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Meater: Smartes und kabelloses Fleischthermometer für den perfekten Genuss im Praxischeck

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Der perfekte Genuss. Heutzutage klingt das gar nicht mal so verheißend mehr, da es als Werbespruch schon selbst vom Burgerladen um die Ecke benutzt wurde. Dabei würde das bei diesem per App gesteuertem Gadget mal ausnahmsweise das Resultat sein, was es ermöglicht. Wir haben heute also kein Fitnessarmband und keine Powerbank als Empfehlung, sondern ein… smartes und kabelloses Fleischthermometer. Würde sein Name gleich an erster Stelle stehen, so würde der ein oder andere sicher auch schon den Braten gerochen haben: Meater heißt er. Also von Meat, für Fleisch. Und da man den Meater nicht nur in der Küche einsetzt, sondern auch draußen beim Grill, ist seine Vorstellung im heißen Mai 2018 hier wohl ebenso perfekt getimt, wie die Speisenzubereitung selbst auch. Da wir aber unsere Nachbarn nicht belästigen wollten, haben wir ihn dann aber doch für den Praxischeck in den Backofen getan. Mit Omis Rezept für ein natürliches Roastbeef mit Gemüse.

Zäh wie eine Schuhsohle. Vielleicht noch gut zu gebrauchen, um damit dem Hund die kommende Woche zu beschäftigen. Abhilfe schaffen, solche Kochkatastrophen verhindern, will der Meater. Dabei wird keine Magie eingesetzt, sondern Expertenwissen wie es in jedem guten Restaurant angewandt wird. Restaurantqualität also Zuhause, ein weiterer Slogan des Meaters. Die Temperatur und die Zeit zu kontrollieren ist der Schlüssel zum Erfolg. Das kann man auch mit anderen Fleischthermometern. Wohl aber mit keinem so komfortabel und zuverlässig wie mit dem Meater. Es sei das erste seiner Art.

Produktvorstellung: Was man bekommt

Der Meater ist ein schlanker Stab, geliefert in einer Aufbewahrung, die als Ladestation dient. Auf den ersten Blick kann man den Stab aus Edelstahl in seiner hölzernen Schale mit einem Designkugelschreiber oder Touchpen fürs Tablet verwechseln. Er besitzt zwei Sensoren. Einen für die Fleischinnentemperatur, einen für die außen. Einsetzbar ist er für Steaks, Hühnchen, Truthahn, Fisch oder jedes andere Fleisch. Man steckt ihn ins Fleisch, es verbleibt kein sichtbares Loch später. Er selbst hat kein Display und keine Tasten. Angesteuert wird er per App, welche für Android und iOS gratis zu Verfügung steht. Die Verbindung erfolgt per Bluetooth in der direkten Nähe oder per WLAN.

Zum Hintergrund interessant ist, dass der Hersteller, die Apption Labs Limited, eine Kampagne auf Kickstarter hatte. 2015 war das und das eigentliche Ziel von 100.000 Dollar wurde mit 1,2 Millionen mega übertroffen. Da hat wohl jemand einen Nerv getroffen. Den Nerv etwa, den man mit den kabelbetriebenen Geräten hat. Oder jenen, dem man mit anderen Thermometern ausgesetzt ist, da man am Ende trotzdem noch selbst rechnen und wissen muss, wie man die Temperatur denn einschätzt.

Der Meater ist ein Küchenutensil. Entsprechend hat man sich für eine sehr schlanke umweltfreundliche Minimalverpackung aus Pappe entschieden. Zumal der Meater selbst der Sache nach erwartungsgemäß sehr robust sein muss, also auch keine Sichtfenster und Dreifachfolierung der Verpackung benötigt. Gerade angesichts des Preises, welcher bei jedem Review immer im Vordergrund zu stehen scheint, ist die Ökoverpackung, das Holz der Ladestation und der matte Edelstahl mit der schwarzen Keramik sind schon ein edles Design-Statement. Ein Schmuckstück ist er schon. Das Preisargument in Richtung Luxus kann man allerdings sofort vergessen, finde ich. Denn wer den Preis in Relation zu dem des Fleisches betrachtet, hat alle Karten richtig ausgespielt. Gerade für Rindfleisch, was fast alle Beispiele ziert, ist der Meater perfekt und hilft eben sogar Geld zu sparen, da man im Vergleich zum Restaurant denken muss. So wird das von Meater auch beworben, was ich richtig finde.

Praxischeck: Wie man den Meater nutzt

Vorweg: Über Geschmack kann man streiten. Auch über Fleisch und überhaupt. Das tun wir aber nicht. Sondern schauen einfach mal, ob der Meater genauso funktioniert, wie es versprochen wird.

Die Holzaufbewahrung ist zugleich Ladestation. Eine AAA-Batterie versorgt ihn hier mit Strom. Vor der ersten Nutzung soll man ihn eine Stunde laden. Also am Vortag schon mal bereit gelegt. Ob die Batterie selbst noch ausreichend geladen ist, erfährt man an einer LED in grün:

Einsetzbar ist der Meater wie gesagt mit allen Fleischsorten, obwohl einige wie Strauß und Krokodil nicht aufgeführt sind. Nutzen kann man ihn im Backofen, Grill und allen anderen Zubereitungsgeräten, welche ihm keinen Druck und Wasser aussetzen. Also explizit z.B. nicht in der Mikrowelle und zur Reinigung auch nicht im Geschirrspüler. Seine Maximaltemperaturen sind 100 Grad für den Innensensor und 275 Grad für den Außensensor.

Meater selbst gibt zahlreiche Tutorials als Video wieder. Auf der Verpackung des Roastbeef ist eine Zubereitungsempfehlung und solche Rezepttüten gibt es mittlerweile auch, denke ich.

In der Anwendung: Meater per Bluetooth verbinden. Es gibt keine Pairingtaste. Er macht das automatisch, wenn man ihn aus der Ladeschale nimmt. Geht sofort und die Verbindung ist stabil. Nun heißt es Fleisch auswählen und dessen Zubereitungsstufe. Aufgrund der hohen Temperaturen in Deutschland derzeit und der Massentauglichkeit des Gerichts, entscheide ich mich für Medium Well, also nicht ganz so rosa wie üblich für den Braten. Achja. Das Fleisch stammt aus dem Supermarkt. Rindfleisch aus Brasilien für 21 Euro und nicht vom hiesigen Gut Hesterberg. Für den ersten Test nicht. Vorausblick: Die Vorsicht war unbegründet.

Der Meater gibt nun eine Temperatur von 68 Grad an, welche das Fleisch im Kern erreichen soll. Anfangs braucht die App etwa 15 Minuten bis sie eine voraussichtliche Zeit im Backofen anzeigt. Letztlich war es etwa 55 Minuten im Ofen. Die App zeigt die aktuellen Temperaturen der Sensoren an und es gibt auch einen hübschen Chart für die technischen Analysten unter euch.

Das Meater Thermometer wird ins Fleisch gesteckt. Das geht erstaunlich einfach, obwohl die Spitze des Gadgets gar nicht so spitz wirkt. Also ohne Verletzungsgefahr. Im Fleisch steckt es sicher und ohne die Gefahr herauszurutschen. Ich nutze einen Bratenschlauch, sodass ich ihn an der Öffnung rausschauen lassen kann. Während der Zeit im Ofen wird permanent die Temperatur aufgezeichnet und angezeigt. Kurz vorm Ende des Vorgangs gibt es einen Alarm per App. Das Resultat ist überzeugend:

Der Meater zeigt nach dem ersten Gebrauch keinerlei Verschmutzungen. Nur schnell abwaschen und fertig ist er für den nächsten Einsatz.

Fazit: Verfügbar ist der Meater hier bei Amazon für 99,50 Euro. Wir haben ihn zur Verfügung gestellt bekommen und deshalb unter realistischen Bedingungen eingesetzt. Dabei zeigte sich das Gadget als sehr benutzerfreundlich und leicht nutzbar. Hier gibt es überhaupt keine Kritik. Ach doch. Die App ist derzeit noch Englisch, was aber in der Bedienung nicht ins Gewicht fällt. Grad Celsius beherrscht es.

Das nächste Mal wird gegrillt!

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Essen · News & Reviews
https://www.check-app.de

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