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Reolink Argus Pro IP-Überwachungskamera im Check

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Die schönen blauen Blumen! Der Maulwurf hat über Nacht wieder mal seinem Grabdrang ausgelebt und das Beet verwüstet. Oder war es eine Wühlmaus? Zugegeben ist das jetzt nicht der Case schlechthin, für welchen man eine Überwachungskamera wie die Argus Pro einsetzt. Aber man könnte ja mal gucken. Nachdem wir bereits mit dem Modell Argus 2 den dackeligen Dieb am Bratwurstbaum identifiziert hatten, wollten wir daran anknüpfen. Mal schauen, ob uns das gelungen ist. Die uns zum Test angebotene neue Kamera von Reolink hat zumindest alle technischen Eigenschaften, die es dafür braucht: kabellos per WLAN und per Akku oder Solar ist sie betreibbar und IR Nachtsicht sowie Bewegungsmelder hat sie auch. Sowie natürlich eine App für Android und iOS, sodass auch unser Blogtitel “Check-APP” seine Berechtigung findet. Eine Produktvorstellung mit Ausprobiercharakter der neuen Reolink Argus Pro. Achja, die Kamera gleich in vielen Aspekten der Argus 2, sodass wir hier und da freilich ein paar Textlichkeiten übernehmen. Zum System gehört natürlich auch wieder das optionale Solar Panel für eine stromautarke Nutzung.

Reolink entwickelt laut eigener Aussage innovative Überwachungsprodukte und Sicherheitslösungen, welche in über 200 Ländern und Regionen vertrieben werden und schon von mehr als 2 Mio. Kunden genutzt werden. Einen kompletten Background zum Unternehmen benötigt man nur bedingt, da man zwar auf Weiterentwicklungen von App und Firmware vertrauen kann, jedoch nicht den Datenschutz-Check machen muss, wie man ihn von anderen Kameras kennt. Serverstandort in Deutschland, SSL-Übertragung, Sicherheit des Nutzerkontots und so weiter brauchen wir nicht checken. Gerade in Zeiten der DSVGO. Der Grund liegt in der lokalen Speicherung der Daten auf einer SD-Karte, keine Clouds-Abos. Der Trend wird also nicht mitgemacht und dennoch haben wir vom Produkt her alle Vorzüge einer modernen IP-Überwachungskamera. Argus ist noch immer ein passender Produktname für eine IP-Überwachungskamera. Ein alles sehendes Geschöpf, ein Ungeheuer mit hundert Augen am ganzen Leib. Ganz so viele Linsen hat sie natürlich nicht (gibt es schon eine Überwachungskamera mit 360 Grad?), wohl aber einen Weitwinkelblick. Und dieser erlaubt als Nutzungsszenario etwa alles am Haus zu, von der Überwachung der Eingangstüren bis hin zu Raumüberwachung und von Bereichen.

Die Kamera im Ersteindruck

Der Lieferumfang der Argus Pro ordnet sich in zwei Plasteschieber, sodass man erst die Kamera mit Akku zur Hand hat und dann das Zubehör. Die Kamera hat ein zylindrisches weißes Gehäuse im Coladosenformat mit 11,9 x 6,5 x 5,9 cm. Die ganze Wahrheit ist, dass mindestens die Hälfte des Körpers aus dem einschiebbaren Akku auf der Rückseite besteht. Dadurch entsteht auch ein ganz gutes Gewicht von 350 Gramm. Die Front ist glänzend schwarz, auf der Rückseite ist im Akkupart ein USB-Anschluss, seitlich unter den Silikon dann noch ein Reset und der SD-Slot zu finden.

 

Alles in allem eine Bauform, welche sie als Kamera erkennen lässt. Alle modernen IP-Kameras haben das längliche Design alter Überwachungslösungen ja verlassen. Da die Optik nicht mehr soviel Platz braucht und sie damit flexibler in der Ecke montiert werden können etwa.

Die Inbetriebnahme der Argus Pro per App

Akku rein in die Kamera, es kommt eine deutliche Ansage, wonach ich die App starten soll. Die Anleitung hätte mir das auch verraten oder die Intuition. Der Prozess in der App ist auf Deutsch und in circa 4 Minuten erledigt. Die Einrichtung eines Nutzerkontos erfolgt nicht. Man registriert die Kamera nicht beim Hersteller. Man verbindet die Kamera mit dem lokalen WLan für die Ersteinrichtung. Das geht per QR-Code scannen. Schnell werde ich belohnt mit einem dauerhaft blauen Licht als Bestätigung der erfolgreichen Einrichtung.

Ich denke selbst ein absoluter technischer Laie kann die Kamera aktivieren und dann per Liveview auf seinem Smartphone ausrichten. Für die Montage steht bei der Pro nur ein langer Standfuß zur Verfügung und nicht wie bei der Argus 2 noch zusätzlich ein magnetischer Fuß. Freilich gibt es wieder Bohrschablone, Dübel und Schrauben.

Auch ein Band für die Befestigung an Bäumen liegt bei. Aufgeschraubt aufs Stativ und dann an der Wand befestigt, ist sie aber sicherer befestigt.

Der Fuß erlaubt eine Drehung und Kippung der Kamera in alle erdenklichen Richtungen:

Durch die mitglieferte Silikonhülle wird die Kamera gegen jegliche Witterungsverhältnisse geschützt. Der angegebene Schutzstandard IP65 weist einen vollständigen Berührungsschutz gegen Eindringen von Staub sowie Strahlwasser aus allen Richtungen auf.

Das Solarpanel hat die Größe und Stärke eines 7-Zoll-Kindertablets aus dem Jahr 2011 und wird mit einer flexiblen Wandbefestigung geliefert. Es ist sofort einsatzbereit und liefert per USB-Kabel seinen Strom.

Das Bild der Kamera ist bei einem 130 Grad Sichtfeld mit 1920 x 1080 Pixel (Full HD) sehr gut. Die Kamera nimmt Ton auf und bietet auch einen Lautsprecher, sodass man dem Postboten danken kann. Alle Bilder und Videos werden auf der Kamera gespeichert, auf einer SD-Karte. Man braucht positiv formuliert also keine Clouddienste mit Abomodell in Anspruch nehmen. Das hat auch zur Folge, dass wir uns nicht mit dem Serverstandort auseinandersetzen müssen und so weiter. Einzig der oben schon angeklungene Aspekt des Diebstahls spielt hier rein. Wenn die Kamera gestohlen wird, sind auch ihre Aufnahmen weg. Nachts nutzt die Kamera zumindest eine IR LED fürs Bild, sodass sie mit roten Punkten auf sich aufmerksam macht. Über die App lässt sich jedoch die blaue Status LED deaktivieren.

Livebilder zeigt die App natürlich auch auf Wunsch. Einfach reintippen in den Stream. Reduziert natürlich die Akku-Leistung. Zudem überträgt die Kamera auch 2-Wege-Audio, man kann also hören und sprechen. Bei einem Alarm, also wenn die Kamera eine Bewegung erkennt, gibt es vier Möglichkeiten: sie zeichnet für sich ein Video auf, man bekommt eine Nachricht per Push oder Mail und ein Alarmton wird geschalten. Am letzten Punkt wird schon deutlich, dass alle vier optional sind. Einzeln wählbar, gemeinsam und auch per Zeitplan. Im Fall einer registrierten Bewegung sendet die App bei mir auf Wunsch eine Benachrichtigung mit einem Standbild, dadurch kann man stets zeitnah checken, ob alles okay ist oder wie gewünscht läuft. Der PIR-Sensor lässt sich auf drei Reichweiten einstellen, sodass man die Alarmsensitivität festlegen kann. Jedoch kann man keine Zonen festlegen, welche vom Alarm nicht erfasst sind.

Achja, der PIR Sensor hat die Bewegung des Tiers im Gangsystem nicht erkannt, da er sich gleich unter die Erde gegraben hat oder sich gar nicht erst blicken lassen. Die Untergrabung des Gangs deutet laut Fachmeinungen auf einen Maulwurf hin. Vielleicht ist das ja die berühmte Abschreckungsfunktion der Kameras. Einen Maulwurf haben wir hier noch als Trostbild.

Fazit und Kauf

Reolink verkauft die Argus Pro hier auf Amazon (Affl.-Link) für derzeit 120 Euro reduziert von 140 Euro. Das ist wieder sehr günstig, zumal es keine Abos für eine Daten-Cloud oder die App gibt. Dieser Punkt der Nutzung ist für mich auch der größte Pluspunkt beider getester Argus-Produkte, aus Sicht des Datenschutzes ist die Kamera perfekt. Was ihre technischen Merkmale angeht, so habe ich nichts gefunden, was mich “wünsch-dir-was” spielen lassen würde. Sie ist gut designed und erfüllt alle Vorausetzungen für eine Alarmüberwachung. Positiv ist weiterhin, dass jeder sie ohne Verkabelung nutzen kann. Zudem gibt es mit dem Solarpanel, was auch nur um die 30 Euro kostet, eine sehr günstige Energiequelle. Auf der Homepage von Reolink findet man mehr Infos über die Argus Pro.

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Hallo liebe Leser, bereits seit 2011 schreiben wir hier täglich über Apps und Gadgets und freuen uns über jedes Like / Teilen unserer Beiträge. Viel Spaß beim Stöbern im Blog! Habt ihr Fragen zu einem unserer Artikel? Dann schreibt einfach einen Kommentar!

Kommentare zu Reolink Argus Pro IP-Überwachungskamera im Check

  • Dackelige Dieb am Bratwurstbaum? Wir haben Fragen! 😛

    Jasmin 17. September 2018 20:56 Antworten
    • Fragen auch in diese Richtung: Ist das in Spanien dann ein Chorizobaum?

      Freya 17. September 2018 21:37 Antworten
      • Hallo, wir wollen natürlich behilflich sein und die Fragen aufklären. Wollt ihr zehn Tipps kaufen, kosten derzeit nur 99 Cent. Soviel nur dazu. Der Baum stammt aus der Art der Wollemi Pine, bekanntlich wie der Gingko seit der “Dinosaurier Zeit” auf der Erde. Wahrscheinlich steht er auch schon so lange da. Die länglichen Früchte erinnern an dicke Bratwürste, werden einmal im Jahr reif und dann duftet es nach Grill. Dies ist auch der Grund für seine geringe Verbreitung, da er zu zahlreichen Nachbarschaftstreitigkeiten mit Veggies führte. Er machte den Ruf populär: Liberté butifarra! Da dies ein Sprachmix ist, vermuten wir, dass auch auf der Iberischen Halbinsel ein Gewächs aus der Familie überlebt hat @Freya.

        Check-App 18. September 2018 08:56 Antworten
  • Danke an dieser Stelle für diesen tollen Blog. Weiter so.

    Luise 27. September 2018 11:04 Antworten

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