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Huawei Ascend P6 im Check

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Das Huawei Ascend P6 wurde im Sommer 2013 als dünnstes Smartphone der Welt vorgestellt. Der Android bietet neben der kompakten Bauart ein schickes Design, ein großes Display sowie eine gute Kamera. Und das zu einem Preis von aktuell lediglich um die 280 Euro – 350 Euro, abhängig von der Gerätefarbe. Wir haben das Huawei Ascent P6 vier Wochen im Alltag getestet, Apps darauf gespielt und seine Vorzüge kennengelernt. Wie unser Test ausgefallen ist, könnt ihr im nachfolgenden Bericht lesen.

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Schlicht und edel designt ist es. Der Ersteindruck vom Huawei Ascend P6 ist aber natürlich von der Neugier geprägt, wie dünn es denn nun wirklich ist. Mit seinen 6,18 mm (ja, hier kommt es auf die zweite Nachkommastelle an) kann es sich tatächlich hinter einem Bleistift verstecken, hinter dem iPad Air oder iPhone 5s allemal. Verstecken muss es sich im weiteren Vergleich aber gar nicht. Denn angefangen bei der Verpackung, dem Zubehör und der Verarbeitung, ist das P6 im Bereich der Top-Smartphones anzusiedeln. 132,6 x 65,5 sind die weiteren Maße des schlanken Gehäuses. Mit dieser Größenordnung liegt es gut in der Hand. Zumal es mit 121 g auch noch sehr leicht ist. Die Kanten fühlen sich grundsätzlich nicht scharf an, wie man es ab und an lesen kann, lediglich die unteren beiden Ecken wirken etwas rau. Die Spaltmaße sind gering, an der unteren Kante von Display zu Gehäuse sammelten sich trotzdem recht schnell Staubflusen.

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Das von uns genutzte Modell ist weiß. Die Rückseite besteht aus mattem Kunststoff, welcher mit einer runden Kante ums Gerät gezogen ist. Fingerabdrücke haben hier keine Chance. Die drei anderen Seiten bestehen aus einem silberfarbenem Alumiumrahmen, welcher oben kurz für die Antennen unterbrochen ist. An dieser Stelle ist das Design dem aktuellen iPhone 5 ähnlich. Neben der hellen Variante gibt es das P6 noch in Schwarz mit einer angerauten Gehäuserückseite sowie als einzige Farbvariante in Pink.

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Huawei Ascend P6 und Apples iPhone 5s im Vergleich

Tasten hat das P6 nur am rechten Rahmen. Hier sind Einschalter, ein Lautstärkewippschalter und zwei Slots für Micro-SIM und Micro-SD-Karte untergebracht. Ein Mini-USB-Anschluss ist oben, der Kopfhörerausgang unten links. Dieser ist hinter einem kleinen Metallstift versteckt, welcher zugleich als Öffner für die beiden Kartenslots genutzt werden kann. Die Positionierung des Ausgangs ist etwas seltsam, da das Kabel hier die Bedienung etwas behindert. Der kleine Stift sollte wohl nach dem Erstgebrauch nicht wieder eingesteckt werden, da man ihn in der Hosentasche schnell verlieren kann.

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Das Display aus Gorilla-Glas von Corning hat eine Diagonale von 11.9 cm (4.7 Zoll) und eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln (Dichte 312 ppi). Farbwiedergabe und Helligkeit lassen keinerlei Schwächen erkennen. Die Schriften im Browser sind sehr scharf, Apps sind farbgewaltig wie man es erwartet. Das Display hat zudem links und rechts nur einen sehr schmalen Rand, sodass man mit dem Daumen jede Stelle erreichen und mit einer Hand bedienen kann.

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Der auf der Rückseite angebrachte Lautsprecher liefert ein klares Klangbild, selbst wenn das Gerät flach auf dem Tisch liegt. Dolby Digital Plus kann in den Einstellungen für den Sound für Musik und Video getrennt voneinander aktiviert werden.huawei_ascend_p6_09

Die zwei Kameras des P6 machen gute Bilder, wie ihr hier in diesem separaten Test-Artikel zur Qualität der Bilder und der Usability der App nachlesen könnt. Die 8-Megapixel-Hauptkamera hat als besonderes Feature einen Makro-Linseneffekt, was eine geringe Brennweite und das Eintauchen in die Detailwelten kleiner Objekte ermöglicht. Die Frontkamera mit 5 Megapixeln bietet als Besonderheit einen Selfie-Modus an, bei denen die Selbstporträts besonders schön werden sollen.

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Vorinstalliert ist auf dem Huawei Ascend P6 ein Android 4.2.2 mit der Oberfläche Emotion 1.6. Vorinstallierte Werbeapps gibt es nicht, natürlich jedoch die Google Apps und diverse Dienste. Diese UI bietet fünf vorinstallierte Designs, welche Hintergrundbild, Farbschema und Menüdesign schnell ändern lassen. Mehr Designvorlagen gibt es offenbar im Netz. Zudem hat die Huawei UI ein Widget auf der Startseite, in welches man Kontakte, Wetter, Galerien und einen Musikplayer platzieren kann. Die Apps werden direkt auf der Startseite angeordnet, sodass man ein von der iOS-Anordnung beeinflusstes Android zu bedienen scheint. Einen App-Drawer gibt es nicht. Positiv fällt noch der Berechtigungsmanager auf, mit welchem man den Apps die Zugriffsrechte auch nach der Installation individuell zuteilen kann. Schon im Januar 2014 soll das P6 auf Android 4.4 geupdatet werden können.

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Beim mitglieferten Zubehör fällt besonders positiv auf, dass Huawei ein transparentes Silikon-Case mitliefert. Dieses passt sich perfekt an, schützt gegen Kratzer und lässt das P6 auch auf glatten Oberflächen verrutschungssicher liegen. Aufladegerät und Kopfhörer sind Standard.

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Der interne Speicher für Apps und Medien beträgt nur etwa 4,5 GB, da das OS den Rest der 8 GB belegt. Eine Speicherkarte kann mit bis zu 32 GB eingesetzt werden. Weiterhin hat das Ascend P6 einen 1.5 GHz Quad-Core Prozessor (K3V2) mit 2 GB RAM in seiner schlanken Erscheinung versteckt. Das Modell ist nicht ganz neu und wurde bereits bei Vorgängermodellen seit 2012 eingesetzt. Seine Performance ist im Alltagsgebrauch gut bemessen. Gespielt wurde auf dem P6 u.a. Battle Monkeys, Block Gun 3D und Sheep Happens, was mit dem großen Display viel Spaß macht. Jedoch sind dies auch drei Apps, die nicht besonders viel Leistung erfordern. Das vorinstallierte Riptide GP und Real Racing 3 laufen großteils flüssig im normalen Modus. Dann gibt es jedoch noch einen Energiesparmodus (Höchstdauer Einstellung). In diesem muss man ab und an mit Rucklern rechnen, welche den Modus fürs Spielen eher ungeeignet macht. Wenn wir jedoch grafikintensive Apps aus dem Hintergrund geholt haben, gab es längere Verzögerungen. Das Leistungsbild im Mittelfeld bestätigt der Benchmark-Test, wie nachfolgende Screenshots zeigen:

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Mit dem Huawei Ascend P6 haben wir auch Ingress gespielt, was bekanntlich ein guter Akkutest ist und konnten das Gerät noch bis zum Abend für weitere Aktivitäten nutzen. Der Akku ist mit 2.000 mAh gut bemessen. Der Gerät wird bei den grafikintensiven Spielen, wohl aufgrund der dünnen Bauweise, relativ heiß.

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Fazit zum Huawei Ascend P6

Das Ascend P6 von Huawei ist ein sehr hochwertiges Android für den Normalnutzer, welches vor allem aufgrund seines schlichten Designs und seiner benutzerfreundlichen Oberfläche überzeugen kann. Die Kameras sind sehr gut und erlauben auch Ungeübten gelungene Schnappschüsse vom Makrobereich bis zu Porträts. Bei anspruchsvollen Spielen reicht die Rechenleistung des P6 hingegen nicht, um ruckelfrei spielen zu können. Das Android-OS wird in Kürze auf 4.4 aktualisiert, was zeitgleich mit anderen Herstellern erfolgt und sehr löblich ist. Die hauseigene UI bietet diverse Bedienungsvorteile. Ingesamt ist das P6 zum aktuellen Preis ein sehr guter Kauf und würde auch in unsere Auswahl kommen, wenn wir uns einen aktuellen Androiden kaufen würden. Nach den vier Wochen im Test haben wir uns sehr an das Huawei Ascend P6 gewöhnt und schicken das Leihgerät schweren Herzens wieder zurück. Bekommen könnt ihr es u.a. hier bei Amazon.

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