muss. Best Brokers ist eine rundum gelungene und faire Handelssimulation.

Update, Dezember 2015: Wie uns Entwickler Daniel in den Kommentaren verraten hat, gibt es die App mittlerweile auch für Android! Aber nicht nur das – zahlreiche Funktionen wurden verbessert, sodass die App nun noch besser geworden ist. Thumbs up!

App-Check von Best Brokers
Name der App
Best Brokers
Entwickler
Daniel Fontes
Sprache
Deutsch
getestete Version
1.1.0 vom 22.12.2011
getestet für
iPhone 4
Größe
0.7 MB
Positiv
+ aktuelle Kurse und Nachrichten
+ Lerneffekte

Negativ
- keine Preise zu gewinnen


iOS Download
Android Download
Themen
· ·
Kategorien
Android · Check · Finanzen · iOS
https://www.check-app.de

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Kommentare zu Best Brokers App im Check

  • Best Brokers wurde komplett neu aufgelegt und ist jetzt neben iOS auch für Android verfügbar!

    Daniel 16. Dezember 2015 20:26 Antworten
    • Ohja? Danke für die Info. Was ist denn so neu?

      Check-App 16. Dezember 2015 20:34 Antworten
      • Die Registrierung wurde abgeschafft: Auf iOS-Geräten wird das Benutzerkonto mittels iCloud synchronisiert und bei Android wird das Google-Konto verwendet. Der Registrierungszwang war einer der größten Kritikpunkte der alten Version. Mit dem neuen System hat man praktisch nur noch ein Leben. Wer sein Startkapital verzockt, muss sich langsam wieder hocharbeiten, oder zusätzliches Spielgeld schmerzlich hinzukaufen, was aber für die Bestenlisten keine Auswirkungen hat. Zugekauftes Geld wird so behandelt, als hätte man es bereits zu Beginn besessen. Depots können nicht zurückgesetzt werden.

        Das komplette Backend wurde neu geschrieben um die Performance des Spiels zu verbessern.

        Gruppen wurden durch Freunde ersetzt. Man kann sich jetzt leichter mit anderen Spielern austauschen.

        Die Charts sind wesentlich genauer, es gibt viel mehr Kursinformationen, wie Tages-Hoch/Tief usw., eigentlich wurde die komplette App neu geschrieben und jeder Punkt optimiert…

        Daniel Fontes 12. Januar 2016 13:51 Antworten
        • Super, das klingt interessant! Vielen Dank für das Update. Da lohnt es sich doch gleich nochmal die App zu installieren. Den Link zu Android habe ich schon hinzufügt oben im Text.

          Check-App 12. Januar 2016 13:53 Antworten

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