5 Monaten .

Im Check: GoXtreme Live 360 Grad Kamera mit App für Android und iOS

Geschrieben von:

Live Stream in 360 Grad. Das ist ja fast so als wäre man dabei. Hört sich nach einer Werbung für ein Spiegelkabinett an. Tatsächlich ist der Videomodus mit Rundumsicht noch immer bei vielen mit dem Wow-Effekt des “Schau-mal” verbunden. VR bleibt auch 2018 eine Innovation und ist noch nicht so verbreitet im Alltagsgebrauch. Und so schauen wir uns auch weiterhin um, was es so an tollem Equiment für die Aufnahme solcher Bilder und Videos für Jedermann gibt. Diesmal im Check ist die GoXtreme Live 360 von der Kölner Firma Easypix. Sie ist eine Neuheit der diesjährigen CES und ihre erste Besonderheit steht schon in der Überschrift. Anders als die hier vorgestellte Omni 360 vom gleichen Hersteller ist die Live 360 mit Android und iOS einsetzbar, kann also mit allen Smartphones benutzt werden.

Den Grund für diese technische Offenheit muss man nicht lange suchen. Die Kamera ist Stand-Alone, kann also auch ohne App bedient werden. Das passiert aber wohl nicht so oft und dafür gibt es auch nen Grund. Schauen wir uns gleich mal das Design dieser Kamera an.

GoXtreme Live 360 Kamera

Die Kamera ist in einem länglichen riegelförmigen Gehäuse untergebracht, was im oberen Bereich einen abgesetzten Streifen hat. Es wirkt relativ robust und hochwertig verarbeitet. Sie ist etwa 14 cm lang, 5 cm breit und schlanke 1 cm dünn. Ich denke bei einem Laufevent eingesetzt, würden die meisten Teilnehmer wohl einen Energieriegel vermuten. Im technischen Bereich erinnert sie vielleicht noch an eine kleine Fernbedienung. Entscheidend ist vor allem, dass sie eben nicht rund ist und deshalb auch sehr handlich und gut verstaut in jeder Tasche immer dabei sein kann. Gerade auch aufgrund des Leichtgewichts von gerade mal 100 g. Was im Gehäuse steckt, kann man nur vermuten. Bekannt ist der Akku mit 1300 mAh, welcher sicherlich im unteren Teil verbaut ist. Denn oben im Bereich mit dem Streifen ist ein Doppelobjektiv angebracht, welche am Zentrum punktgespiegelt beidseitig sich hervorwölben. Dieser Punkt ist von der Sensibilität der Kamera hin auf Schäden der sensibelste.

Die beiden Sensoren haben jeweils 2 MP und ein Objektiv mit 210 Grad. Oben sind kleine Löcher im Gehäuse, sodass ich dort das Mikrofon für die Soundaufnahme vermute.

Neben einem großen Einschalter unter der Status-LED gibt es noch drei weitere Tasten seitlich, ebenso jeweils mit LED-Anzeige sowie einem mircoSD-Slot bis 128 GB und USB-Anschluss. Beide sind nicht verdeckt, sodass die Kamera selbst keine IP-Zertifizierung hat, also was Schutz vor Staub und Wasser angeht. Auf der Unterseite ist ein Gewinde für ein Stativ zu finden. Mittig und nicht versetzt.

Großer Lieferumfang – vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Die “Spitze” soeben gegen die Kamera von LG musste sein. Denn bei der GoXtreme Live 360 Grad ist nicht nur ein kleines Stativ mit Kugelgelenk im Lieferumfang enthalten, sondern sogar noch ein Selfiestick. Das Gewinde auf der Unterseite ist natürlich auch für sämtliche andere Stative und Halterung nutzbar. Allerdings muss man da aber schauen, dass sie so gut ins Bild passen wie die mitgelieferten Varianten. Wenn man zumindest eine volle Sphäre als Aufnahme möchte. Der große Lieferumfang, komplementiert noch durch eine kleine Transporttasche und eine Anleitung, ermöglicht viele Einsatzoptionen. Sei es statisch auf dem Stativ oder eben in Bewegung am Stick. Der Stick ist auf 50 cm ausziehbar per Teleskopfunktion, besteht aus Stahl und wirkt recht stabil.

Die Kamera selbst ist gut ausbalanciert von ihrem Gewicht her, sodass sie dank der angerauten Obefläche gut in der Hand liegt, sicher auf der Standhalterung sitzt.

Die mitgelieferten Komponeten und die einfache Bedienbarkeit machen die App zu einem flexibel einsetzbaren Gerät. Ganz so wie es die junge Fotografie- und Videomacherei in 360 Grad erlaubt. Entsprechend haben wir uns auch erstmal nur ausprobiert.

Aufnahmefunktion – Steuerung per App

OTCAM 360 App heißt die kostenfrei auf Android und iOS verfügbare App. Sie ist keine Entwicklung des Herstellers, sondern dient allen Kameras mit dem OTUS OT6166 Feature als Steuereinheit. Kurz: das Smartphone wird zur Fernbedienung. Verbunden wird es per WLAN mit der Kamera. Das geht schnell und unkompliziert. Bei der Aufsteckkamera hatte ich noch gelobt, dass eben ihre direkte Verbindung recht positiv zu sehen ist. Wie immer gibt es aber auch hier einen Vorteil bei der eigenständigen Kamera – etwa, dass man selbst nicht im Bild sein muss. Das ist mir aber noch nicht so wichtig gewesen bei den ersten Testaufnahmen:

In der App muss man nicht viel einstellen. Weißabgleich, Belichtung und so weiter macht die Kamera alles automatisch. Achja, um Bilder und Videos aufzunehmen kann man auch einfach die seitlichen Tasten nutzen, um den Modus umzuschalten und dann die mittlere Taste als Auslöser. Noch leichter geht nicht. Dann hat man allerdings kein Livebild und das zu sehen ist schon äußerst praktisch, wenn man später z.B. die Standardsicht nicht ändern will per Photoshop.

Die App selbst erlaubt es Bilder zu machen (Format JPEG mit 6 MP), Videos  mit 2048×1024 Pixeln bei 30 FPS (Format MP4, Full HD). Wer die Bilder und Videos auf Facebook postet, der wird feststellen, dass sie dort automatisch als 360 Grad erkannt werden. Posten kann man sie zeitversetzt oder auch live. Hier habe ich mal ein erstes Testvideo auf einer recht bevölkerten Seite mit knapp 10 K Fans hochgeladen. Das Wetter war mies, die Lichtverhältnisse auch und Deutschland lag 0:1 hinten. Naja. Dafür werden wir dann in Kürze noch ein geplanteres Video machen, wo wir wohl auch mal etwas sprechen. Hoffentlich mit Deutschland im Achtelfinale mindestens. Das Video hat auf der Plattform mehr Aufrufe bekommen als ein traditionelles Video, Facebook bevorzugt offenbar das Format im Stream. Die Reaktionen sind positiv, auch wenn wir das Medium selbst noch gar nicht so in den Vordergrund gestellt haben. Sowohl beim Bild als auch beim Video ist das Stitching sehr gut. Im Himmel sieht man keine Streifen oder ähnliches. Mit der Qualität der Aufnahmen kann man zufrieden sein. Klar liefern die Sensoren mit 2 MP keine Aufnahmen wie die Modelle im Profibereich. Entsprechend wäre es hier wohl an der Zeit den Preis zu nennen. Die GoXtreme Live 360° kostet hier bei Easypix 169,90 Euro.

https://www.check-app.de

Hallo liebe Leser, bereits seit 2011 schreiben wir hier täglich über Apps und Gadgets und freuen uns über jedes Like / Teilen unserer Beiträge. Viel Spaß beim Stöbern im Blog! Habt ihr Fragen zu einem unserer Artikel? Dann schreibt einfach einen Kommentar!

Kommentare zu Im Check: GoXtreme Live 360 Grad Kamera mit App für Android und iOS

  • absolt unverständlich, warum kein bessere bildwiedergabe gedacht wurde

    Kumpel 28. Juli 2018 10:36 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menu Title