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Test des Luftreinigers Mi Air Purifier 3H mit App

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Saubere Luft, dafür muss man gewöhnlich nur das Fenster öffnen. Doch Kälte, Lärm und an erster Stelle vor allem Feinstaub von Straßen und Baustellen können einem davon abhalten. Der Mi Air Purifier 3H verspricht aber ohnehin mehr als Lüftung und stellt eine verbessere Version des seit 2014 verfügbaren Geräts dar. Er reinige um allergene Stoffe, Staub und Polen sowie gefährliche Gase. Ein echter HEPA-Filter mit großer Effizienz für die „Atemwegsgesundheit Ihrer Familie“, wie der Hersteller schreibt. In diesem Beitrag wollen wir uns das Design mit den technischen Daten anschauen, seine Reinigungswirkung hinterfragen und natürlich schauen, was die App kann. Ein Test des Luftreinigers Mi Air Purifier 3H.

Feinstaub entsteht auf den Straßen durch die Reifen und Bremsen (E-Mobilität wird also nix ändern), in der Landwirtschaft durch die Ausbringung von Dünger etwa oder durch natürliche Ursachen laut Quarks hier. Allein dessen Gefahr wäre also ein Grund für die Anschaffung eines Luftreinigers, der Bedarf und Nutzen für Luftreiniger ist generell hoch. Denn neben Feinstaub und Polen gibt es aber noch viele andere Stoffe. Der Hersteller führt etwa Formaldehyd aus Möbeln auf und… Viren. Den Mi Air Purifier 3H Luftreiniger haben wir uns fürs Büro auf Ebay gekauft, da hier durch Toner und allgemein mehr Luftbewegungen gefühlt viel Staub in der Luft war (Spoiler: Der Purifier 3H sagt nein). Zudem Getestet wurde er auch im allgemeinen Wohnumfeld.

Design und Daten des Purifier 3H

In der Zimmerecke steht ein neuer schicker Server, sein WLAN-Symbol leuchtet und seine Auslastung liegt derzeit bei 4. Hm. Oben ist ein großes Gitter zu sehen als wäre es ein Klimagerät. Seitlich hat das Gehäuse mit den kleinen runden Löchern das Design an einer schicken Akustikrigipsdecke. Der 24 x 24 x 52 Zentimeter gruße Luftfilter hat eine quadratische Grundfläche, also keine Standfläche im DIN-A4-Papierformat, wie der Hersteller schreibt. Bei der Aufstellung sind zu den drei Seiten jeweils 20 cm Platz zu lassen. Die Rückseite braucht weniger Abstand von nur 10 cm, da hier das Gitter auf der Öffnungsklappe nur ein Designmerkmal ist und nicht luftdurchlässig.

Wesentliches Element des Purifier 3H ist der Filter. Der runde Tubus im Inneren macht circa 2/3 des Volumens aus, der Rest ist oben der horizontal verbaute Lüfter, ein Radialventilator mit rückseitiger Neigung. Entsprechend hat das Gerät auch nur 5 kg an Gewicht. An den Filter gelangt man durch die rückseitige Öffnungsklappe, denn man muss ihn tauschen. Drüber ist ein Lasersensor, ein Klimasensor und ein Tastschalter für die Beleuchtung des Display an der Front. An der Vorderseite ist ein OLED mit Touchfunktion.

Der Luftreiniger muss freilich ans Stromnetz angeschlossen werden. Mehr als das Kabel dafür und eine Kurzanleitung liegt im Lieferumfang nicht bei, mehr ist nicht nötig.

Funktion und Leistung des mi Luftreinigers

Das Display zeigt die Temperatur, Feuchtigkeit und Luftqualität an. Letztere in μg/m³, wobei der Ring bei 0-75 grün, 71 – 150 orange und über 150 rote leuchtet. Die WHO hat einen Jahresgrenzwert von 25 μg/m³ festgelegt. Die Reinigungsleitung wird mit und 380 m³/h PM CADR angegeben, das reiche für eine effektive Raumgröße von 45 m². Die Reinigungswirkung des 3-fach Filter-Systems wird mit 99,97% aller allergenen Stoffe angegeben.

Der verbaute Filter bestehe aus drei Schichten für große Partikel wie Haare und sichtbaren Staub, gegen Bakterien, Viren, Zigarettenrauch, PM2,5,
Pollen, Staub, Tierschuppen und andere Allergene von bis zu 0,1 Mikrometer und Aktivkohlefilter gegen Formaldehyd und flüchtige organische Verbindungen. Die Vorgängermodelle hatten offenbar Filter, welcher weniger Schichten hatten bzw. man konnte einen 4fach-Filter kaufen.

Nutzung des Luftreinigers

Das Gerät ist sehr leicht und lässt sich mobil hier und da aufstellen braucht keinen festen Platz. Wenn man ihn dauerhaft per Automatik nutzt, empfiehlt sich wohl ein zentraler Aufstellungsort in der Zimmermitte. Leicht negativ ist aufzuführen, dass er keinen Stoppmechanismus hat, wenn oben aufs Gitter etwas gelegt wird oder sich etwas legt (Miau).

Stecker in die Dose und erstmal schauen, welche Qualität der Luft hat. 20 zeigt das Gerät fast immer an, geht dann aber sofort auf 1. Tests neben einer Feuerstelle bringen ihn auf 50, eine ausgeblassene Kerze kurzzeitig auf 90. Die Bedienung ist mit dem Tochdisplay sehr einfach. Es lassen sich drei Leistungsstufen durchschalten. Dann gibt es einen Automatikmodus und einen Favoriten. Nur dieser lässt sich per App bedienen. Großes Problem ist Test war, die Verbindung mit dem Smartphone herzustellen.

Der Luftreiniger hat ein WLAN-Modul, welches sich nicht komplett deaktivieren lässt leider. Die Verbindung gelingt trotz vieler Versuche nicht. Die App selbst ist übrigens für den Luftreiniger überdimensioniert sozusagen. Eigentlich ist sie fürs Smarthome mit vielen weiteren Geräten gedacht, wie Überwachung und Beleuchtung. Mi hat da sehr viel im Sortiment. Wer nur den Luftreiniger hat, braucht die App wohl eher kaum. Zumal man sich in ihr registrieren muss, also per Email einen Account mit Passwort einrichten. Ist das erfolgt, kann man den Luftreiniger auch per Alexa bedienen, konkret ein- und ausschalten.

Entscheidend sind natürlich nun Geräuchpegel und Strombedarf, zudem gibt es da noch einen weiteren Verbrauchsfaktor.

  • Der Geräuchpegel in der Anleitung wird mit 64dB(A) angegeben, das ist natürlich für die normale Nutzung zu hoch. Auf Stufe 1 sind es laut App um die 35 und auf Stufe 3 dann 55 dB(A).
  • Der Stromverbrauch liegt zwischen 2 Watt im Automodus und 15 Watt auf Stufe 3. Das ergibt bei Dauernutzung zwischen 5 und 45 Euro pro Jahr.
  • Der verbaute Filter verbraucht sich selbstverständlich. Er hat am Boden einen RFID-Chip, welcher den Verbrauch aufzeichnet. Zudem dürfte damit sichergestellt werden vom Hersteller, dass man nur Originalteile benutzt. Schon etwas fies, denn das Gerät zeigt den Verbrauch des Filters an. Wird es sich bei Null Prozent noch einschalten lassen? Das System erinnert an das bei Druckern einerseits. Andererseits ist die Wirkung des Luftreinigers durch den Filter bedingt. Diesen habe ich auf Ebay für 30 Euro gesehen, man wird wohl einen pro Jahr benötigen. Er besteht aus viel Plastik und ist entsprechend auch nicht so umweltfreundlich, was die Entsorgung angeht. Ja, wo entsorgt man den? Restmüll?

Reinigen soll man nur das Filterfach und nicht den Filter laut Anleitung. Gerade rückseitig sammelt sichtbar der Staub. Ich vermute, dass eine Reinigung des Filters nicht auf die Lebenszeit angerechnet wird, da es hierfür ja keinen Sensor gibt. Das Gerät müsste ja berechnen, ob es seine Reinigungswirkung wie zum Start hat. Reinigen kann man den Filter wohl trotzdem. Außerdem soll man den Laser-Partikelsensor säubern.

Was gibt es nun zur tatsächlichen Reinigungswirkung? Wenn das Gerät eine Luftqualität von 001 anzeigt, so ist dies wohl die einzige Bewertungsmöglichkeit für den Nutzer selbst. Es sollen ja Partikel im nicht erkennbaren Bereich gefiltert werden. Die Reinigungswirkung auf Gerüche hin ist vergleichbar mit einer Abzugshaube. Fisch anbraten und kein Geruch im Haus? Subjektiv aber nicht so stark, wie einige auf Amazon schreiben. Weitere Reviews hier auf Amazon, wo man ihn auch für derzeit 99 Euro aufen kann (Affiliate-Link.)

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