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Im Check: Jabra Move Wireless

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Jabra, bekannt für seine hochwertigen und stylischen Gadgets, hat mit dem Move einen neuen Wireless-Kopfhörer zu einem günstigen Preis herausgebracht. Auf der diesjährigen IFA stellte Jabra in Berlin den Jabra Move Wireless vor. Der Bluetooth Kopfhörer überzeugt mit einem schicken und durchdachten Design in drei Farben, angenehmem Tragecomfort und guter Soundqualität für Musik, Spiele-Apps und Film. Für die Nutzung am Smartphone bietet er zudem Anrufannahme und Tracksteuerung per AVRCP. Getestet habe ich ihn in den vergangenen sechs Wochen und biete euch meine Erfahrungen mit dem Gadget im folgenden Review an.

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Jabra – You´re on dürfte vielen ein Begriff sein. Die Reihe Solemate erfreut sich großer Beliebtheit, die Headsets werden im professionellen und sportlichen Einsatz geschätzt. Bei mir hat sich entsprechend über die vergangenen Tests der Lautsprecher und des Headsets ein gewisses Markenvertrauen aufgebaut, was ich immer wieder versuche kritisch zu hinterfragen, wofür mir die Produkte aber kaum Spielraum lassen. Und um es vorweg zu nehmen – auch der Move hat dieses Bild nicht geändert. Mein Test ist im Bewusstsein zu lesen, hier ein Gerät für nur 99 Euro zu nutzen und sozusagen den kleinen Bruder des Revo.

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Angeliefert wird er wie immer bei Jabra in einer sehr schicken Verpackung. Der Karton ist magnetisch verschlossen, lässt sich wie ein Schaukasten aufklappen und zeigt den Kopfhörer in Schaumstoff liegend wie ein Ausstellungstück. Neben dem Kopfhörer selbst sind die üblichen Verdächtigen in der Box als Lieferumfang anzutreffen: USB- und Klinkenkabel, Anleitung. Nichts davon habe ich seit dem ersten Auspacken benötigt. Denn die Verbindung habe ich ausschließlich über Bluetooth hergestellt und die Anleitung ist aufgrund der einfachen Handhabung nicht notwendig. Wie ich Jabra kenne, werde ich gleich recht die Garantiekarte nicht benötigen.

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Der Kopfhörer ist 218 g schwer und farblich in rot-schwarz gehalten. Schalen, Bügel und Kabel sind laut Verpackung in einem Cayenne, wirken aber eher wie ein FF0040 ähm… mittelrot, also wie die Farbe von Coca Cola etwa. Es gibt ihn noch in blau sowie komplett schwarz. Das sind nicht viele Farbvarianten, jedoch die drei wie sie auch für diejenigen Hörer mit dem „b“ gibt, sodass dies der Massengeschmack sein sollte. Die Farbe lässt ihn sportlicher wirken und ist nicht zu krass, obwohl rot schon die auffälligste Variante sein dürfte. Grundsätzlich wirkt er vom Ersteindruck her sehr robust, jedoch trotz Plastemuscheln nicht billig.

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Ein Überkopfbügelhörer ist generell meiner Ansicht nach vom Design her eher schwierig zu beschrieben, deshalb habe ich hier ein paar mehr Bilder eingefügt. Der Bügel ist elastisch mit Stoff ummantelt. Dieser zeigt auch nach sechs Wochen keinerlei Gebrauchsspuren. Weder Staub noch Haare haben sich auf ihm gesammelt. Die Muscheln des Jabra Move Wireless sind mit flachen Metallstücken am Bügel befestigt, was den robusten Eindruck verstärkt. Das flache Kabel ist gummiartig und dadurch wohl komplett verschleißsicher. Die Muscheln sind rund, also nicht ohrumschließend, sondern aufliegend. Ihre Bauart ist geschlossen. Außen bestehen sie aus mattem Plastik, innen spürt man hinterm Gitter ungepolsterten Stoff, die Schallisolierung ist dunkles Kunstleder.

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Das Tragegefühl ist durch das weiche Kunstleder und den Stoffbügel sehr angenehm, er liegt gut auf dem Ohr. Er wärmt jetzt in der kälteren Jahreszeit natürlich. Roter Kopfhörer, rote Ohren. Obwohl er eine geschlossene Bauart hat, ist er aufgrund der Auflage auf dem Ohr nicht komplett schallisolierend. Man kann also im Straßenverkehr damit unterwegs sein (das ist keine Empfehlung) bzw. im Büro etc. noch angesprochen werden. Nach vier Stunden Nutzungszeit verspüre ich langsam ein Druckgefühl, was wohl vollkommen normal ist, wenn er auf dem Ohr aufliegt. Die Größe des Jabra Move ist wohl für die größten Dickschädel ausgelegt, ich kann ihn auf 20 cm aufbiegen.

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Die Benutzung ist sehr einfach. Entweder verbindet man den Jabra Move Wireless mit dem etwa 1 m langen Klinkenkabel (oder einem längeren aus dem eigenem Vorrat) mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop. Wahrscheinlicher ist aber der schnurlose Einsatz. Bei der Verbindung über Bluetooth wird man wie immer bei Jabra von einer weiblichen Stimme instruiert. Alle meine Geräte von Android, übers iPhone 6 bis Windows Phone, Tablet oder PC haben den Hörer innerhalb von Sekunden erkannt und bieten die üblichen 10 m Mindestreichweite. Am Smartphone kann ich mit dem Wippschalter die Lautstärke steuern und Anrufe tätigen. Die Freisprechfunktion habe ich auch getestet. Grundsätzlich nutze ich sie nur im Auto, wo ich den Kopfhörer ja nicht aufsetzen würde. Der Test war etwas unfreiwillig, da der Schalter bei meinem Lumia einen Anruf der zuletzt gewählten Nummer auslöst. Das ist meiner Erfahrung nach nicht so gut gelöst und hat mich nach einem Fehlanruf davon abgehalten, den Taster zu bedienen. Die Akkulaufzeit bei Bluetooth-Betrieb wird mit 8 Stunden angegeben. Ich habe mir über eine Woche die Nutzungszeiten aufgeschrieben und habe ihn über 12 Stunden genutzt, bevor er mich mit einer Stimme zum Nachladen aufforderte. Vom gerade noch nutzbar bis zur vollständigen Entladung dauerte es dann aber auch nur wenige Minuten.

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Wichtigster Punkt eines Kopfhörers und eines jeden Audiogeräts ist natürlich der Klang. Der Sound entsteht laut Packungsangaben aus 40 mm Klangverstärkern mit 32 Ohm, einer Frequenzrange von 20 Hz – 20 kHz und einer Empfindlichkeit von 94 dBSPL mit 60 mV bei 1 kHz. Alles verstanden? Ich empfinde den Klang bei Musik auf Höhen ausgelegt, der Bass wirkt etwas schwächer. Der Drop wirkt etwas zu schwach im Vergleich mit der Klangfülle bei Rockmusik und Klassik sozusagen. Das Profil ist also eindeutig eher für den Mainstream ausgelegt und nicht für bassstarke Elektromucke. Das finde ich gut. Denn so lässt sich der Move auch gut für Actionspiele am Smartphone und Tablet nutzen, ohne dass einem die Ohrmuscheln bei jedem Zombiekracher wegfallen.

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Größer Pluspunkt beim Jabra Move Wireless ist für mich eine Sache, welche wohl etwas seltsam erscheinen mag. Und zwar gefällt mir besonders gut, dass in beiden Ohrmuscheln ein Buchstabe – also R und L – eingedruckt ist. Bei anderen Kopfhörern, die sich damit jetzt zum Vorgänger gemacht haben, musste ich immer genau hinschauen und das kleine links oder rechts suchen. Hier habe ich auf einen Blick die richtige Seite auf dem richtigen Ohr. Meine Erfahrung mit dem Move ist, dass er ein treuer Alltagsbeleiter ohne größere Schwächen ist. Sein Akku hält lang, die Verbindung geht sekundenschnell und der Klang ist ausgewogen für viele Einsatzmöglichkeiten. Besonders gut gefällt mir, dass er trotz alltäglichem Einsatz über den gesamten Zeitraum hin so gut wie neu aussieht und sich auch so anfühlt. Zum Preis von 99 Euro ist Jabra Move Wireless ein hervorragendes Weihnachtsgeschenk bzw. Kauf für die mobile Generation.

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Kauf eines Jabra Move Wireless

Kaufen könnt ihr den Jabra Move wie immer überall, wo es coole Produkte gibt bzw. hier bei Amazon.de.

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Kommentare zu Im Check: Jabra Move Wireless

  • Hey leute, wird der per usb aufgeladen?

    Hanno 18. November 2014 13:30 Antworten
    • Hallo Hanno, ja der Kopfhörer kann per USB aufgeladen werden.

      Check-App 18. November 2014 14:33 Antworten

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